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 Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)

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Zoey
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BeitragThema: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 24 März 2015 - 17:12

Um 11 Uhr ist in den französischen Alpen eine Germanwings-Maschine verunglückt.
Das Flugzeug war von Barcelona nach Düsseldorf unterwegs und stürzte aus ungeklärter Ursache ab. An Bord befanden sich 150 Menschen, darunter 67 Deutsche. Man geht davon aus, dass niemand das Unglück überlebt hat.
Eine Schulklasse aus Haltern am See war wohl auch im Flugzeug, außerdem flogen zwei Babys mit.
Träne 
Mein ganzes Mitgefühl gilt den Angehörigen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was die nun durchmachen...
traurig


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 24 März 2015 - 22:57

Träne LOVE u all


Ist es nicht sonderbar, dass es Gott (ihm oder ihr) nichts ausmacht, sich in allen Religionen der Welt zu erkennen zu geben, während die Menschen sich immer noch daran klammern, nur ihr Weg (*Religion) sei der richtige?
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 24 März 2015 - 23:41

Es ist wirklich total schrecklich, was da passiert ist! Ich habe vorhin die Bilder von der Absturzstelle gesehen, das geht einem durch Mark und Bein! Mir fehlen bei sowas immer die Worte, ich kann nur sagen, dass es mir unendlich leid für die Opfer und ihre Angehörigen tut!
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Mi 25 März 2015 - 23:29

Tova 
hi ihr lieben..hier..

ich.. die vor 2 jahren mit einem coach meine fluganst überwunden habe..

sitze jetzt hier...

und ..mir fällt nichts ein..

ausser den fragen, die andere auch gestellt haben:
in einer reiseflughöhe ist im prinzip alles im ordnung..
nur, in diesem fall gibt es diesen 'kontrollierten' sinkflug, den niemand momentan erklären kann..

alle meine guten gedanken gehen  an die familien..

Herz


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Do 26 März 2015 - 19:19

Oh Gott...
Nach neuesten Erkenntnissen hat der Co-Pilot des Flugzeugs den Absturz wohl absichtlich herbei geführt, als der Pilot gerade zur Toilette war. Er verschloss die Tür zum Cockpit und leitete den Sinkflug ein, der dann schließlich an der Felswand endete.
Der Pilot und die Crew haben wohl noch vergeblich versucht, die Tür einzuschlagen...
Ein einziger winziger Trost bleibt: Die Passagiere haben wohl bis zum allerletzten Augenblick nichts von alldem mitbekommen und waren durch die Wucht des Aufpralls sofort tot.

Kein normaler Mensch kann begreifen, was in so einem Menschen vorgeht. Er muss ein absoluter Psychopath gewesen sein, so etwas ist unbegreiflich und unfassbar.
Mir fehlen echt die Worte und meine Gedanken sind bei all den Angehörigen der Opfer und vor allem auch bei den Eltern des Co-Piloten, die jetzt zusätzlich zu allem anderen, noch mit der unfassbaren Tat ihres Sohnes fertig werden müssen...
Ich bin einfach sprachlos.


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Do 26 März 2015 - 23:10

Man kann sich kaum vorstellen,  wie lang diese 8 Minuten für den Piloten gewesen sein müssen, der verzweifelt versucht hat die Tür einzutreten. Was ist bloß in dem Co-Piloten vorgegangen? 

Wie DIE ZEIT jetzt schreibt und auch im TV wurde es vorhin bekannt gegeben,  dass künftig kein Pilot mehr alleine im Cockpit bleiben darf.  Morgen soll diese Regel besprochen werden und unverzüglich  umgesetzt werden. Das betrifft alle Mitglieder,  die dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft ( BDL)  angehören.  Dazu gehört die Lufthansa,  Condor,  TuiFly u. a. Auch andere Fluglinien haben ihre Sicherheitsbestimmungen geändert,  Airberlin,  Icelandair usw. führen die Zwei-Personen-Regel im Cockpit ein. 

Diese Regelung ist nur zu begrüßen. Kein Pilot wäre in Zukunft seelenruhig mal eben zur Toilette gegangen. Und auch als Passagier fühlt man sich gleich sicherer. Allerdings traurig, dass erst so ein Unglück passieren muss.
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Mo 30 März 2015 - 23:42

Tova 

hi ihr lieben,
ich hab mir ein bisschen zeit gegeben..
zum denken, recherchieren, bewerten..für mich..

die indizien sprechen ..nach aktuellem stand.. gegen den co-piloten..

ich habe in einigen piloten foren nachgeschaut..dort ist man auch sehr zwiespältig, aber auch besonnen:
der einzig gesicherte fakt sei, dass es keine explosion gegeben hat..
und man wünsche sich, dass der 2.e datenspeicher gefunden wird zur erhärtung oder widerlegung der
momentan naheliegenden these..

boh, alle von diesem unglück betroffenen nehme ich virtuell in meinen arm..
v.a. die eltern von dem co-piloten..
sie werden hier nicht mitlesen..dennoch.. Herz

Fleur


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 31 März 2015 - 0:11

Wie haben in der Pressegruppe einige kritische Artikel zum Absturz gesammelt und fanden, dass es gut wäre, wenn wir sie hier im Thread veröffentlichen, da das, was zur Zeit wieder in den Medien läuft, teilweise echt nicht in Ordnung ist ...

Hier der erste:

28. März 2015, 13:36 Uhr

Absturz von Germanwings-Flug 4U9525 Die Sucht nach Erklärungen

Alles spricht dafür, dass Andreas Lubitz Flug 4U9525 zum Absturz brachte. Doch was, wenn nicht? Wie beschämt müsste eine Gesellschaft sein, hätte sie das Andenken eines Copiloten geschändet, nur weil alles schnell nach Erklärung verlangte.



Von Detlef Esslinger  


Der Absturz über den Alpen hat vermutlich die fürchterlichsten und die besten Seiten des Menschen offenbart.
Nur Menschen sind dazu fähig, Artgenossen aus dem einzigen Grund mit in den Tod zu reißen, dass sie mit ihrem eigenen Leben nicht mehr zurande kommen. Nur Menschen aber auch sind zu einem Mitgefühl, zu einer Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden in dem Ausmaß in der Lage, wie es in dieser Woche zum Beispiel in Seyne-les-Alpes so sichtbar geworden ist. Der ganze Ort hat Betten hergerichtet und eingekauft für Hinterbliebene, ohne ahnen zu können, ob die überhaupt bleiben wollen; im Jugendzentrum haben Dorfbewohner einen Brief an sie deponiert und weiße Rosen dazugelegt. Fast könnte man das Vertrauen ins Gute wiedergewinnen, wenn man hört, wie viele in Frankreich sich kümmern um die Familien von Menschen aus anderen Ländern, die zufällig in ihrer Heimat zu Tode gekommen sind.
Der Absturz hat nicht nur wegen der Zahl der Opfer und der mutmaßlichen Umstände so viel Erschütterung ausgelöst. Die Luftfahrtbranche befördert Menschen von einem Ort zum nächsten. Zugleich jedoch hat sie in einem Land wie Deutschland in den vergangenen ein, zwei Jahrzehnten den Lebensstil verändert. Früher war Fliegen etwas Teures und Exquisites; wer Gelegenheit zu einer Flugreise hatte, wurde bewundert, und Piloten sowieso. Heute, da die Gesellschaft insgesamt reicher und das Fliegen billiger geworden ist, kann fast jeder sich ein Ticket leisten und sich als Teil derjenigen Community fühlen, die man früher nur aus Erzählungen und dem Kino kannte. (Deswegen wohl auch die Gelassenheit, mit der Menschen in ihrer Eigenschaft als Flugpassagiere jede dreistündige Verspätung akzeptieren; doch wehe, derlei passiert bei der Bahn.)
Es ist aber auch zu faszinierend, was alles möglich geworden ist: Die Siebenjährige aus Hamburg kann übers Wochenende zu ihrem Vater, der in München lebt. Das Ehepaar gönnt sich einen Kurztrip nach Rom. Die Schüler aus Haltern am See fahren zum Austausch nicht über die Grenze nach Holland; heutzutage können sie nach Llinars del Vallès, in der Nähe von Barcelona. Da führt der Absturz von Flug 4U 9525 brutal vor Augen, dass dieser Lebensstil doch nicht die Selbstverständlichkeit hat, an die man sich gewöhnt hatte.

  

Vertrauen ist unverzichtbar

Zu den Eigenschaften des Menschen gehört, dass er ohne Vertrauen kaum lebensfähig wäre, und außerdem, dass er für alles eine Erklärung haben möchte, aber sofort. Man muss darauf vertrauen können, dass das Dach hält, unter dem man schläft und das ein anderer gezimmert hat; dass das Wasser ohne Gift ist, das ein anderer abgefüllt hat; dass im Flugzeugbauch kein Schraubenschlüssel an einer Stelle vergessen wurde, wo er unterwegs auf gar keinen Fall hingehört. Vertrauen ist unverzichtbar, und man denkt auch nicht darüber nach: Es gehört ja so selbstverständlich dazu. Wer hätte bis Donnerstag dieser Woche erwogen, ob ein Germanwings-Pilot auf die Idee kommen könnte, 150 Menschen in eine Felswand zu jagen?
Niklas Luhmann, der große Soziologe, hat Vertrauen als "wirksamere Form der Reduktion von Komplexität" bezeichnet - unsoziologisch gesagt: Wer alles bedenkt, verwirft und wieder bedenkt, der würde zu nichts mehr kommen. Tausend Mal am Tag bleibt einem kaum etwas übrig, als sich auf andere zu verlassen. Seit Donnerstag übrigens auch auf einen Staatsanwalt aus Marseille - nicht auszumalen, falls sich doch noch ein ganz anderer Absturzgrund herausstellte. Wie beschämt müsste eine Gesellschaft sein, hätte sie sich demnächst einzugestehen, das Andenken eines Copiloten geschändet zu haben, nur weil alles schnell nach Erklärung verlangte. Unwahrscheinlich, eine solche Wendung? Was ist schon unwahrscheinlich.
Das Bedürfnis nach Erklärungen hat zwei Schwestern, die jedoch ganz unterschiedlichen Charakters sind: Anteilnahme und Sensationsgier. In der offenen Gesellschaft scheint die eine ohne die andere nicht zu haben zu sein. Pfarrer, Psychologen und Betroffene berichten, wie wichtig es für Trauernde ist, dass die Gemeinschaft und ihre Repräsentanten sich zeigen: dass die Kanzlerin alle Termine absagt und zum Absturzort reist, dass die Nationalelf Trauerflor trägt, dass bei der "Echo"-Verleihung 150 Kerzen brennen. "Trauernden hilft die Ahnung, in einem größeren Ganzen aufgehoben zu sein", schreiben Bernadette und Klaus Rüggeberg in ihrem Buch "Plötzlich tot", das sie als Hinterbliebene ihres verunglückten Sohnes verfassten.
Die Menschen zeigen Anteil, weil sich ihnen Bilder eingebrannt haben: die Kerzen vor der Schule, der aufgelöste Gesichtsausdruck des Direktors. Naturgemäß sind es Medien, die nach einem Absturz das "größere Ganze" erst ermöglichen. Doch wie immer in solchen Fällen schickt die Branche nicht nur ihre diskreten Vertreter, sondern auch die zudringlichen. Liveticker und Sendestrecken brauchen Nachschub, egal mit was; Kameras werden nicht bloß im Rathaus aufgebaut (wozu sie da sind), sondern auch vor Privathäusern (wo sie eine Schande sind).

Als passierte es einem selbst




Der Deutsche Presserat kann sich darauf verlassen, mit Beschwerden eingedeckt zu werden, und zwar mit verständlichen. Doch sind alle Zudringlichkeiten nur die Folge eines unausgesprochenen Pakts zwischen Machern und Lesern/Usern/Zuschauern: Die einen produzieren sie, weil andere es mit Gewissheit nachfragen. Wer die Wucht mancher Medien nun am eigenen Ort erleben darf, hat sich womöglich wenig dabei gedacht, als er einst nicht genug aus Winnenden (Amoklauf) oder Eschede (ICE-Katastrophe) bekommen konnte.
Zum Lebensstil, zum Vertrauen gehört, dass Katastrophen scheinbar immer nur den anderen passieren; dass sie nur im Fernsehen vorkommen. Man muss ja bloß diese Woche überlebt haben; und schon darf man sich persönlich in dieser Erfahrung wieder bestätigt sehen. Ähnlich haben die Passagiere des Germanwings-Flugs ja vielleicht nach Charlie Hebdo selber noch gedacht. Den Familien wäre auch geholfen, wenn jeder sich so verhielte, als passierte es beim nächsten Mal nicht den anderen, sondern einem selbst.

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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 31 März 2015 - 0:13

Immer auf Sendung
Ein Airbus stürzt ab, 150 Menschen sterben, sofort starten Live-Ticker und Sondersendungen, auch wenn noch nichts bekannt ist. So wird Wirklichkeit verzerrt.

von [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

27. März 2015  07:30 Uhr 


Wenn die Nachrichten nicht abreißen dürfen, dann wird selbst das zu einer: dass auf dem Flughafen in Düsseldorf wartende Passagiere einfach so weiter Kaffee trinken, weil sie noch nichts [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] mitbekommen haben. Dass Passagiere, die es mitbekommen haben, nun ein mulmiges Gefühl haben, selbst zu fliegen. Dass es ihnen, das hat man nun wirklich nicht vermutet, leidtue um die Opfer. Dass Ann-Kristin G. (21) aus Ratingen beinahe auch in der Maschine gesessen hätte. Dass die Angehörigen unter Schock stünden. Dass Seelsorger versuchen, die Situation, die nicht auszuhalten ist, mit den Angehörigen auszuhalten (es folgt ein Video). Dass Schaulustige von der Bergungsstelle ferngehalten werden sollen, und man ahnt schon, wer diese Schaulustigen wohl sein werden – auch wir Journalisten. Dass eine Nachbarin den Copiloten Andreas L., der mutmaßlich das Flugzeug hat abstürzen lassen, nicht kannte, aber nun ständig an ihn denke, man sei ja benachbart gewesen. Dass Andreas L. ein netter und höflicher Mensch war.

Alles zu lesen im "Live-Blog zum Unglück", "Flugzeugabsturz im Live-Ticker", "Live-Ticker", "Live-Blog", "Live-Stream"; fast alle Medien ziehen bei außergewöhnlich schrecklichen oder großen Ereignissen mit, die Boulevard-Presse genauso wie die seriöse, auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind dabei.

Die einen versuchen, sich an Meldungen mit Nachrichtenwert zu halten, Offizielles zu vermelden und dem Boulevard zu widerstehen, der jedes noch so absurde Gerücht zur Nachricht erhebt. Aber bei allen Mühen, sie tappen dennoch in dieselbe Falle: Mit der Einrichtung eines "Live-Tickers" nach jedem bewegenden Ereignis, ganz gleich ob Terroranschlag oder Flugzeugabsturz, verwischen sie den Unterschied zwischen Bedeutsamem und Nebensächlichem.

Die Nachricht vom Unglück wird überspült von der Flut der darauffolgenden Meldungen. Es gibt keine Hierarchisierung, keine Einordnung, keine Erklärung, im Live-Ticker erscheint alles gleich wichtig: die Zahl der Opfer und die Nachrichten über den Copiloten Andreas L. ebenso wie Ann-Kristin G., die fast mitgeflogen wäre oder welche Politiker nun welche Kontrollen fordern. Medien folgen so der Logik von Twitter und Facebook. Aber sie sind nicht Twitter, auch nicht Facebook.

Das Berichten in Echtzeit verstümmelt jede Wirklichkeit, wenn gerade nichts passiert. Es wird zum Selbstzweck, denn das, was bekannt ist, wäre in fünf Minuten gesagt. Innezuhalten, zu sagen: Momentan wissen wir auch nicht mehr – das geht nicht. Im Laufe des Dienstagnachmittags wurden keine neuen Erkenntnisse zum Absturz des Germanwings-Airbus bekannt, aber kein Sender verzichtete auf Sondersendungen, fortlaufende Live-Schalten und Expertengespräche, in denen gemutmaßt wurde, was geschehen sein könnte. Der Satz der Stunde fiel im Brennpunkt, aber nicht nur da: "Momentan verbieten sich ja alle Spekulationen über die Unfallursache, aber was könnte da eigentlich passiert sein?" Vielleicht alles. Vielleicht nichts. Aber damit kriegt man keine 45-Minuten-Sendung voll. 


"Simultationsmoderne" nannte der Philosoph Jean Baudrillard diesen Zustand der Gesellschaft, in der authentische und simulierte Ereignisse nicht mehr auseinanderzuhalten seien. Man muss seine Theorie nicht teilen, um anzuerkennen: Es gilt die Realität, die Medien herbeisenden und herbeischreiben – mitunter mit fataler Wirkung für das tatsächliche Geschehen.

Warum eigentlich darf der künstlich erzeugte Nachrichtenstrom nicht abreißen? Sind die Medien schuld (das wäre dann doch sehr einfach), oder doch die Zuschauer, die dranbleiben, sich durchklicken, einschalten? Werden mit Sondersendungen und Live-Tickern Bedürfnisse befriedigt – oder erst geweckt? Was wäre dagegen zu sagen, nur dann auf Sendung zu gehen, wenn neue, relevante Informationen vorliegen und diese wirklich bestätigt sind? Denn es ist ein Irrtum, zu glauben, dass Aufmerksamkeit die Währung ist, in der sich Mitgefühl ausdrückt. 



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Zuletzt von Fleur am Di 31 März 2015 - 0:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 31 März 2015 - 0:15

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Von Bettina Schmieding

Das Haus des Co-Piloten wurde im Fernsehen gezeigt, sein voller Name in verschiedenen Medien veröffentlicht. Hinzukommen die mehr als voreiligen Spekulationen - ganz zu schweigen von Formulierungen in äußerst schlechtem Stil. Festzuhalten bleibt: Abgestürzt ist nicht nur ein Flugzeug mit 150 Menschen an Bord, sondern leider auch der Journalismus.
Wenn sich ein Fernsehsender wie N24 bei Twitter derartig in den Staub wirft, muss er schon einiges ausgefressen haben:
"Es tut uns leid, dass wir das Haus des Germanwings-Co-Piloten im TV gezeigt haben. Wir werden in Zukunft auf diese Bilder verzichten."
Doch auch Medien vermeintlich höherer Qualität bekleckern sich in diesen Tagen nicht mit Ruhm. So titelt die Wochenzeitung "Die Zeit" heute. "Absturz eines Mythos – Wenn eines sicher war, dann die Lufthansa. Das furchtbare Unglück der Germanwings rührt am Selbstverständnis des Konzerns – und der Nation."
"Ob dieser verunglückte Titel wohl auch am Selbstverständnis der Zeitung rührt", fragte der Medienjournalist Stefan Niggemeier heute Mittag. Da hatte die stellvertretende Chefredakteurin der "Zeit" bei Twitter schon zugegeben, dass der Titel wohl irgendwie daneben war. Und noch darauf bestanden, dass die Ursache der Katastrophe ja schließlich auch noch ungeklärt sei. Dies zu einem Zeitpunkt, als der französische Staatsanwalt in einer Pressekonferenz den Co-Piloten bereits für den Absturz verantwortlich gemacht hatte - im Original unter Nennung von dessen vollständigem Namen.
Eine Gelegenheit, die sich internationale aber auch deutsche Medien nicht entgehen ließen. Und nicht nur den Namen mehr oder weniger verhohlen wiederkäuten, sondern auch gleich sein Haus im Westerwald zeigten – siehe oben. Kollege Niggemeier beobachtete derweil weiter die "Amok-Journalisten von der "Bild" bei der Arbeit". Deren journalistisches Bemühen mündete heute Nachmittag in dieser an Schlichtheit kaum zu überbietenden Bild.de-Schlagzeile:
"Der Amok-Pilot von Germanwings. Er unterbrach die Pilotenausbildung für mehrere Monate"
Und weil es in diesen reflexhaften Zeiten eigentlich nicht anders zu erwarten war, haben die Kollegen auch gleich ein Video dazugestellt. Zu sehen und zu hören ist der unvermeidliche Nachbar/Bekannte/Mitläufer. Auf jeden Fall ein Mann mit Augenklappe, der in einem fragwürdigen Bekanntschaftsverhältnis zum Co-Piloten steht.

"75 Euro für ein Interview"

Aber irgendwie spielen die, wie das medienwissenschaftlich so schön heißt, Rezipienten, die ja schon einiges gewohnt sind, vor allem von der "Bild", diesmal nicht mit. So twitterte Sascha M.* heute Nachmittag:
"Leute, ich kotz gleich, da stehen zahlreiche Fernsehteams in Montabaur und bieten den Leuten 75 Euro für ein Interview."
Konstantin Winkler gratuliert der Springer-Presse ebenfalls über Twitter
"Die "Welt" macht eine psychoanalytische Auswertung des Co-Piloten anhand seiner Facebook-Likes? Na, Glückwunsch."
"Blick am Abend"-Chefredakteur Thomas Benkö, um bei den Nachbarn in der Schweiz vorbeizuschauen, versteigt sich gar zu einer persönlichen Anklage:
"Andreas L. ... , wieso konntest du nicht alleine gehen."
Im Original, aber das nur am Rande, ist der Nachname selbstverständlich nicht abgekürzt. Ob der Kollege vom "Blick am Abend" auch mit dem Co-Piloten joggen gegangen ist, wenn er ihn schon duzt?
Beim Deutschen Presserat, der Stelle, bei der sich Leser über die Medien beschweren können, steht ein schon fast verzweifelter Appell auf der Homepage:
"Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben"
Zwei Tage nach dem Unglück sind schon zahlreiche Beschwerden eingegangen. Und die Kritik trifft natürlich auch die öffentlich-rechtlichen Medien, die sich in diesen Tagen beteiligen am Spekulieren, Mutmaßen und herbei Reden. Zu besichtigen am Tag der Katastrophe bei Sandra Maischberger.
Im Großen und Ganzen ist also festzuhalten, dass in dieser Woche nicht nur 150 Menschen bei einer Flugzeugkatastrophe den Tod gefunden haben. Auch der Journalismus ist abgestürzt.

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Fleur
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 31 März 2015 - 0:19

Medien als Voyeure                       

Von [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

     [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
       Pressevertreter am Hubschrauberplatz in Seyne Les Alpes.  Foto: dpa

Der realen Katastrophe folgt das mediale Versagen: Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine vergessen auch vermeintlich seriöse Redaktionen die Anstandsregeln des Journalismus. Der Leitartikel.
Kollegenschelte ist in Medienkreisen nicht beliebter als in anderen Branchen, und wer sie betreibt, muss auch den kritischen Blick der anderen ertragen. Deshalb vorneweg: Niemand kann garantieren, dass diese Zeitung an jedem Tag auf jeder Seite die richtige Balance findet. Die Abwägung, wo die Informationspflicht endet, wo Sensationsgier und medialer Voyeurismus beginnen, ist nicht immer einfach. Schon gar nicht in einem Fall wie dem Germanwings-Absturz, der natürlich auch bei Journalisten Emotionen auslöst.
Das birgt die Gefahr von Fehlern, schlimm genug. Schlimmer aber ist das, was jetzt auch geschieht: Bis hinein in angeblich seriöse Medien, so scheint es, findet die Abwägung entweder gar nicht mehr statt, oder – noch schlimmer – sie endet mit der bewussten Entscheidung, dem schmutzigen Vorbild des Boulevards zu folgen. Das ist eine Steilvorlage für alle, die den Medien als Mittlerinstanz einer demokratischen Öffentlichkeit nicht mehr trauen.
Zur Erinnerung: Was wir heute haben, das ist ein Verdacht. Ein schwerer, gut begründeter, aber immer noch ein Verdacht. Im Alltagsgespräch mag es – angesichts der Glaubwürdigkeit der bisher bekannten Indizien – verzeihlich sein, einen Satz zu sagen wie „Der hat die Maschine mit Absicht abstürzen lassen“. In den Medien aber sieht das anders aus: Nur wer peinlich genau unterscheidet zwischen Vermutungen – seien sie noch so plausibel – und bewiesenen Fakten, wird der Aufgabe gerecht, die Öffentlichkeit mit glaubwürdigem Material zu versorgen.
Das ist alles andere als abstrakt: Wer sich an die Vorgabe des deutschen Pressekodex hielte, Vermutungen „als solche kenntlich zu machen“ und sich an das Rechtsgebot der Unschuldsvermutung bis zur juristischen Klärung zu halten, würde nie und nimmer tun, was jetzt in einer Vielzahl von Medien zu erleben ist. Da wird der wahrscheinliche Verlauf des Unglücks schlicht wie eine Tatsache dargestellt, als wäre alles bewiesen. Und: Von „Bild“ (weniger verwunderlich) bis „Zeit online“ und „faz.net“ (erstaunlich) wird der volle Name des Kopiloten genannt, auch auf Fotos ist der Mann zu erkennen.
Der Online-Chef der „FAZ“, Mathias Müller von Blumencron, hat diese Entscheidung mit dem Auftrag der Medien zur Aufklärung begründet. Was er aber unter Aufklärung versteht, das gleicht einer Gebrauchsanweisung für unseriösen Boulevard-Journalismus: „Die Opfer und die Öffentlichkeit haben ein Recht darauf zu erfahren, wer das Unglück ausgelöst hat. Unter welchen Umständen es auch immer geschah. (...) Die Lösung ist nach gegenwärtigem Stand nur in der Person des Kopiloten zu finden. Wir müssen uns mit ihm beschäftigen, wir müssen ihn ansehen, wir dürfen ihn sehen.“
Ja, richtig: Opfer und Öffentlichkeit haben ein Recht zu erfahren, was wie geschah. Ja, es ist für eine fliegende Gesellschaft und ihre Zukunft wichtig zu wissen, was den Kopiloten getrieben haben könnte – schon um Ähnlichem künftig vorzubeugen. Aber dreimal Nein: Wir müssen ihn dafür nicht sehen! Wir müssen der Familie, schon doppelt getroffen durch den Tod des Sohnes und seine wahrscheinliche Tat, nicht auch noch das dritte Leid zufügen, vor aller Welt der Sensationslust preisgegeben zu werden. Es grenzt an Zynismus, so etwas mit „Aufklärung“ zu begründen.
In diesem Sinne steht, und das macht es nicht besser, der Fall Germanwings für zwei ohnehin vorhandene, bedenkliche Trends in der Medienlandschaft. Zum einen verschwimmt die Grenze zwischen seriösem Journalismus und gewissenlosem Boulevard-Voyeurismus. Das war schon im Fall Christian Wulff zu sehen, wo „Bild“ mit „Süddeutscher“ und „FAZ“ bei der Veröffentlichung eines Anrufprotokolls über Bande spielte. Und es ist zu sehen, wenn sich dieser oder jener Griechen-Hetzer von „Bild“ in den öffentlich-rechtlichen Talkshows auslässt. Zum anderen scheinen manche Journalisten dem Irrtum zu erliegen, eine Selbstdarstellungs-Maschine wie Facebook mache die Vorsichts- und Anstandsregeln der Presse überflüssig. Dabei sind sie gerade heute notwendiger denn je.
Wieder zeigt sich: Der Verdacht, dass ökonomischer Druck und Konkurrenz den Aufklärungs-Anspruch der Medien untergraben könnten, ist mehr als das Hirngespinst der maßlos übertreibenden „Lügenpresse“-Schreier. Allen ökonomischen Erschwernissen zum Trotz: Nur wenn wir Medien uns der Verantwortung als professionelle Vermittlungsinstanz einer demokratischen Öffentlichkeit konsequent verpflichtet fühlen, werden Misstrauen und Glaubwürdigkeitsverlust zu überwinden sein. Mit der Person des Germanwings-Kopiloten seriös und anständig umzugehen, das hätte nicht mal Geld gekostet.

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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 31 März 2015 - 19:25

Mein ganzes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer dieses Absturzes. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Allerdings mache ich einen großen Bogen um die Berichterstattung rund um dieses tragische Ereignis. 

Demnächst wird die Blöd auch noch die Katze des Copiloten befragen oder so ähnlich....unfassbar dieser Journalismus....daher danke Fleur, fürs Einstellen.


Glaube denen, die die Wahrheit suchen, zweifle an jenen, die die Wahrheit gefunden - zu haben scheinen. (abgeändertes Zitat von Gide)
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 31 März 2015 - 19:35

Es ist zum Weinen... Jetzt will die BILD ein Video (!) von den letzten Minuten des Absturzes entdeckt haben, das angeblich einer der Passagiere gemacht haben soll...

Wie sagte einer: Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen will...

Seit TAGEN, bergen Suchmannschaften auf diesem steilen Berg Opfer und suchen verzweifelt nach dem zweiten Flugschreiber... und der BILD fällt natürlich rein zufällig das Handy eines der Opfer in die Hände. Ja klar...
Haben die ihre Reporter an den hermetisch abgeschirmten Berg geschickt, der nur mit Helikoptern zugänglich ist?
Sollte es dieses Video tatsächlich geben, dann gehört es in die Hände der Ermittler. Wie konnte sowas nach außen dringen??


Am liebsten möchte man diesen Reportern ihre beknackten Zeitungen über den Schädel ziehen, echt!


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Mi 1 Apr 2015 - 23:22

Tova 

danke fleurchen..
für die einstellung des artikels von stephan hebel..
war mir echt durchgegangen..
ich habe ihn mal sonntags im presseclub gesehen, gehört..

für mich ist er einer, der immer versucht, seriösen journalismus zu vertreten..

was völlig anderes..
ich wünsche euch allen hier ganz frohe, entspannte ostertage!

Fleur


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Do 2 Apr 2015 - 9:35

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
danke fleurchen..
für die einstellung des artikels von stephan hebel..
war mir echt durchgegangen..
ich habe ihn mal sonntags im presseclub gesehen, gehört..

für mich ist er einer, der immer versucht, seriösen journalismus zu vertreten..

Interessant! Danke Dir! Herz Ich kannte ihn vorher nicht und wir haben die Artikel hier auch archiviert, um die Namen der Journalisten im Gedächtnis zu behalten. Finde ich gut, dass es unter ihnen noch welche gibt, die kritisch und seriös sind!

Übrigens kursieren zur Zeit Meldungen auf FB, dass einige Zeitschriftenhändler sich entschlossen haben, die BILD nicht mehr zu verkaufen, was ich sehr gut und unterstützenswert finde! Ich kopiere es mal hier rein:


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Fr 3 Apr 2015 - 23:44

Schon längst müsste man alle  Zeitungen von dieser Sorte in die Tonne kloppen.  Wer braucht kranke Fantasien  i-welcher kranken Möchtegern-Journalisten?
Beschämend, dass solche Zeitungen noch am meisten verkauft werden.
Sagt einiges aus.

 - Wisst ihr,  wie sich das Klopapier  von der "Yellow press" unterscheidet?
   Genau. In der "yellow press" ist der Sh*t schon von vornherein drin.
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Ist es nicht sonderbar, dass es Gott (ihm oder ihr) nichts ausmacht, sich in allen Religionen der Welt zu erkennen zu geben, während die Menschen sich immer noch daran klammern, nur ihr Weg (*Religion) sei der richtige?
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Fr 3 Apr 2015 - 23:55

Ihr habt Recht!

Es gibt jetzt ein Update: Man hat den zweiten Flugschreiber gefunden und die Auswertung bestätigt, dass der Co-Pilot das Flugzeug absichtlich gegen den Berg geflogen hat.
Ich denke, damit ist wirklich jeder Zweifel ausgeräumt...

Was das angebliche Handyvideo angeht, das die Bild angeblich gesehen haben will: Die Staatsanwalt hat gesagt, solch ein Video wurde bislang nicht gefunden, alle Handys sind schwer beschädigt und es wird eine ganze Weile dauern, die Speicherkarten auszulesen. Der frz. Staatsanwalt stellte die Frage in den Raum, wie es wohl sein könnte, dass Boulevardblätter "zufällig" das einzig intakte Handy in dem hermetisch abgeriegelten Trümmerfeld gefunden haben wollen...

Ich finde es so unglaublich geschmacklos und pietätlos von diesen K*ck-Zeitungen, dass sie sich in so einer Situation noch solche Geschichten ausdenken. Als ginge es den Angehörigen nicht schon schlecht genug!


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Mo 6 Apr 2015 - 15:12

Sehr interessant und wohlüberlegt, der Artikel in der ZEIT über die Rolle der Medien beim Germanwings Absturz
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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Sa 11 Apr 2015 - 22:41

Tova 

danke  fleurchen,
für die gute nachricht..dass es widerstand gegen diese unglaublich ..blöd blut zeitung...gibt..
(und ..stephan hebel ist für mich einer der 'besten' reporter von der frankfurter rundschau..)

zoey, remember:
..
und ich bin hin und hergerissen..
ich möchte niemanden, der an einer depression erkrankt ist, abstempeln..
ich hab mich vorwiegend in den piloten-foren umgesehen..
dort wird sehr besonnen über diesen besonderen vorfall diskutiert..

ich bin mir sehr unsicher, ob die lufthansa ihm ein berufsverbot hätte aussprechen sollen..
darum gehts doch eigentlich..auch wenn es niemand öffentlich ausspricht..

drückel#
Fleur


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   So 12 Apr 2015 - 0:17

Zitat :
ich bin mir sehr unsicher, ob die lufthansa ihm ein berufsverbot hätte aussprechen sollen..
darum gehts doch eigentlich..auch wenn es niemand öffentlich ausspricht..

Ich glaube nicht, dass Depressionen alleine die Ursache für diesen Amokflug waren. Depressionen treiben einen Menschen normalerweise nicht dazu, andere Menschen mit in den Tod zu reißen, zumal ihm völlig Fremde.
Ein schwerst depressiver Mensch kann suizidal werden und sich tatsächlich selbst das Leben nehmen - aber wenn jemand andere Menschen mit umbringt, dann müssen andere psychische Krankheiten im Spiel sein. Ich will hier nicht herum ananlyisieren, weil ich Ferndiagnosen nicht sinnvoll finde. Aber sicher ist, dass A.L. wohl psychisch krank war und an mehr gelitten haben muss, als an Depressionen.
Ob so etwas erkennbar wäre, durch erfahrene Psychiater? Keine Ahnung. Ich denke, so etwas kann man auch verstecken, vertuschen.


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Mo 13 Apr 2015 - 20:47

Es ist bekannt, dass verschiedene Medikamente gegen Depressionen unter anderem eine schreckliche Nebenwirkung haben, nämlich Selbstmord.(steht im Beipackzettel)
Es wurde schon oft vermutet, dass die vielen Amokläufer der letzten Jahre Medikamente nahmen die auf die Psyche wirken. Unter anderem auch Ritalin.

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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Mo 13 Apr 2015 - 21:46

Das mit Ritalin habe ich nun schon öfter gehört.
Die (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin sind noch kaum erforscht, das Medikament hat aber dieselben chemischen Bausteine wie Kokain, ganz ohne ist das Zeug also sicher nicht.
Ob ein Zusammenhang zu psychischen Krankheiten und sogar Amokläufen besteht, kann ich nicht beurteilen, aber denkbar ist es auf jeden Fall.
Psycho-Medikamente sind auf jeden Fall kein Traubenzucker und darum sollte man damit wirklich sehr sorgsam und vorsichtig umgehen.


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BeitragThema: Re: Flugzeugabsturz von Germanwings (Barcelona - Düsseldorf)   Di 14 Apr 2015 - 22:39

Tova 

liebe zoey,

du hast völlig recht...alles ferndiagnose..

und, um deine letzte frage oder eher dein statement zu beantworten:

ich denke, natürlich kann jeder seine absichten verstecken..
man, also psychiater, psychologe , arzt müsste einen menschen schon länger kennen..um sein verhalten beurteilen oder grob einschätzen zu können..

allerdings so eine katastrophe vorhersehen zu können...
nein, ich denke, das geht nicht..

ok., hab mir durch zoeys beitrag grad selber wieder ein paar fragen beantwortet..

ich liebe dieses forum...
I LOVE you


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