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 EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))

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Arnaud

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BeitragThema: EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))   Di 15 Mai 2018 - 21:04

Exklusiv - Übersetzung Seite 34 – "Call Hector" (Black & White, frz. Ausgabe, Nummer 32):

Das lange Warten, der ganze Druck, führten dazu, dass Hector einen Zusammenbruch erlitt. Seit der letzten Black & White – Ausgabe wurde Hector von Monat zu Monat immer wahnsinniger. Ohne seine Rubrik war er nur noch ein Schatten seiner selbst, verlor den Verstand (verlor? ;) Anm. des Übersetzers), das führte sogar dazu, dass er seine Sammlung vernachlässigte. Im Einvernehmen mit seinen Eltern (was für Versager ;) Anm. des Übersetzers), beschlossen wir, ihn in ein psychiatrisches Krankenhaus einweisen zu lassen, in der Hoffnung, dass sein Geisteszustand sich eines Tages wird verbessern können. Der Psychiater, der seinen Fall betreut, hat uns stets Neuigkeiten zugeschickt. Hier sind sie...


9. Januar 2001, 10:50 Uhr.

Der Patient Hector kam am frühen Morgen an. Bereits nach einer kurzen Untersuchung konnte ich einen offensichtlichen Rückfall in einen kindlichen Zustand feststellen. Neben all seinen zusammenhanglosen Äußerungen, ließ mein Patient nicht davon ab, seinen Wunsch zu äußern, seine 6 Michael Jackson – Puppen wiederzusehen, die 1984 erschienen sind. Er scheint für sie tiefste Zuneigung zu empfinden. Die Kostüme dieser Puppen sind, laut seinen Angaben, die genauen Nachbildungen jener, die der sogenannte King Of Pop getragen hat, es handelt sich um folgende Exemplare: Billie Jean, Human Nature, Thriller, American Music Awards, Grammy Awards, Motown, und Beat It. Hector beendete seinen Verfolgungswahn mit diesen Worten: „Mama, ich will meine Puppen, sie sind megaselten!!!“ Es scheint sich bei ihm um einen außergewöhnlich schlimmen Fall zu handeln...

15. Februar, 14:32 Uhr.

Hectors Zustand beunruhigt mich immer mehr. Mein Patient ist nunmehr für ernste Halluzinationen anfällig. In einer davon befand er sich in Japan, im Dezember 1988, während des zweiten Teils der Bad Tour. Hector erinnerte sich, dort einen besonderen Collector gefunden zu haben: Eine Silbermünze, die hergestellt worden war, um Michaels Ankunft feierlich zu begehen. Hector behauptet, dass auf der Rückseite dieses 15 Gramm – Stücks die Unterschrift des Sängers eingraviert ist.

2. April 2001, 22:44 Uhr.

Wie jeden Abend, schauten die meisten Patienten Fernsehen. Es lief ein Film, der im Koreakrieg spielte. Schon bei den ersten Szenen bekam Hector eine schlimme Wahnsinnskrise, und gab unzusammenhängende Äußerungen von sich: „Gebt mir mein koreanisches „Blood On The Dance Floor“ – Album zurück! Es ist einzigartig! Die haben Morphine nicht drauf gemacht, die kleinen Drecksäcke! Tse. Sie haben Morphine zensiert, weil es da um Drogen geht. Sie haben nur 12 Songs auf die Pressung genommen, statt 13! Mir egal, ein Collector mehr! Tse. Es lebe Korea, sag ich!!!“ Ich musste dem Patient ein Beruhigungsmittel verabreichen, als er damit anfing, die koreanische Hymne zu singen, während er einen Kopfstand machte, mit heruntergelassener Hose. Derzeit schläft Hector tief und fest.
(Na ja, fast langweilig dieser Collector... Zumal er im Grunde bereits mehrfach davor, in früheren Black & Whites, erwähnt worden war, u.a. bei „Herr Ichweißalles“... etwas schwach, dafür, dass „Call Hector“ sich meist dadurch auszeichnete, wirklich superseltene, oftmals bis dahin gar in deren Existenz unbekannte Sammlerstücke zu zeigen, Anm. des Übersetzers)

25. Juli 2001, 16:45 Uhr.

Bis dahin zeigte Hector klare Fortschritte, sein Geisteszustand besserte sich. Doch heute änderte sich alles auf einen Schlag wieder, als der Geburtstag von einem der Patienten gefeiert wurde. Nachdem sie ein Stück Kuchen gegessen hatten, wurden einige Konfettis ins Zimmer geworfen. Hector schnappte sich welche davon, und begann, sie intensiv anzustarren, mit einem voller Wahn erfüllten Blick: „Dieses hier ist schön. Erinnert mich an die, die ich am Ende von einem der HIStory – Konzerte aufgesammelt habe. Wenn Michael HIStory sang, wurden rechteckige Konfettis in die Luft geschleudert. Das waren Collectors. Ich hatte einen ganzen Haufen davon für meine Sammlung mitgenommen, es war aber nicht bei irgendeinem Konzert... Ihr haltet mich wohl für einen Scherzkeks? Ich hatte welche beim letzten Konzert der Tournee mitgenommen, nämlich in Durban, in Südafrika! Die Elefanten dort waren schön...“ Daraufhin begann Hector, den Schrei eines Elefanten nachzuahmen, während er auf dem Boden die Konfettis aufsammelte, um sie in seine Tasche zu stecken... Ich glaube, eine Zwangsjacke wird für ihn unerlässlich.

29. Oktober 2001, 15:00 Uhr.

An diesem Morgen erzählte mir Hector von dem Traum, den er letzte Nacht hatte. „Ich war in Südkorea [Vermerk: Diese Besessenheit von Korea wird immer beunruhigender] und sah dort einen wunderbaren Collector vor mir, als wäre er vom Himmel gefallen. Tse, eine schöne Promo-Box vom Invincible – Album. Darin fand man das Album, ebenso wie eine VCD mit Michaels größten Videos drauf (u. a. auch Unbreakable, aber wieder in Form von einem Zusammenschnitt bekannter Clips, à la One More Chance, aber immerhin existiert somit ein offizieller Clip davon, wobei Platten aus Korea, usw. man schon fast als Bootlegs bezeichnen kann, Anm. des Übersetzers), mit vier kleinen Photos der farbigen Ausgaben von „Invincible“ auf dem Cover. Was meinen Sie, Doktor, glauben Sie, dass ein solches Wunder wahr sein kann?“
(Hmm, auch dieser Collector ist der Rubrik „Call Hector“ eigentlich nicht würdig... dieses Teil kursierte bereits  lange bevor diese Ausgabe erschien zur Genüge beim in der Tributausgabe in „Call Hector“ madig gemachten ebay... dürfte auch heute noch ohne größere Komplikationen zu kriegen sein... Insofern im Vergleich zu anderen „Call Hector“ – Ausgaben, wo häufig Teile gezeigt wurden, über die man noch heute staunen kann, eine eher dürftige Wahl... Interessanter wäre an dieser Stelle z.B. ein Collector gewesen wie etwa die Speechless Promo CD, deren Existenz lange Jahre nicht bekannt war, zum damaligen Zeitpunkt vermutlich auch der Black & White nicht, und, welch Zufall, sie stammt ebenso aus... Korea... lach ;) http://www.discogs.com/viewimages?release=1425530 Anm. des Übersetzers)  

30. Oktober 2001, 0:04 Uhr.

Wir sind in Panik: Der Patient Hector ist ausgebrochen, ließ einen schlichten Brief zurück, in dem geschrieben steht: „Ciao, Ihr Würmerhaufen, ich hau' ab. Die Bürschchen von der Black & White brauchen mich wohl grad. Die wollten mir wohl einen fiesen Streich spielen, nech... Die werden schon sehen, was sie davon haben. Ich und verrückt? Tse... Ich war noch nie so klar... Macht Euch bereit, Freunde, Ihr werdet was erleben. Gezeichnet: Hector, der maskierte Koreaner.“
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Arnaud

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BeitragThema: Re: EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))   Di 15 Mai 2018 - 22:25

Exklusiv - Übersetzung Seiten 12-13 (Black & White, französische Ausgabe, Nummer 32, erschienen Ende 2001, jedoch nicht mehr auf Deutsch / in Deutschland):

Prolog vom Übersetzer:

Ja, Invincible... Ein ganzes Buch könnte man darüber schreiben... Das wohl umstrittenste Jackson-Album überhaupt... Ist es wirklich so umstritten? Im Grunde wird es doch von 90% aller Leute (inkl. der Fans) gehasst, ja es ist im Grunde das Opfer schlechthin... Während Alben wie Off The Wall oder Dangerous quasi unter Naturschutz stehende Heiligtümer sind, scheint es selbstverständlich, dass Invincible nahezu immer den A... hinhalten muss... Taucht aber doch wider Erwarten mal ein Fan auf, der sich vorsichtig, erkennbar wenig selbstbewusst „Ich mag Invincible“ zu formulieren traut, so klingt es meist dermaßen voller Furcht, ja impliziert meist quasi schon eine Art Entschuldigung, Rechtfertigung oder so was... fast schon wie „Ich habe Krebs“ oder Aids, „bitte tut mir nichts“... Häufig läuft man Gefahr, sofort von 10 Hatern umzingelt zu werden, die einen quasi umgehend verbal / virtuell verdreschen werden, was einem doch einfiele, dieses Album zu mögen, und man würde doch überhaupt nichts von Musik verstehen...
Wenn heute so viele Leute Invincible hassen, wie kann man jenen denn nur abhelfen? Wäre es besser gewesen, die Platte wäre nie erschienen, und Michael hätte nach BOTDF nichts mehr veröffentlicht? Für diese Leute wahrscheinlich ja...
Interessant wäre aber zu wissen, wie viel etwa Thriller verkauft hätte, wäre die Promo davon Ende 1982 nach 2 Singles abgebrochen worden, wie viel Bad verkauft hätte, hätte man Ende 1987 nach der Single Bad aufgehört.... oder Dangerous, hätte man im Frühjahr 1992 nach Remember The Time abgebrochen? So werden die Dinge auf einmal schon ein wenig klarer...
Als Mitte 2001 erste handfeste Informationen bzgl. des Albums sowie Leaks im Internet auftauchten, war eine einmalige, kollektive Begeisterung zu spüren, alle liebten Invincible, eine Jackson-Mania sondergleichen setzte wieder ein... Ja selbst die Bild-Zeitung schrieb, es sei „in“, Michael Jacksons „You Rock My World“ zu hören... Phänomenal war ebenso, wie das Album in den USA einschlug, das war eine richtige Sensation... Nachdem Michael sich in den 90ern zunehmend schwer mit seiner Musik dort durchsetzen konnte, bereits mit Dangerous erste Schwierigkeiten hatte, HIStory dann doch eindeutig zu kranken begann, und von Blood On The Dance Floor dort chartsmäßig wenige Notiz nahmen...
Zum Cover... In der Tat schlicht, aber keineswegs ganz unbeeindruckend, wie ich finde... Vergleichen wir doch mal mit Michaels früheren Alben... Was ist mit Off The Wall? Der Michael drauf mag einem gefallen oder nicht, aber so bisschen wirkt es, wie ein spontaner, nicht so ganz gelungener Schnappschuss… Thriller? Der Anblick erzeugt beim Betrachter durchaus Respekt, finde ich. Bad? Mag ich persönlich sehr, andererseits könnte man auch meinen, das Photo karikiert Michael. Dangerous? Sicherlich schön, viele haben auch x-mal versucht es zu interpretieren, aber so richtig Aufschlussreiches kam dabei auch nicht heraus... Nettes Fantasy – Gemälde, mehr nicht. Und so richtig klar wurde es auch nie, was Michaels starrer Blick eigentlich bezwecken soll... HIStory / Blood On The Dance Floor? Zweifellos Größenwahn pur… Wie sollte man denn nun Unbesiegbarkeit darstellen, optisch umsetzen? Sollten das nicht quasi bereits zuvor HIStory / Blood? Ich finde Michaels Gesichtsausdruck auf dem Invincible – Cover gar nicht mal so uninteressant... Er mag zunächst leer wirken. Wann ist man denn nun wirklich unbesiegbar, wenn man sich als Statue abbilden lässt wie auf HIStory und dabei möglicherweise unfreiwillig komisch wirken kann, oder etwa, wenn man jemanden scheinbar ausdruckslos, fragend, fixierend ansieht, mustert, und sich sein Zeug denkt? ;) Dieser Blick ist womöglich gar nicht so leer, wie er zunächst scheint... Persönlich habe ich kein größeres Problem mit diesem Cover. Das Booklet von Invincible ist eher schlicht gehalten, fast wie Bad... Alle Songtexte, und in der Mitte einige aktuelle, schöne Photos von Michael. Was will man mehr.
Wann fing die ganze Invincible – Geschichte / Ära an? 1997? 1998? Während ich 1997 aus mir selber nicht ganz eindeutig schlüssigen Gründen so eine Art Vorahnung hatte, dass wir, die Fans ein Jahr wie 1997 noch mal sehr vermissen würden bzw. mit Wehmut daran zurückdenken würden, hätte ich nicht gedacht, dass dies ähnlich sein würde, was das Jahr 2001 anbelangt... Doch ja, ich vermisse die Zeit. Es gab so was wie im Jahr 2001 nie mehr wieder. Es gab tatsächlich ein neues Album von Michael, wirklich NEU, und alle Tracks darauf waren auch NEU, nicht wie heute... wo 3/4 des Inhalts uraltes Zeug ist, und man gnädigerweise paar neue / unveröffentlichte Tracks herausgibt...
Bereits Ende 1997, sowie im Verlauf des Jahres 1998 munkelte man hier und da von einem neuen Michael Jackson – Album... Wer ein wenig Gespür für Michael Jacksons Werke, sein Schaffen usw. hatte, wusste, dass das in dieser Zeit ungelegte Eier waren. Im Jahre 1998 herrschte, was Michael Jackson angeht, ziemliche Totenstille. Auch die Black & Whites aus dieser Zeit sind eher langweilig, man merkte, dass die materialmangelbedingt bisschen Probleme hatten, das Magazin zu füllen, weil es nicht wirklich was zu berichten gab... Mit Berichten über Michaels Geschäfte, Tonträger der Zukunft usw. füllten sie ihre Seiten dann doch noch irgendwie... ;)
1999 war es schon ein wenig anders... Die ersten Meldungen über ein neues MJ-Album wurden konkreter, auch gab Michael eine Art Mini-Comeback... tauchte ein zweites Mal bei Wetten Dass auf, und kündigte 2 Sonderkonzerte an... 2 Jahre nach der HIStory – Tour stand Michael Jackson im Sommer 1999 dann doch tatsächlich wieder auf der Bühne, wenn auch nur 2 mal für jeweils ca. 30 Minuten... Nicht gerade eine lange Zeit, angesichts dessen, dass die Tickets 125,00 DM kosteten, damals eine horrende Summe für ein Konzert-Ticket... Zumal es unschöne Gerüchte gab, dass lediglich 25 von diesen 125 Mark direkt an wohltätige Zwecke gehen würden, und was mit dem restlichen Geld passieren würde, war nicht so ganz klar bzw. nachvollziehbar...
Obwohl es mehrere technische Pannen gab (bei beiden Shows, die größere ereignete sich wohl beim Münchener Konzert, als ein Teil der Bühnenkonstruktion, nämlich eine aufgebaute Brücke inmitten von Earth Song quasi fast im freien Fall herunterstürzte...), lieferte Michael letztlich einigermaßen ordentliche Shows ab, und zeigte den Fans endlich die nie zuvor gesehene Dangerous – Choreographie, die Ende 1995 für HBO konzipiert worden war....
Nach diesen beiden Shows waren die meisten überzeugter denn je, dass Michael es immer noch und weiterhin „drauf“ hatte, niemand hatte Zweifel daran, dass er diese Fähigkeiten auch in ein neues Album einfließen lassen würde. Die Vorfreude wurde immer größer, die Erwartungen ebenso, und niemand befürchtete, dass diese nicht erfüllt werden könnten.
So ab Ende 1999 rechnete man immer mehr mit einem baldigen Erscheinen des Albums. Vom Feeling her, auch angesichts der gerade stattgefundenen MJ & friends – Konzerte, hätte 1999 durchaus das Jahr für ein neues MJ – Album sein können.
Man weiß, dass die Platte bereits 1999 veröffentlichungsreif war, jedenfalls hatte Michael zu dem Zeitpunkt genug fertige Songs, um ein Album damit zu füllen. Wenn er sie letztlich nicht freigab, dann wohl u.a. deswegen, weil er sich nicht schon wieder die Strapazen, die ein Album-Release sowie eine erwartete Tour mit sich bringen würden, antun wollte. HIStory gab ihm wohl den Rest. Und seine Kinder, seine neue Rolle als Vater waren ihm jetzt wichtiger.
Überraschend, ja verunsichernd für viele Fans war es dennoch, erschien doch gewöhnlich ein bis anderthalb Jahre nach Beendigung einer Album-Promo dann meist ein neues Album... Zumal Blood On The Dance Floor, das zu dem Zeitpunkt vor 2 Jahren erschienen war, ja kein richtiges neues Album war, und HIStory ja auch schon immerhin über 4 Jahre alt war...
So rechneten nun alle mit dem Jahr 2000... Michaels Auftritt in Monaco, bei den World Music Awards im Mai 2000 schraubte die Erwartungen noch höher, sein Satz „You ain’t seen nothin’ yet!“ kam derart scharf geschliffen rüber, kaum jemand hatte noch Zweifel daran, dass ein neues Album wie gewohnt einschlagen würde, und mit Michael Jackson es noch lange nicht vorbei sein würde... „You ain’t seen nothin’ yet“, auch wenn der Satz später von einigen enttäuschten Fans oftmals spöttisch gebraucht wurde, so prägte er sich doch ähnlich ein, etwa wie z.B. Schwarzeneggers „I’ll be back“ oder Obamas „Yes we can“...
Etwas unsicher wurden die Dinge, als letztlich auch 2000 nichts aus dem neuen Album wurde... Unzählige anvisierte Veröffentlichungstermine wurden permanent verschoben, allein PlanetJackson meldete bestimmt 20-30 mal, dass das Album nun doch erneut verschoben werde... Kaum jemand vermutete etwaige dahinter steckende Probleme, viel mehr ging man davon aus, dass Michael, angesichts der scheinbar irre langen Produktionszeit, eben ein wie noch nie zuvor perfektes Album abliefern würde.
Letztlich dürften sich in dem Punkt jedoch alle einig sein: die Wartezeit war leider zu lang. Michael Jackson hat nie 4 Jahre an einem Album gearbeitet... Songs geschrieben hat er zwar wohl immer, und im Falle von Invincible mag sein, dass er über Jahre in Studios abhing und dabei eben Millionen verbrannt wurden, aber die faktische Album-Produktion dauerte normalerweise meist kaum länger als ein Jahr...
Auch wartete bis dahin niemand jemals mehr als 1-2 Jahre auf ein neues Album... lediglich die Abstände zwischen den einzelnen Veröffentlichungen der Alben waren in der Tat groß, doch dazwischen gab es meist eine 2 Jahre lange Promotion, Tour, usw.
Insofern gab es wohl Komplikationen, erste Unstimmigkeiten mit Sony, weiterhin Michaels geänderte Prioritäten... Dennoch fühlte man sich ein wenig hingehalten, schließlich hatte Michael ja kein Karriereende verkündet, und die Fans mit dem Satz „You ain’t seen nothin’ yet“ doch ziemlich heiß gemacht, auch mit Andeutungen, dass dieses wohl womöglich sein letztes Album sein würde, und gleichzeitig Bestes. Leider sollte er Recht behalten...
Mitte 2001 wurden die Dinge jedoch konkreter, alles nahm Formen an. Das Album war fertig, die (zumindest vorläufigen) Bänder abgegeben. Erste Songlisten tauchten auf (wenn auch noch nicht endgültige, so existieren Versionen, wo Invincible Track 1 und Unbreakable Track 3 war). Als erste Quelle gab PlanetJackson den Albumtitel bekannt: „Invincible“... Die Spannung war nicht mehr auszuhalten, das gesamte Internet glühte... man spürte eine Art neue michaelmania, jedenfalls innerhalb der Fans... es kam eine Vorfreude auf, wie es so was später nie wieder geben sollte... Allenfalls noch bei Michaels This Is It Ankündigung 2009...
Nach endlosem Warten sollte es wirklich so weit sein: Ein NEUES MICHAEL JACKSON ALBUM! „The waiting is almost over… the waiting is almost over...” entnahm man einer interessant gestalteten Grafik auf michaeljackson.com...
Am 17. August 2001 dann die Bombe... Internet-Zeitalter halt... Dem New Yorker Radiosender KTU wurde auf letztlich nicht ganz vollständig geklärte Weise ein neuer Michael Jackson – Song zugespielt... Rock My World! Binnen Stunden kursierte eine qualitativ eher dürftige Aufnahme im Netz... Ich erinnere mich, dass ich nicht wirklich begeistert war... lag womöglich daran, weil die Nummer nicht unbedingt so futuristisch klang, wie ich es erwartet hätte (etwa wie 1995 Scream), sondern eher zurückentwickelt, eben eher Off The Wall / Thriller – Style... außerdem war die Sound-Qualität des Leaks ziemlich beschissen, klang wie Mono, wie aus einer Box kommend... Die Reaktionen auf Rock My World waren gemischt, viele waren aber durchaus begeistert. Wenige Tage später teilte PlanetJackson mit, dass der Titel von Rock My World nun in You Rock My World umbenannt wird. Wie auch immer man zu dem Song steht / stand, es war herrlich, endlich wieder eine neue, durchaus passable Nummer von Michael Jackson zu hören. Hatte man doch irgendwann genug von dem Vorgänger-Album, das man millionenfach rauf und runter gehört hatte...
Die Spannung wuchs immer weiter... Täglich, teilweise stündlich gab es neue News, jeder Fan versuchte mehrmals täglich ins Internet zu gehen, man hatte Angst, was verpassen zu können, wenn man mal 3 Stunden nicht online war... Zumal DSL in der Zeit noch in den Kinderschuhen steckte, auch Flatrates waren keineswegs selbstverständlich... T-Online hatte damals ihre Flatrate sogar abgeschafft... Man musste sich über Modem einwählen, schaute immer wieder auf die Uhr, damit die Internetkosten nicht explodierten; sobald man das Gefühl hatte, alle News abgegrast zu haben, ging man brav wieder offline... Das war nicht wie heute, wo man auch schon mal den Rechner unnütz den ganzen Tag online lassen kann, und es niemanden interessiert... ;)
Songlisten mit 15 (noch ohne Whatever Happens, das erst später doch noch aufs Album kam, ähnlich wie You Are My Life) statt der letztendlichen 16 Songs waren in Umlauf, inklusive Shout... Paar Wochen zuvor (muss ca. 1 Monat gewesen sein, oder waren’s 2 Wochen? Weiß ich nicht mehr genau), wurden die Fans mit Neuauflagen von Michaels alten Alben versorgt... Wunderbare Teile mit ganz neuen Aufmachungen, neuen Covern, neuen Booklets und CD-Designs, und Bonusmaterial... So was war längst überfällig gewesen... Eine Enttäuschung war jedoch Dangerous, da aus der geplanten Doppel-CD letztlich nichts wurde, und die Special Edition letztlich ohne jegliches Zusatzmaterial erschien... Auch war es bedauerlich, dass man Interviews mit Quincy Jones oder Rod Temperton als Audio-Tracks (!) auf die CDs presste. In Druckform im Booklet wäre es sinnvoller gewesen, und stattdessen den Platz für weitere unbekannte Songs verwenden... (Letztlich wurde so verfahren, um die Leute nicht zu sehr mit zuviel neuen Songs auf einmal zu verwirren, angeblich wollte man in erster Linie Invincible verkaufen, nicht die Special Editions... mehr dazu in dem Sondertext, wo ich u.a. Infos aus den restlichen Artikeln der frz. Black & White Nr. 32 zusammenfassen werde).
Zum ersten Mal erschien ein Michael Jackson – Album in einer Zeit, wo das Internet zwar noch nicht ganz so selbstverständlich war wie heute, aber durchaus bereits etabliert war.
Das erste Mal sollten wir erleben, was das für ein MJ-Album bedeuten würde... Stichwort Leaks... (Einzelne Songs gab Sony zudem auf michaeljackson.com als Gratis-Download frei, etwa YRMW oder Cry! Muss man wohl nicht verstehen...) Täglich tauchte ein neuer Song von Invincible im Internet auf... Unzählige Fans schworen Eide, es sich nicht anhören zu wollen, sondern sie würden abwarten wollen, bis sie die CD, die am 29. Oktober 2001 erschien, in den Händen halten würden... An sich eine wohl löbliche Einstellung, persönlich habe ich es jedoch nie so ganz begriffen... Ich ging stets so vor, dass ich mir einen Song sofort anhörte, sobald er irgendwie irgendwo greifbar war! :)
Letztlich war es bei Invincible so, dass bereits 2 Wochen vor der offiziellen Veröffentlichung das komplette Album geleakt war... Auch ich hatte entsprechend meine gebrannte Version davon... Kaufte mir aber am Erscheinungstag selbstverständlich das Album auch im Laden (ja sogar in allen 5 Farben, fand das aber dann doch wieder albern, und verkaufte die bunten vier paar Wochen später wieder, und behielt nur die normale, silberne), ein schöneres Gefühl gab es kaum, als sich gezielt auf den Weg in die Stadt zu machen, und entschlossen und stolz seine Michael Jackson CD auf die Ladentheke zu legen, je dämlicher der Blick des Verkäufers, umso besser... haha. („Tja Herr Verkäufer, das geht eben in Dein dämliches Erbsengehirnchen nicht rein, ne? Völlig pervers und geisteskrank, eine Michael Jackson CD zu kaufen, richtig?“ Vor allem, als er noch lebendig war... Der arme Mann musste erst sterben, damit es keine Schande mehr war, Jackson-Platten zu kaufen, zudem nunmehr wohl auch eher aus Mitleid als aus Überzeugung... So funktioniert diese Welt offenbar...)
Lediglich Shout sickerte noch nicht durch, wenn ich mich recht erinnere wirklich erst wenige Tage, bevor die Cry Maxi erschien...
Die Reaktionen der Fans, die sich die Leaks ebenso sofort anhörten, waren irre... Alle waren verrückt nach den Songs... Heartbreaker, Cry... Alle waren im 7. Himmel... Auch ich war überwältigt von Cry, Heartbreaker war fantastisch, die Bridge phänomenal... Während ich von Tracks wie diesen begeistert war, erinnere ich mich noch sehr genau, dass ich von Speechless so berührt war, dass ich begann zu weinen... Songs wie Speechless oder 2000 Watts machten sofort süchtig...


OK kommen wir zum besagten Black & White Artikel... les secrets d’Invincible... on y va! Ça commence, bande de nazes! ;) Everybody shut up! ;) :)



Die Geheimnisse von

Invincible

Mehr als drei Jahre Arbeit (aber wohl ebenso Unentschlossenheit, und die Dinge laufen / schleifen lassen, Anm. des Übersetzers), Dutzende aufgenommene Songs, Millionen investierte Dollar, die Produktion von „Invincible“ war wirklich pharaonisch, und der größten Produktionen Hollywoods würdig. Heute verrät Euch Black & White die Hintergründe dieses Ausnahmealbums.


UNBREAKABLE

Ursprünglich war Unbreakable als erste Singleauskopplung von Invincible vorgesehen. Michael hatte dies entschieden, weil er der Ansicht war, dass der Song der stärkste auf seinem Album war. Es war auch sein bevorzugter schneller Song. Wie in 2 Bad oder This Time Around, schildert sich Michael in Unbreakable als einen Überlebenden, der sich nicht kaputtmachen lässt. Allen Prüfungen, die er durchmachen musste, zum Trotz, ist er immer noch da.
Der Rap von Notorious B.I.G., den man in diesem Stück hören kann, stammt von dem Song Still Can’t Stop The Reign von Shaquille O’Neil, der 1996 erschienen ist. Was Notorious B.I.G. anbetrifft, so wurde er 1997 ermordet.
Gegen Ende von Unbreakable hört man ebenso die Stimme von Brandy in den Background-Chören.
Unbreakable wird die nächste Singleauskopplung des Albums sein. Deren Erscheinen ist für Anfang 2002 vorgesehen.
(Hmm, also die Nummer mag gut und stark sein, aber wirklich so stark, auch gemäß Michael? Ein Erfolgsgarant wie etwa Dirty Diana oder They Don’t Care About Us ist sie meiner Einschätzung nach nicht so ganz. Auch bezweifle ich, dass die Dinge für Invincible so gänzlich anders gelaufen wären, wenn man Unbreakable statt YRMW als erste Single genommen hätte, wenn aber die restlichen unglücklichen Umstände ebenso vorhanden gewesen wären... So ganz über Leben und Tod entschied eine erste Single von einem MJ-Album wohl nie wirklich... Weder The Girl Is Mine, noch IJCSLY, noch Scream etc. sind die Höhepunkte schlechthin der jeweiligen Alben. Persönlich finde ich Unbreakable stärker und eingängiger als Scream, der Beat aber wiederum ziemlich nervtötend, aber dass Unbreakable als erste Singleauskopplung, bei gleichzeitigem Beibehalten der restlichen Umstände, für eine 180-Grad-Drehung der Entwicklung gesorgt hätte, bezweifle ich. Gerüchten zufolge plante Michael einen Clip, der, Zitat – „die Welt schocken wird“... Wurde letzten Endes nie was draus, auch glaube ich kaum, dass überhaupt irgendwas in der Hinsicht unternommen wurde, es blieb wohl bei Plänen. Anm. des Übersetzers)

HEARTBREAKER

Wie in Dangerous oder Blood On The Dance Floor greift Michael bei diesem Titel eines seiner Fetischthemen auf, nämlich das von der gefährlichen und manipulativen Frau. Der Rap wird von Fats beigesteuert, sein richtiger Name lautet Norman Gregg, ein junger Rapper, eine Entdeckung von Rodney Jerkins. Michael suchte tatsächlich nach einem unbekannten Rapper.
Frat dürfte demnächst sein erstes Soloalbum beim Darkchild-Label herausbringen.  
(Die Bridge in Heartbreaker finde ich phänomenal, Anm. des Übersetzers)


INVINCIBLE

Von all den Songs, die er mit Michael produziert hat, ist Invincible derjenige, dessen Aufnahme Rodney Jerkins am meisten Vergnügen bereitet hat. Es war tatsächlich Michaels stimmliche Darbietung, die ihn besonders beeindruckt hat, vor allem die unglaublich hohen Töne, die er im Verlauf des Songs getroffen hat. Diese stimmliche Darbietung erinnert an einige Songs von „Off The Wall“; das war genau Rodney Jerkins Ziel. (Trifft diese Beschreibung nicht eher auf Unbreakable zu, als auf Invincible?? Anm. des Übersetzers)
Obwohl wirkungsvoll, ist der Text von Invincible nicht originell. Er beschreibt die unmögliche Liebe eines Jungen zu einem Mädchen, das sich nicht erobern lässt. (Persönlich finde ich Invincible fantastisch, die beste Nummer der Gruppe Unbreakable/Heartbreaker/Invincible, denen häufig unterstellt wird, sie würden sich ja so sehr ähneln... Anm. des Übersetzers)


BREAK OF DAWN

Break Of Dawn gehört zu den Songs, an denen Michael am härtesten gearbeitet hat. Insbesondere seine stimmliche Darbietung hat ihm viel Anstrengung abverlangt.
Das Stück wurde von Dr Freeze produziert, der große Erfolge Anfang der 90er Jahre produziert hatte, darunter das berühmte I Wanna Sex You Up für die Gruppe Color Me Badd, sowie Poison für die Rapper von Bell Biv DeVoe.
Michaels Gesang in diesem Titel erinnert gewissermaßen an Sexual Healing von Marvin Gaye, ebenso an The Lady In My Life. Übrigens wurde ein kleiner Auszug der Melodie von Break Of Dawn bei dem Song Quiet Storm von Smokey Robinson geliehen.
Der Text von Break Of Dawn ist für Michael Jackson gewagt. In diesem Stück spricht er vom Liebe machen bis zum „Tagesanbruch“ („break of dawn“). Das ist das erste Mal, dass Michael in einem Song von „Liebe machen“ in einem Song spricht.


HEAVEN CAN WAIT

Ursprünglich war dieser Titel für das erste Solo-Album von Teddy Riley vorgesehen, mit dem Titel „Black Rock“, das nächstes Jahr erscheint. Michael gefiel der Song sofort sehr, und er fragte Teddy, ob er ihn für sein eigenes Album benutzen könne. Michael fand nämlich, dass Heaven Can Wait auf demselben Level war wie Butterflies, das Teddys Lieblingsstück auf „Invincible“ ist. Wohlgemerkt behandelt Michael mit diesem Song eines der seltenen Male das Thema Tod. Er singt, dass er es vorziehen würde, auf der Erde zu bleiben, und bei derjenigen zu bleiben, die er liebt, anstatt den Engeln in den Himmel zu folgen, selbst wenn es ihn seinen Platz im Paradies kosten sollte.


YOU ROCK MY WORLD

Dieser Song wurde fast vollständig im Jahre 1999 aufgenommen, als Michael und Rodney Jerkins gerade mit Ihrer Zusammenarbeit begannen. Rodney legte vollen Wert darauf, einen Song zu machen, der an den Stil von „Off The Wall“ sowie „Thriller“ erinnert.
Das Intro von You Rock My World wurde im letzten Moment hinzugefügt. Über Rodney Jerkins lernte Chris Tucker Michael kennen. Dann war Rodney in einem Aufnahmestudio in Miami, dabei, mit Michael dem Album den letzten Schliff zu verpassen. Als Michael und Chris Tucker diesen kleinen Dialog aufgenommen haben, wusste noch niemand, wofür man ihn verwenden würde. Erst später, kurz vor Fertigstellung des Albums, verstanden Michael und Rodney, dass dieser Dialog perfekt zum Thema des Songs passte, und als Intro dienen konnte.
(You Rock My World... zu dem Titel kann man stehen wie man möchte, Fakt ist: Er war trotz aller Umstände ein weltweiter Erfolg. Selbst in den USA, wo es niemals eine kommerziell erhältliche Single von Invincible gab, mauserte er sich auf einen angesichts der Umstände sensationellen 10. Platz in den Billboard Charts... Das Cover der Single... nicht wirklich originell... ausgeschnittenes Auge vom Invincible-Cover... zum Inhalt der Maxi - während man in den 90ern teilweise mit ziemlich miesen Remixes belästigt wurde, und Instrumental- oder Acappella – Versionen, die in den 80ern noch auf stinknormalsten Pressungen gang und gäbe waren, nunmehr jedoch entweder gar nicht existierten oder nur auf seltenen, schwer erhältlichen Promo-Platten zu kriegen waren, freute man sich zwar, dass es nun auf einmal doch quasi eine Maxi-CD im 80er - Stil gab, dennoch fragte man sich gleichzeitig, warum es denn nun überhaupt gar keine Remixes gab? Während in den 90ern nicht einmal davor zurückgeschreckt worden war, selbst Titel wie Earth Song oder You Are Not Alone durch den Remix-Fleischwolf zu schicken, erschien es etwas verwunderlich, dass ein Titel wie You Rock My World, der sich durchaus zum Remixen eignete, nun jedoch mit überhaupt keinerlei Mixes aufwartete... Lediglich ein nicht weiter wichtiger von Jay Z wurde vertrieben, wenn auch lediglich auf Promos... Für die Remix-Interessierten unter Euch: Es gibt einen, wenn auch leider inoffiziellen Remix, der es in sich hat: Der „Tag Team Remix“! https://www.youtube.com/watch?v=RsnDawaAEsw Sensationell, was die daraus gemacht haben... zwar haben sie der Nummer diesen OTW/Thriller-Style, auf den Jerkins offenbar so sehr Wert legte, genommen, jedoch dafür um den Song herum stellenweise derart gelungene Melodie-Sequenzen platziert, dass man „You Rock My World“ quasi als einen komplett neuen Song entdeckt, teilweise balladesk, viel eingängiger als im Original wirkend, absolut hörenswert! :)
Zu You Rock My World könnte man noch so vieles sagen, v.a. zum Clip... da es aber noch einen eigenständigen Artikel dazu bzw. zum Clip geben wird, sparen wir es uns für diesen auf! :) Anm. des Übersetzers)



BUTTERFLIES

Butterflies gehört zu den allerersten Songs, die Michael für das Album aufgenommen hat.
Um den Retro-Aspekt von Butterflies zu betonen, der an einige Titel von „Off The Wall“ erinnert, wie etwa I Can’t Help It, fügten Michael und Andre Harris (Produzent der Soul-Sängerin Jill Scott) dem Song am Anfang Knistergeräusche bei, die an den Klang von Vinylplatten erinnern.
Abgesehen von Butterflies hat Andre Harris ebenso einen weiteren Song mit Michael produziert, der jedoch nicht verwendet wurde.
Butterflies ist ein Liebes-Song. Im Refrain singt Michael „You give me butterflies inside“, ein angelsächsischer Ausdruck, der übersetzt heißt „Ich habe Schmetterlinge im Bauch, wenn ich an Dich denke“.
(Anfang 2002 in den USA wenn auch wieder nur als Airplay, und mal wieder nicht im Handel erhältlich, erschienen, wurde auch dieser Song ein US-Erfolg. Platz 14 in den Billboard-Charts, wenn ich es richtig auswendig weiß. Und zwar bei 0 Promotion, ja Anti-Promotion! Eine Perversion sondergleichen. Falls jemand auf der Suche nach einem guten Mix dieses Songs ist, ähnlich wie bei You Rock My World existiert einer, der den Song - Butterflies in eine ganz andere Richtung lenkt, und erstaunlich gelungen ist: „Outland Club Mix“ !! Der Mix enthält teilweise Partien von Don’t Stop `Til You Get Enough, und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit inoffiziell, jedenfalls sehen die Pressungen, von denen er stammt, ziemlich nach Boots aus... Anm. des Übersetzers)


SPEECHLESS

Michael wurde zu diesem Titel inspiriert, als er zwei Kinder beobachtete, die im Wald spielten. Seine Stimme wurde mit einem Mikrophon aufgenommen, das aus dem Jahre 1956 stammt, ein Neumann U-47, das Bruce Swedien gehört. Michael legte Wert darauf, zahlreiche Male die Stellen aufzunehmen, in denen er a cappella singt, auf der Suche nach der absoluten Vollkommenheit. Auch wenn er im Booklet des Albums keinen Credit dafür bekommen hat, so ist es sehr wohl Michael, der auf diesem Stück die Harfe spielt.
In diesem Song ist Michael „sprachlos“ („speechless“) und beschreibt die Gefühle, die ihn überkommen, wenn er etwas unbeschreiblich Schönes sieht.
(Speechless gehört zu den Titeln auf Invincible, die bei einer Singleveröffentlichung und vernünftiger Promotion samt Videoclip das Zeug zum Welthit gehabt hätten. Mir ist glaube ich kein Fan bekannt, der das Stück nicht liebt, und auch weit über Fangrenzen hinaus hätte der Song garantiert entsprechende Beachtung gefunden. An einzelnen Stellen erinnert der Song an In The Air Tonight von Phil Collins. Etwas problematisch finde ich jedoch die bedauernswerte Kürze des Songs. Es hätte nicht sein dürfen, dass Unbreakable quasi endlos laufen kann, und einem Titel wie Speechless knapp 3 Minuten eingeräumt werden... Hier verstehe ich Michael in der Tat nicht, und dieses Unverständnis deckt sich teilweise mit den Ausführungen von Jean-Marie Horvat im Interview in der Sonderausgabe der Black & White von 2009. Wirklich unnötige Verschwendung, die im Grunde bis heute wehtut.
Persönlich assoziiere ich damit nicht unbedingt spielende Kinder... Der Song ist im Grunde ähnlich mit Trauer, Schmerz und verzweifelter Sehnsucht untermalt wie Titel wie Stranger In Moscow oder Earth Song. Ansonsten gehört der Song für mich sicherlich zu den 3 stärksten von Michael Jackson überhaupt. Kaum zu glauben, dass Michael so etwas, ein weiterer derartiger kreativer Höhepunkt noch möglich war, nach all den Platten und Hunderten Songs, die er bis dahin bereits gemacht hatte. Anm. des Übersetzers)



2000 WATTS

Ursprünglich war es der Sänger Tyrese Gibson, der diesen Titel komponierte. Im Übrigen sollte der Song auf seinem Soloalbum, das im letzten Mai erschienen ist, enthalten sein, das zudem den Titel „2000 Watts“ trägt. In der Original-Version von Tyrese bezieht sich das Wort „Watts“ auf eine Stadt in den Vereinigten Staaten, von der er ursprünglich kommt. Michael wollte jedoch unbedingt den Text des Songs ändern. So wäre es etwas naiv, zu glauben, dass es in 2000 Watts lediglich um Musik ginge. Tatsächlich ist der Song doppeldeutig, und wie er es bereits bei Blood On The Dance Floor tat, spricht Michael hier von Sex. Der Song ist doppelsinnig. Einerseits handelt er davon, sehr laut Musik zu hören, ohne den Verstärker explodieren zu lassen, andererseits, geht es darum, das Vergnügen so lange und so stark wie möglich andauern zu lassen, und dabei beinahe den Orgasmus zu erreichen...
Ursprünglich dauerte der Titel etwa 6 Minuten, und endete mit einem langen Instrumental-Teil. Nachdem You Are My Life dem Album hinzugefügt wurde, war Michael gezwungen, dieses Stück zu kürzen, damit alle Songs auf der CD Platz hatten.
(Außerdem flog im Zuge dieser Aktion Shout von der Tracklist, und YAML nahm dessen Platz ein... 2000 Watts wurde bei Erscheinen von Invincible als der Nachfolger von They Don’t Care About Us gehandelt. Ist wohl was dran, die Art wie die Strophen verfasst sind, also oftmals keine vollständigen, zusammenhängenden Sätze, sondern einfach ein Umsichwerfen mit einzelnen Worten/Begriffen, die so aber durchaus auch einen Sinn ergeben. Wohl ähnlich haben es übrigens auch Die Fantastischen Vier 1999 mit ihrer „Mfg“ – Nummer gemacht. Kritische Stimmen merkten später an, dass 2000 Watts  nach der Bridge keinen wirklichen neuen Höhepunkt erreicht, sondern auf demselben Level weiterläuft, wie vorher. Mag durchaus sein, persönlich störte mich das nie so sehr. 2000 Watts fand ich schon immer absolut überwältigend, wir hören hier im Grunde den klassischen „Bad“ oder „Smooth Criminal“ – Michael der alten Schule, toll und erstaunlich, dass Michael das 2001, da doch immerhin schon in den 40ern, so hinbekommen hat. :)
Das „2000 Watts – Herz“ weint in der Tat, und zwar aufgrund der Tatsache, bis heute diese lange 6-Minuten Version nie gehört zu haben. Als ich tagelang beim Konzipieren dieses Artikels immer wieder nebenbei  in Gedanken vertieft war, bekam ich irgendwann plötzlich folgenden Geistesblitz: Es ist bekannt, dass You Are My Life im letzten Moment aufs Album kam, und deswegen Shout von der Tracklist flog und 2000 Watts gekürzt wurde. Jedoch fanden einige Wochen vor dem Erscheinen des Albums bereits verschiedene sog. Pre-Listenings statt, wo bestimmten Personen, teilweise auch Fans (auch den Black & White - Leuten, bestätigt Laurent Hopman zudem so in der B&W Sonderausgabe 2009, mich würde es nicht wundern, wenn die sich die Info mit den 6 Minuten anhand des Pre-Listenings und der letztlich auf dem endgültigen Album veröffentlichten Fassung zusammengereimt haben), bereits das komplette Album vorgespielt worden war, jedoch definitiv noch in der ursprünglichen Fassung, somit ohne YAML, dafür jedoch mit Shout...(letztere Infos sind gesichert, sie stammen von jemandem, der bei einem Pre-Listening dabei war) und... erschießt mich, wenn ich falsch liege, aber dann muss es doch auch die Version mit der 6-Minuten-Version von 2000 Watts gewesen sein, richtig? Somit haben damals bei eben diesen besagten Pre-Listenings mehrere Leute eben diese lange Version von 2000 Watts gehört, ohne zu wissen, dass das eine einmalige Sache war!! Ich könnte wetten, dass es einzelne Personen gibt, die eventuell dabei mitgeschnitten haben, und diese Version, wenn auch nur so, haben! Auch wurden für diese Pre-Listenings sicherlich CDs hergestellt, um eben den Leuten das Album vorspielen zu können, auch auf diesen CDs dürfte diese 6-Minuten-Version drauf sein... Vielleicht leakt diese Version ja eines Tages aus den hier beschriebenen Quellen, ansonsten glaube ich irgendwie nicht so recht daran, dass sie noch auf anderem Wege, offiziell irgendwo erscheint...Invincible ist doch schon derart in Vergessenheit geraten, wer weiß solche Einzelheiten schon noch... Aber wer weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt...
Es gibt interessante, meines Erachtens gar nicht so abwegige Theorien, nämlich dass es von allen Titeln, die Michael für Thriller aufgenommen hat, viel längere, als die letztlich bekannten Versionen gibt. Im Grunde ist jeder Song von Michael, der per „fade-out“ endet, also indem der Song immer leiser wird, und schließlich so zu Ende geht, entsprechend verdächtig. (Aber nicht nur fade-out, man denke etwa an die besonderen Versionen von Smooth Criminal oder Speed Demon in Moonwalker, denen sogar mittendrin zusätzliche, auf der LP-Version nicht enthaltene Gesangspartien hinzugefügt wurden!) Wie das etwa bei Billie Jean gelaufen ist, ist bekannt. Es existiert eine viel längere Version als die auf dem Album, genau diese Version (die für die LP-Version gekürzt worden war) wurde jedoch dann später auf der Maxi als „Extended Version“ veröffentlicht... Wobei, lach, auch diese Extended Version ebenso mit einem fade-out endet... somit wird es von Billie Jean vermutlich eine nochmals längere Version geben, als die Extended Version... Nachdem alle Songs auf Thriller (und teilweise auch einige auf späteren Alben von Michael) per „fade-out“ zu Ende gehen, besteht in der Tat der Verdacht, dass es von allen diesen Titeln viel längere Versionen gibt, die wir bislang jedoch noch nicht gehört haben... In diesem Zusammenhang ist auch ein Beispiel von HIStory anzuführen... Denkt an This Time Around... Obwohl diese Art, Songs zu beenden, zu dieser Zeit wohl etwas out und etwas einfallslos war, endet auch This Time Around eben auf diese Weise... Auch hier gibt es garantiert eine längere Version, diese wurde sogar offenbar Remixern zur Verfügung gestellt, denn hört Euch mal aufmerksam den „Dallas Main Extended Mix“ davon an... (https://www.youtube.com/watch?v=0JXxuGU8EBY) Man kann in etwa erkennen, wo die ursprüngliche Album – Version aufhört, aber in diesem besagten Mix eben doch etwa 2-3 Minuten weiterläuft, wenn auch im Rahmen des von Dallas Austin erstellten Mixes! U.a. hören wir völlig unbekannte Gesangs-Partien von Michael, teils ganz neue Lyrics, u.a. Zeilen wie „I love the way you rock me!” oder, in etwa „Face me, and hit me, you’re lyin’ and tryin’ to dish me“ Das ist schon sensationell. Vielleicht etwas weniger spektakulär, aber dennoch an dieser Stelle erwähnenswert: Stichwort You Are Not Alone! Auch dieser Song endet auf der LP-Version (HIStory) per „fade-out“... Nun hört Euch mal ganz aufmerksam das Ende des Songs auf „The Ultimate Collection“ an... Wenn auch nur um ganz wenige Sekunden, dennoch ist YANA auf der besagten Box ein wenig länger als auf HIStory! :)
Zurück zu 2000 Watts – auch hier ging Michael meines Erachtens ein potenzieller Hit ab. Ein weiterer, im Grunde ebenso bitterer Verlust. Ach ja, Michaels Stimme wurde selbstverständlich „runtergepitcht“. Das ist also nicht Michaels echte Stimme, sondern sie wurde mittels eines Effekts tiefer gestellt. Tüftler haben jedoch später im Nachhinein diesen Effekt wieder zurückgenommen, es gibt also eine Version (wenn auch inoffiziell), wo man Michaels Originalstimme, also nicht ganz so künstlich tief wie im Original-Song, genießen kann. Durchaus interessant, das zu hören! :) Ab-/Ausschweifungen ääh Anm. des Übersetzers ;))



YOU ARE MY LIFE

Dieser Song war der allerletzte, der für das Album aufgenommen worden war. Ursprünglich stammt dieser Titel von John McClain. Heute ist John McClain einer von Michaels Managern, er ist seit Jahren ebenso einer seiner künstlerischen Berater. Mit You Are My Life betätigt sich John McClain zum ersten Mal als Komponist. Seiner Ansicht nach enthielt Invincible nicht genügend Balladen (Angesichts der letztlich veröffentlichen Songauswahl wohl eine ziemlich idiotische Aussage... Nach mehrheitlicher Meinung war sogar eben diese Balladenlastigkeit eines der Hauptprobleme von Invincible überhaupt! Zu wenige Balladen mag allerhöchstens zutreffen, wenn man sämtliche schnelle Songs kennt, die für Invincible produziert worden waren, bei gleichzeitiger Unkenntnis der doch zahlreichen Balladen, allenfalls dann kann man es dann evtl. so sehen, siehe auch Interview mit Jean-Marie Horvat, B&W Sonderausgabe 2009, Anm. des Übersetzers) und schlug Michael eine Songidee vor, nachdem er auf seiner Gitarre ein paar Akkorde fand... Michael gefiel der Ansatz sehr, und er bat Babyface und Carole Bayer Sager darum, ihm bei der Fertigstellung des Songs zu helfen. Drei Tage später nahm er den Gesang von You Are My Life in einer Nacht auf, in den Studios von Capital Recording. Daher war Michael nur einen Monat vor Erscheinen des Albums, immer noch im Begriff, Aufnahmen zu machen...
(Meines Erachtens eine ziemliche Schwachstelle auf dem Album. Alles äußerst langweilig, Komposition sehr schwach, Lyrics platt. Alles nervtötend und einschläfernd. Klingt fast wie Volksmusik... Auch wenn Michael 2001 noch so sehr, vermutlich aber eher PR-mäßig, behauptet hat, dieser Titel würde zu seinen Lieblingstiteln von allen seinen Stücken überhaupt gehören... Allenfalls als Leak hätte dieses Stück Wert oder Relevanz, nicht auf einem regulären Album. Wie kann es sein, dass Escape oder We’ve Had Enough nicht auf Invincible kamen, dafür aber solch ein Schrott wie YAML??? Anm. des Übersetzers)


PRIVACY

Im Laufe des Arbeitsprozesses von „Invincible“ hat Michael den Text von Privacy sehr früh geschrieben. Wie einige Textstellen es andeuten, war es der Tod von Lady Diana, der Michael dazu inspiriert hat, diesen Titel zu schreiben.
Es war Michaels Wunsch, dass Slash das Gitarrensolo in diesem Song spielt. So hört man ihn nach dem zweiten Refrain „Slash!“ schreien, an der Stelle, wo der berühmte Gitarrist sein Solo einfügen sollte. Da er sich nicht frei machen konnte, war es Michael Thompson, der im letzten Moment Slash ersetzt hat.
(Kaum ein Song von Michael ist wohl derart verhasst wie Privacy. Verstehe ich gar nicht. Das ist doch im Grunde die Abteilung Come Together, HIStory, und Ähnliches. Zudem ist der Beat doch obergeil. Ich würde zudem gerne wissen, warum der fade-out hier derart abrupt, ja fast schon panisch vorgenommen wurde... und was nachher kommt, was wir nicht hören – auf keinen Fall hören sollten... ;) Anm. des Übersetzers)


DON’T WALK AWAY

Bei dieser melancholischen Ballade hört man die Stimme von Richard Carlton Stites, ein Neuankömmling in der Musikszene. Er wurde von Teddy Riley entdeckt, und hat ebenso an der Produktion des Songs teilgenommen. (Nach YAML die zweite Schwachstelle auf dem Album. Auch wenn das Ende noch nett ist... Ein des King Of Pop, v.a. eines regulären Albums des King Of Pop nicht würdiges Stück. Anm. des Übersetzers)


CRY

R. Kelly hat für Invincible 6 Songs produziert. Cry war der erste, den er Michael vorschlug. Er hat dem King Of Pop sofort gefallen, und er schlug R. Kelly sofort vor, weitere zu komponieren. Jedoch wurden die weiteren Titel schließlich nicht verwendet.
(Auch hier... dieses Mal überhaupt keine Mixes/Versionen mehr... „Das Cover der Maxi-CD sieht aus, als hätte es ein 4-Jähriger erstellt“ schrieb mal ein User in einem Forum... Wohl wahr. Dass ein Outtake von einem vor Kurzem erschienen Album auf einer Maxi-CD nachgeliefert wird, war zwar wunderbar und wohl einmalig, dennoch insgesamt eine Enttäuschung diese Auskopplung, v.a. in dieser Art und Weise dieses Songs nicht würdig. Insofern wohl leider zurecht ein authentischer kommerzieller Flop von Michael Jackson, auch wenn es nicht der Song selbst war, der dies verschuldete. Mehr dazu im Epilog, Anm. des Übersetzers)


THE LOST CHILDREN

Dieser überwältigende Song wäre wohl beinahe nicht auf das Album gelangt. Tatsächlich versuchten einige Verantwortliche von Sony Music Michael davon abzubringen, ihn zu verwenden, indem sie den Song als für den aktuellen Markt ungeeignet einstuften.
Im Einklang mit dem Thema des Songs, hatte Michael im Sinn, im Booklet des Albums Photos von verschwundenen Kindern unterzubringen. Die Eltern von Sabrina Aisenberg, ein kleines Mädchen, das seit vier Jahren verschwunden ist, haben Michael zudem deren Einverständnis gegeben, ein Photo ihres Kindes zu verwenden. Dieses Projekt wurde jedoch in letzter Minute aufgegeben.
Am Ende des Songs hört man die Stimmen von Prince und Paris Jackson, Michaels Kindern. In der Tat ist es wohl Michaels Tochter, die sich unter dem Spitznamen „Baby Rubba“ versteckt, den Michael, ähnlich wie im Falle von „Applehead“ vor einigen Jahren benutzte.
In The Lost Children packt Michael ein Thema an, das ihm sehr wichtig ist, und das den Bereich des Phantastischen streift. Er spielt auf eine Legende an, die möchte, dass sämtliche verschwundene Kinder (von denen man annimmt, dass sie tot sind) sich in der Tat irgendwo verlaufen haben, und darauf warten, dass man sie abholt.
(Wieder meiner Meinung nach völlig unterbewertete Nummer. Während Michael zuvor bei Childhood oder Little Susie zu stark auf die Schmalztube drückte, spielt The Lost Children meines Erachtens in der Liga Gone Too Soon oder She’s Out Of My Life. Überhaupt muss ich bei diesem Song irgendwie an das Dangerous-Album bzw. die Dangerous-Ära denken. Vermutlich, weil The Lost Children bei mir ähnliches Empfinden auslöst wie Gone Too Soon. Anm. des Übersetzers)


WHATEVER HAPPENS

Auch wenn man am Ende des Songs versucht, uns das Gegenteil glauben zu lassen, waren Michael und Carlos Santana nicht im selben Studio, als sie diesen Titel aufgenommen haben. In der Tat konnte Michael nicht bei dem berühmtem Gitarristen sein, als letzterer sein Gitarrensolo in einem Studio in San Francisco im letzten Februar aufgenommen hat. Die beiden anderen Komponisten des Songs, Geoffrey Williams und Gil Gang, sind Engländer.
Der Text von Whatever Happens lässt der Phantasie des Hörers freien Lauf. Mehrere Auslegungen sind möglich. Dennoch kann man sich leicht vorstellen, dass Michael die Geschichte von zwei jungen Liebhabern erzählt, die die Flucht ergriffen haben, um zusammen zu bleiben, trotz des Widerstandes ihrer Familien. Obwohl der Junge verliebt ist, bekommt er dennoch Zweifel darüber, ob die Wahl richtig war. Das war nicht das Leben von dem er träumte. Das Mädchen wiederum hat Angst, und bittet den Jungen, sie zu beruhigen. „Was auch immer passiert“ („whatever happens“), bittet sie ihn, ihre Hand nicht loszulassen.
Whatever Happens gehört zweifellos zu den stärksten Singles von „Invincible“.


THREATENED

Neben Break Of Dawn ist Threatened der Titel, an dem Michael am meisten gearbeitet hat. Für dieses Stück benutzte Michael die Stimme des genialen Rod Serling, der Erschaffer der mythischen Serie „Twilight Zone“. Die Soundtracks von mehreren Folgen dieser Serie wurden in Threatened verwendet. Die Geschichte vom Monster, das in einem friedlichen Dorf aufkreuzt, ist zudem der Folge mit dem Titel „It’s A Small World“ entliehen. In dieser Episode war das besagte Monster nichts anderes als ein kleiner Junge im Alter von 6 Jahren, der einen unschuldigen Eindruck macht.
Der Rap von Rod Serling, der in der Mitte des Songs zu hören ist, ist das Ergebnis einer technischen Meisterleistung: Michael hat mehrere Wörter oder Sätze, die mehreren unterschiedlichen Folgen der Serie entstammen, zusammengefügt. Diese geschickte und komplexe Mischung erzeugt den Eindruck, dass Rod Serling seinen Monolog als Vers geschrieben hat, speziell für den Song. Was den allerletzten Satz betrifft, so stammt er von der Folge mit dem Titel „In His Image“ ab.
(Spannung erzeugte in diesem Zusammenhang Michaels Satz aus dem Jahre 2001 – „I can’t wait to do Threatened“, gemeint war ein Video zu dem Song. Auch daraus wurde bekanntlich nichts... Für alle Liebhaber dieses Songs ist ein phantastischer Remix zu empfehlen, der zwar ebenso - wie sollte es auch anders sein - inoffiziell ist, es aber in sich hat: der „Edcyhis Hip Hop Mix“!
Was This Is It angeht, so fand ich es durchaus angemessen, dass Michael Invincible zumindest nicht ganz vergessen hat, und neben der kleinen Speechless – Kostprobe, auch Threatened bedacht hat... Threatened gar mit Thriller zu kombinieren war schon eine kleine Sensation. Mal wieder bitter, dass es letztlich auch dazu nie kam... Im Grunde kam es eigentlich die letzten ca. 10 Jahre zu nichts wirklich vernünftigem... :-( Und hätten nicht einige Fans teilweise quasi eine Art archäologische Begabung, also sich auf eigene Faust mit teilweise größter Mühe Infos zusammenzusuchen, so hätte man in diesem Jahrzehnt kaum etwas Musikalisches von MJ wahrgenommen, Anm. des Übersetzers)



Schwarzer Kasten, oben links, Seite 13:

Die Outtakes („récale“ hat nichts direkt mit rektal zu tun, allenfalls im entfernten, übertragenen Sinne... nur nebenbei... lol... Auch wenn viele finden, dass Invincible für den A... ist... lol, Anm. des Übersetzers)

Viele bestellte Mitarbeiter, und nur wenige, die zum Zug kommen, das ist die Politik des King Of Pop, wenn er an einem Album arbeitet. Bei der Auswahl der Songs, die er auf ein Album nimmt, geht er erbarmungslos vor. Nachfolgend die Liste der Produzenten, mit denen Michael zusammengearbeitet hat, deren Arbeit jedoch nicht berücksichtigt wurde: Devante Swing, Jermaine Dupri, Puff Daddy, David Foster, Mark C. Rooney, DJ Scratch, Emilio Estefan Jr., Desmond Child, Rick „Dutch“ Cousin, Wyclef Jean, The Neptunes, Lenny Kravitz, Walter Afanasieff, Soulshock & Karlin, Swizz Beats.
Weitere Kooperationen blieben ebenso auf der Strecke, beispielsweise Raps von Will Smith, Mase, Ludacris sowie Method-Man; Chöre von Monica Mancini und Boys II Men, sowie ein Duett mit Lauryn Hill...


Roter Kasten, unten rechts, Seite 13:

Darkchild

Die Produzenten von 6 Titeln auf dem Album, Rodney Jerkins arbeitet seit alters her mit demselben Team, das aus Fred Jerkins III, seinem älteren Bruder, und aus LaShawn „Big Shiz“ Daniels besteht. Alle drei bilden eine zusammengewachsene Gruppe, die bei jeder Produktion bei Darkchild, Rodney’s Label, zusammenarbeitet. Dennoch ist jede Aufgabe klar verteilt, und jeder hat seine genaue Rolle bei der Produktion eines Songs. So macht im Allgemeinen Rodney Jerkins die instrumentale Grundlage sowie den Rhythmus eines Titels, während sein älterer Bruder, Fred, den Arrangements und den Texten den letzten Schliff verpasst und die technischen Dinge der Produktion überwacht. LaShawn Daniels überwacht die Stimmen, schreibt Texte, und arbeitet vor allem an den Harmonien. Zu diesem feinen Team muss man Nora Payne hinzufügen, eine Spezialistin für Lyrics, die beim Verfassen der Texte der Songs mitwirkt. Wohl selbstverständlich, dass als das Darkchild – Team mit dem King Of Pop arbeitete, letzterer auf sämtlichen Ebenen mitmischte. Aus genau diesem Grunde sind die Songs auf „Invincible“ die besten, die Rodney jemals geschrieben hat...

Rodney Jerkins, Fred Jerkins III und LaShawn Daniels.


Epilog vom Übersetzer:

So endet die Geschichte also... Wenn auch etwas absurd und ungemessen, den Tod einer Platte mit dem Tod eines Menschen zu vergleichen, aber so ganz falsch ist es wohl wiederum auch nicht... Wenn Michael Jackson im Juni 2009 starb, so starb seine aktive musikalische Karriere wohl im Jahre 2002. In beiden Fällen bleiben bis heute viele offene, unbeantwortete Fragen. Wann zeichnete sich unverkennbar ab, dass Invincible gegen die Wand fährt, auf eine Katastrophe zusteuert? Es muss im Dezember 2001 gewesen sein, als das Album nach wenigen Wochen, man glaubt(e) es kaum, auf Platz 30 der deutschen Album-Charts stand... Es wurde selbst für den Letzten ersichtlich, dass irgendwas falsch lief... Wobei zu dieser Zeit noch quasi überall Anwälte von Invincible unterwegs waren... Alles wurde schön geredet, für alles schien es noch irgendeine Erklärung zu geben... Angesichts all dieser, teils mühsamer Erklärungs- und Rechtfertigungsversuche, scheinen jedoch in Wahrheit auch diese Leute selbst nicht ganz überzeugt gewesen zu sein... Der You Rock My World – Clip sei doch gar nicht so schlecht, alles sei Absicht gewesen, der Clip würde sich eben nicht an die Kenner Michael Jacksons richten, sondern eben an neue Fans... Nur sind leider eben auch neue Fans in der Lage, sich, wenn auch im Nachhinein, The Way You Make Me Feel oder Dangerous zu besorgen... Erste Stimmen der Enttäuschung wurden laut... Invincible sei insgesamt schwach... das Cover, v.a. das Back-Cover lieblos... Dennoch schienen zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Würfel endgültig gefallen zu sein... Auch HIStory startete zu seiner Zeit zunächst nicht ganz so gut wie erhofft, und bekam seinen richtigen Schub erst mit der 3. Single – Earth Song... Insofern wäre Invincible an dieser Stelle durchaus noch zu retten gewesen... Alle warteten gespannt auf eine Unbreakable – Veröffentlichung, dann würde alles wieder laufen... Daraus wurde bekanntlich nichts. Kaum vorstellbar, was los gewesen wäre, wäre etwa Whatever Happens im Frühjahr 2002 als Single erschienen...
Es muss im März 2002 gewesen sein, als jedoch mitgeteilt wurde, die Promotion von Invincible werde eingestellt. Paar Wochen darauf gab Michael dann noch zwei TV-Auftritte in den USA, bei denen er u.a. jeweils Dangerous zeigte, in im Wesentlichen bereits bekannten Versionen. Wohl aus der Laune heraus, so ganz nachvollziehbar waren diese Aktionen wohl nicht. Angeblich sei ihm zudem von Sony verboten worden, Songs aus Invincible zu spielen.
Im Verlauf der Jahres 2002 war noch die Rede davon, es würde evtl. eine Art Invincible reloaded erscheinen, und die Sache würde doch noch reaktiviert... Es wäre in der Tat immerhin eine Idee gewesen... Eine Tour wäre vermutlich so oder so ausverkauft gewesen. Auch Madonnas „American Life“ war bekanntlich ein Flop, ihre Tourneen jedoch brachen und brechen stets Rekorde. Etwa ab Mitte 2002 schlug bei den Fans dann die Stimmung um, plötzlich mehrten sich die kritischen Stimmen. Invincible wäre nun auf einmal doch mies. Unbreakable, Heartbreaker, Invincible... alles derselbe Brei und ein Schmarrn... War das eine Art, mit dem Schmerz, mit dem Trauma wegen des Flops umzugehen? Wollte man sich auf diese Weise die Entwicklung schön reden? War die Platte selbst der perfekte Sündenbock? Schwamm drüber, das Album ist eh mies? Es deckt sich nur leider logisch nicht mit dem, was Monate davor los war...
Andererseits gibt es auch Fans, die der Platte bis heute quasi kritiklos die Stange halten. Gerne wird häufig voreilig das Argument angeführt, Invincible sei doch mit 10 oder 12 Millionen verkauften Stück doch durchaus ein Erfolg, schließlich würden andere Stars von solchen Zahlen nur träumen... Nur kann man diese Argumentation mit einem Nebensatz platt machen. Andere Stars interessieren nicht. Michael Jackson wurde nun mal stets an sich selbst gemessen. Deswegen interessiert ebenso wenig, wie viel „andere Stars“ verkauften, als Thriller in den 80ern alle Rekorde brach. Ebenso hört man zurecht nie, wie viel „andere Stars“ verkauften, wenn man etwa bekannt gibt, dass Bad sowie Dangerous jeweils 30 Millionen verkauften...
Invincible hätte wie Dangerous aufgezogen werden sollen. Es war ja zudem auch das erste richtige neue Album seit Dangerous. Nach den etwas komplizierten Projekten HIStory/BOTDF war das sogar auch gut so. Invincible hätte ähnlich wie Dangerous 2 Jahre lang promotet werden können. Mindestens 8 Songs wären single-tauglich gewesen. Alles umsonst, die ganze Arbeit, die ganzen investierten Millionen. Unzählige exzellente Outtakes blieben unnütz im Schrank.
Wenn Invincible letztlich von den Fans teilweise nicht ganz so angenommen wurde wie frühere Alben, was hätte man tun können? Auch Metallica stießen mal ihre Fans vor den Kopf, als sie „Load“ herausbrachten... Schnell legten sie eben mit „ReLoad“ nach, und machten erst recht weiter... Heute denkt kaum noch jemand an „Load“... Eine ähnliche Vorgehensweise wäre auch eine Variante für Michael gewesen. Statt zu touren, oder doch ein neues Album nachzuschieben, zog er es vor, sich auf Herrn Bashir einzulassen... Der Rest ist Geschichte.
Was passierte nach 2002 ferner folgende? Jährliches Veröffentlichen von ein und derselben Musik, sowie ein schamloses Plündern der Archive. 2003 sollte Michael dann im Bashir-Interview Billie Jean im Studio performen sowie erklären, wie er Billie Jean schrieb... Als wenn das im Jahre 2003 irgendjemandem nicht bekannt gewesen wäre... Dass Invincible letztlich so schnell vorbei sein würde und quasi auf diese Weise, von wem letztlich auch immer verantwortet, eingeschläfert würde, und anschließend quasi ein Jahrzehnt des Horrors eintreten würde, wäre nicht vorherzusehen gewesen. Die Chandler – Sache war einmalig in der Geschichte, und nahezu vergessen... glaubte man zumindest...
„Where did we go wrong? Someone tell me why…” singt Michael in Earth Song…
Nach allem was war, könnte man Michaels Gesichtsausdruck auf dem Invincible-Cover nunmehr quasi als “missbraucht” oder etwas in der Art deuten. Nichts anderes wurde letztlich mit der Platte und später mit ihm selber ebenso gemacht. Ohne seinen eigenen Anteil an verschiedenen Entwicklungen in Abrede stellen zu wollen.
Ich gebe Brad Buxer Recht, wenn er sagt, dass es mit Michael in den 2000ern trotz allem keineswegs in kreativer Hinsicht bergab ging... Auch angesichts all der Leaks die aus dieser Zeit stammen, und die nicht auf Invincible kamen, sowie dessen, was uns offenbar posthum an Material erwartet, konnte / kann man als Michael Jackson – Fan, der Neues hören wollte / will, und nicht ständig alles an Thriller oder Dangerous misst, doch einigermaßen zufrieden sein.
It’s not the end…It’s the beginning…
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Arnaud

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BeitragThema: Re: EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))   Di 15 Mai 2018 - 22:25

Übersetzung Seiten 24–25, frz. B&W Nr. 32


Hinter den Kulissen von

YOU ROCK MY WORLD

Wie immer war die Ausstrahlung des neuen Clips von Michael Jackson ein Weltereignis. Da der Clip auf vieles Bezug nimmt, wird You Rock My World ein wichtiges Werk in der Videographie des King Of Pop bleiben. Black & White hat sich mit diesem erstaunlichen Kurzfilm befasst. Hier das Ergebnis davon...


ENTWICKLUNGSGESCHICHTE

Beim Erscheinen seiner vorherigen Alben, waren wir spektakuläre, schockierende, extravagante Clips von Michael gewohnt. Keine Spur davon in You Rock My World. Michael feierte sein Comeback indem er uns eine Art Hommage an seine eigenen Clips bot. So bietet er uns eine grandiose Synthese seiner Videographie, ein edler Kurzfilm, sowohl was das Tanzniveau angeht, als auch das des Stils. Er greift hier Themen und Situationen wieder auf, die bereits in seinen vorherigen Clips (vor allem Smooth Criminal und The Way You Make Me Feel) vorkamen, und verweist mehrfach auf seine eigene Karriere. Es liegt nicht etwa am Mangel an Inspiration, dass der King Of Pop sich gewisse Elemente von seinen vorherigen Werken leiht. Diese Aspekte sind voll und ganz gewollt. Alle großen Künstler, in welchem Bereich sie auch tätig sind, kehren zu gegebener Zeit zu dem Werk ihrer Karriere zurück, und machen eine Synthese daraus. Genau das macht Michael mit diesem Clip.
In You Rock My World zeigt uns Michael, dass die wahre Evolution eines Künstlers nicht zwangsläufig in der Fähigkeit besteht, Neuerungen einzuführen, sondern in der Eignung, das zu vollenden, was er bereits tat. Ist es nicht das, was beispielsweise Charlie Chaplin meisterhaft in seiner gesamten Karriere getan hat? Trotz aller Qualitäten von  You Rock My World wird man dennoch zu der Feststellung kommen, dass der Song schlecht zum Drehbuch sowie zur Stimmung in diesem Clip passt. Mit seinem lockeren und fröhlichen Klang eignet sich You Rock My World nicht wirklich zu der bedrohlichen Stimmung des Szenarios. Man kommt nicht drum herum, zu bemerken, dass gewissermaßen eine Einheit zwischen der Musik und dem Bildmaterial fehlt. Um diesen Gegensatz zu erläutern, ist es interessant, die Möglichkeit zu erwähnen, dass Michael ursprünglich sich das Drehbuch dieses Clips für einen anderen Song ausgedacht hat... Zum Beispiel für Dangerous. Elemente der Choreographie liefern uns dafür wertvolle Anhaltspunkte. Michael hatte in der Tat ein Konzept für einen Clip zu Dangerous, den er niemals drehen konnte. (Vermutlich wäre dafür die AMAs 1993 Performance benutzt worden, oder falls doch ein eigenständiger Clip, wären gewiss große Teile der Dangerous-Choreographie in jenem untergebracht worden, Anm. des Übersetzers) Hätte er es für You Rock My World nicht wieder aus dem Schrank geholt? Die Outfits, das Thema des Songs, bestimmte Tanzschritte, an dieser Annahme ist etwas dran...
(Tatsächlich nicht ganz einfach, Licht in die Sache zu bringen... Sehen wir klar: Wäre es nicht zu dem Chandler-Skandal gekommen, wäre Dangerous spätestens Ende Oktober 1993 als die Nachfolge-Single von Will You Be There regulär in den Handel gekommen. Die Promotion des Dangerous-Albums hätte womöglich noch bis ins Jahr 1994 angedauert, sofern die Dangerous-Single ein Erfolg gewesen wäre. Jedoch befand Michael sich zu dieser Zeit, also Oktober 1993 mitten auf Tour... Selbst wenn er wollte, wäre ein vernünftiger Clipdreh kaum drin gewesen. Und etwa lange zuvor fertig Gedrehtes  wie etwa zu seiner Zeit diverse Bad-Clips oder auch der Fall Give In To Me (der Clip wurde ja bekanntlich wenige Tage vor der Premiere der Dangerous-Tour in München gedreht, jedoch erst fast 1 Jahr später veröffentlicht!) oder Gone Too Soon (der Clip dazu war ebenfalls viele Monate vor der Veröffentlichung bereits im Kasten), lag hinsichtlich eines Dangerous-Clips nichts vor, allenfalls das von B&W angedeutete Konzept, mehr nicht. Man hätte somit bei Bedarf nach einem Clip wohl oder übel auf die Live-Performance zurückgreifen müssen. Wiederum gegen eine reine Live-Performance von Dangerous als Clip spricht aber auch ein wenig, dass ein Titelsong wie Dangerous eigentlich schon einen eigenständigen Clip verdient hätte, wenn auch inklusive der Choreographie oder zumindest Teilen o.ä. davon. Die LP-Version des Songs lässt derart viel Phantasie zu, das schreit geradezu nach einem richtigem Clip. Wiederum glaube ich nicht, dass der Michael Jackson des Jahres 1993, angenommen, der Skandal wäre nicht gekommen, sich erlaubt hätte, wenige Jahre nach Bad, einen Clip, auch noch für den Titelsong seines Albums, zu produzieren, wo er derart offensichtlich Smooth Criminal sowie TWYMMF kopiert. Wäre eigentlich undenkbar, jedenfalls 1993, in einer Zeit, in der Michael noch weiterhin äußerst mächtig war, schwer vorstellbar gewesen. Andererseits machte es ihm ja aus nichts aus, etwa in Give In To Me oder in Heal The World oder Gone Too Soon, bereits bekannte Konzepte erneut zu verwenden. Auch Will You Be There schrieb nicht wirklich Video-Geschichte, auch hier wurde im Grunde das „zusammenmontiert“, was quasi bereits rumlag.
Vielleicht plante er eben ganz was anderes – tatsächlich Teile der Choreographie der Live-Performance in einem ganz anderen Clipkonzept unterzubringen, als dem von YRMW? Wäre auch eine denkbare Variante gewesen... Nur dann wiederum die Frage, wann so was drehen?
Man kann insofern hinsichtlich eines Dangerous-Clips alle denkbaren Varianten durchspielen, letztlich bleibt es bei Mutmaßungen. Was genau Michael letztlich plante, und was er im Falle des Falles letztlich gemacht hätte, wissen wir nicht.
Trotz der mühsamen Versuche der Redaktion, den YRMW-Clip in diesem Artikel schönzureden, und auch angesichts der div. Hintergrundinfos über die damalige Zeit, über die wir heute verfügen, also Probleme mit Sony, usw. sieht es wirklich eher so aus, als wäre YRMW in größter Eile gedreht worden, und Michael hat das Konzept dafür wohl in 2 Minuten erstellt... Anm. des Übersetzers)

Zum Schluss wollen wir dennoch klarstellen, dass Michael für sein großes Comeback ein anderes Videoprojekt hatte. Wenn Sony Music nicht darauf bestanden hätte, You Rock My World herauszubringen, hätte Michael Unbreakable als erste Single ausgewählt. Im Übrigen hatte er bereits im letzten Sommer mit der Arbeit am Clip zu diesem Song begonnen. Als er von Sonys Willen erfuhr, You Rock My World auf den Markt zu bringen, musste er also unter größtem Zeitdruck einen neuen Clip produzieren. Dann ließ er sich somit den Kurzfilm einfallen, den man heute kennt. Wenn das letztendliche Ergebnis weniger spektakulär ist, als man es sich vorgestellt hat, dann lag es schlicht und einfach am Zeitmangel. Der wirklich böse Clip von „Invincible“ war für Michael wohl Unbreakable, und das wird er auch werden.


ANLEHNUNGEN UND ANSPIELUNGEN

Für den erfahrenen Fan ist das Spiel mit den Andeutungen, das Michael in You Rock My World treibt, ein richtiger Genuss. Die wahren Luchse werden so die zahlreichen Momente ausfindig machen können, die den Clip kennzeichnen. Allgemein betrachtet erinnert die Stimmung in diesem Kurzfilm unausbleiblich an einen anderen seiner großen Clips: Smooth Criminal. Eine Handlung, die sich in einer Bar abspielt, die Gegenwart der Unterwelt, Tänzer in Anzügen und mit Hüten, kurzum, Michael greift sein Fetischmaterial wieder auf. Die Eingangszene mit Michael im chinesischen Schatten, ist eine Verbildlichung des Intros von Smooth Criminal, so wie man es im Konzert seit der Bad Tour sieht. (Außerdem bedient sich Michael bei dieser Anfangsszene unverkennbar des Konzepts der Dangerous – Performance, indem er zwischen den Textzeilen, auf der Album-Version des Songs nicht enthaltene, überraschende Geräusche und dazu entsprechende Tanzposen hinzufügt, was eine absolut eindrucksvolle und faszinierende Wirkung hat, Anm. des Übersetzers)
Michael wusste, wie man ein sinnvolles Mittel für die Erfordernisse dieses Clips einsetzt, daher dieser Gimmick von seinem Konzert. Man musste wagen! Auf dieselbe Weise versetzt uns das Licht in der Szene, die sich im Untergeschoss des Hotels abspielt, in den Teil von Jam, in dem Michael Michael Jordan die Grundlagen von seinem Tanz beibringt. Die Szenen in Zeitlupe, in denen das Zerbrechen von Gläsern gezeigt wird, während Michael auf dem Thekentisch tanzt (wahrscheinlich tanzt er hier in Wirklichkeit, zumindest teilweise auf einem viel größeren Tisch als einem „Thekentisch“, der in diesen Szenen entsprechend nicht zu sehen ist, Anm. des Übersetzers) spielen an die Endsequenz von Black Or White an. (Oder auch an Szenen in Blood On The Dance Floor, Anm. des Übersetzers) Ebenso als Michael am Ende des Clips die junge Frau umarmt, findet man die letzte Szene von The Way You Make Me Feel wieder. Eine weitere kleine Anlehnung – die Ankunft von Michaels Tänzern – die von der Decke fallen, stammt vom Bad – Video. Noch scharfsinniger, rein auf der Filmebene ist eine Handlung in You Rock My World eine Nachwirkung von „Ghosts“: die Kamerafahrt vor und hinter Michael und seinen regungslosen Tänzern. Diesen visuellen Anlehnungen schließen sich selbstverständlich sämtliche Anspielungen an, die in den Dialogen enthalten sind. So erfreut sich Chris Tucker ständig daran, findig die Titel von Michaels Songs zu zitieren (Pretty Young Thing, Beat It, Dangerous) sowie mehrfach „schomon“ statt „come on“ zu sagen, wie im Song Bad. Michael seinerseits sagt am Ende der ersten Version des Videos (wenige Wochen nach der Premiere schob Michael eine zweite, in diversen Einzelheiten abgeänderte Version nach, diese war dann  u.a. ein wenig anders geschnitten, auch wurden die Hintergrundgeräusche in der Hauptchoreographie mit den Tänzern stark verändert, mehr dazu am Ende, Anm. des Übersetzers) „Are you OK?“ (in der zweiten Version des Clips wurde daraus „God, you’re all right“, Anm. des Übersetzers), Worte, die durch den Song Smooth Criminal berühmt wurden. Schließlich wiederholt einer der Mafiosi aus der Bar mehrfach eine der markanten Erwiderungen vom Bad-Clip: „You ain’t nothin’“ („Du bist nichts!“)


GROßES KINO

Als großer Bewunderer von Hollywoods Musicals, wollte Michael unbedingt ein weiteres Mal demjenigen eine Ehre erweisen, der ihn mit am stärksten beeinflusst hat: Fred Astaire. Wie in Smooth Criminal schwebt der Schatten des legendären Tänzers über dem You Rock My World – Clip. Von allen Filmen von Fred Astaire, scheint einer Michael besonders geprägt zu haben: „Vorhang auf!“ („The Band Wagon“) von Vincente Minnelli (1953). Einer der Balletttänze aus dem Film, genannt „Girl Hunt“, hat Michael stark beeinflusst; so bereits bei Smooth Criminal. Der Anzug, den Michael in diesem Clip trug, war im Übrigen identisch mit dem von Fred Astaire, wie das untere Photo beweist. Das Gerüst von Smooth Criminal war ebenso im Ganzen von dieser Sequenz aus „Vorhang auf“ inspiriert. Bei You Rock My World greift Michael erneut bestimmte Elemente des berühmten Musicals auf, obwohl er seinen einzigartigen Stil beibehält. Zum Beispiel eine der Bewegungen, die Michael ausführt - sein berühmter starrer und ruckartiger Gang, wenn er auf die Treppe zugeht, die ins Untergeschoss führt, ist von einem Tanzschritt inspiriert, den Fred Astaire in „Vorhang auf!“ ausführt. Arme angespannt, ruckartiger Gang, Michael wird von seinem Meister inspiriert, obwohl er diesem Schritt seine eigene Originalität hinzufügt. Eine weitere kleine Einzelheit ist ebenso bei „Vorhang auf!“ geliehen: das Glas, das Michael auf die Theke der Bar wirft. In „Vorhang auf!“, macht Fred Astaire das Gleiche, jedoch mit einem mit Nitroglyzerin gefüllten Glas, was eine Explosion verursacht. Durch diesen geschickten Moment zeigt uns Michael, dass sich in der Bar eine Gefahr anbahnt. Auch die Präsenz von Marlon Brando, einer mythischen Kinofigur, sorgt für einiges an Filmgewicht. Zuallererst nennt sich der verrufene Ort, an den Michael und Chris Tucker sich begeben, Waterfront Hotel, eine Anspielung auf „On The Waterfront“ („Die Faust im Nacken“), der mythische Film von Elia Kazan mit Marlon Brando. In diesem Film verkörperte der Schauspieler einen ehemaligen Profiboxer, der Hafenarbeiter wird. Die an der Wand hängenden Boxerfotos spielen ebenso auf diesen Film an. Jedoch gibt uns ein weiteres Musical ein weiteres Schlüsselrätsel auf: „Guys And Dolls“  von Joseph L. Mankiewicz (1955). Zunächst greift Michael die kubanische Stimmung von einer der Sequenzen des Films wieder auf, in dem Marlon Brando einen eingefleischten Spieler darstellt, der sich in der Unterwelt New Yorks herumtreibt. Der schwarze Anzug und die käsige Krawatte, die er in diesem Film trägt, finden sich ebenso in You Rock My World wieder. Brando ist genauso angezogen. Außerdem spielt die Blume, die er sichtbar an seinem Jackett trägt, an eine der Sequenzen von „Guys And Dolls“ an, in der dieses Element ein Erkennungszeichen unter Leuten aus der Unterwelt ist. Handelt es sich im Clip somit im dieselbe Person, jedoch 40 Jahre später? Wie in einem großen Werk üblich, ist die Anzahl der Interpretationsmöglichkeiten unbegrenzt. Ihr entscheidet...

Nachsatz vom Übersetzer:

Wohlgemerkt stammt dieser Black & White – Artikel von Ende 2001... Ähnlich haben zu diesem Zeitpunkt viele Fans den Clip aufgenommen, mir inklusive... Damals wusste man ja noch nicht, dass dies der erste und letzte Clip von Invincible sein würde, und letzten Endes sogar der allerletzte, den Michael Jackson produzieren sollte... Damals ging man noch von einer vernünftigen Invincible-Promotion aus, und ging nicht davon aus, dass das quasi das Ende von Michaels Videographie sein würde... Insofern betrachtete man diesen Clip damals in der Tat als eine Art Hommage an alte Zeit, eine videotechnische Zusammenfassung der Höhepunkte von Michaels bisheriger Karriere... Auch wenn man trotzdem irgendwie schon spürte, dass das nicht unbedingt das Wahre sein kann... Aus heutiger Sicht betrachtet, kann man den Clip, trotz des einen oder anderen gelungenen Aspekts, etwa der interessanten Choreographie, wohl doch eher in die Sparte „enttäuschend“ einordnen.
Traurig finde ich auch, dass die im Clip gezeigte Choreographie, die durchaus gelungen ist, nirgendwo außerhalb des Clips gezeigt wurde, bei keinem Auftritt, in keinem Konzert.
Ich hörte schon quasi die Nachtigall trapsen, als ich sah, dass Michael bei den New Yorker Konzerten 2001 anstatt vernünftig mit Tänzern, usw. die Choreographie aus dem Clip zu zeigen, in eher billigem, unpassendem Outfit samt Handmikro YRMW im Stil von Blood On The Dance Floor auf der HIStory Tour 1997 bot... Das war schon lau.
Mein persönlicher Traum wäre schon immer gewesen, dass die Dangerous-Performance nicht nur einen Smooth Criminal – Einschub hätte, sondern auch eine Stelle, wo Michael auch die YRMW-Choreographie würdigt. Etwa nach „you know you want me“ in Dangerous die Hauptchoreographie von YRMW einbauen. Das wäre ein fulminanter, wunderbarer Abschluss der ganzen Smooth Criminal / Dangerous / You Rock My World – Geschichte gewesen... Wäre z.B. eine Idee für This Is It gewesen...
Die Sache mit der gelähmtem Oberlippe war in der Tat ein mittelschweres Desaster wenn man so will. Michael tat mir da auch aufrichtig leid. Es war im wahrsten Sinne des Wortes traurig, da er bis auf Weiteres nicht mehr lächeln / lachen konnte... In dieser Zeit wusste man auch nicht so recht, wie lange dieser Zustand anhalten würde. Etwa 2 Jahre lang konnte man es beobachten, danach, so ab 2003 legte es sich wieder.
2003 bekamen wir dann auch making of – Material von YRMW zu sehen, und zwar im Rahmen des Private Home Movies – TV – Specials... Hier wird Michaels Oberlippendesaster nochmal richtig deutlich... Seht genau hin, er hat permanent Chris Tucker um sich herum, und muss bzw. müsste eigentlich ständig so was von lachen, und... er tut es ja auch... nur senkt er dann meist reflexartig den Kopf und/oder versteckt seinen Mund mit der Hand, damit man sein „Problem“ nicht bemerkt, noch deutlicher zu beobachten, als er sich regelrecht zum Lachen umdreht... Wirklich traurig gewesen die Sache. Von Michael gab es dazu auch nie ansatzweise eine Stellungnahme. Fans spekulierten, es habe sich um eine fehlerhafte bzw. schiefgegangene Botoxbehandlung oder so was gehandelt.
Insgesamt gibt es 6 verschiedene Versionen des Clips (von TDCAU übrigens genauso, nebenbei erwähnt), besonders wichtig sind die beiden Langfassungen, die knapp 14 Minuten dauern, und bis heute kommerziell unveröffentlicht sind. Die erste wurde Ende September 2001 ausgestrahlt. Michael war jedoch nicht ganz zufrieden mit ihr, und schob paar Wochen darauf eine überarbeitete „revised version“ nach. Insbesondere wurden bei dieser v.a. diverse Geräusche bei der Hauptchoreographie mit den Tänzern verbessert bzw. verstärkt (übrigens stammt Michaels Schrei darin bereits von früheren Clips, nämlich TDCAU Brasilien-Version sowie Ghosts), auch ist der Schnitt ein wenig anders, oder auch Michaels Satz, den er gegen Ende des Clips an die Frau richtet, wurde von „Are you OK?“ in „God, you’re alright“ geändert.
Die Version, die auf der Number Ones – DVD drauf ist, ist eine „revised 10 minutes“ – Version, d.h. die überarbeitete, die Michael und Paul Hunter nachgeliefert haben. Jedoch ca. 3 Minuten kürzer als die full-length-Version. Diese auf der besagten DVD veröffentlichte Version erschien NICHT im September 2001, die Angaben im Number Ones Booklet sind falsch. (Die Original-Fassung erschien im September 2001, nicht die überarbeite, letztere erschien paar Wochen später).
Insgesamt gibt es folgende Versionen:
1.) You Rock My World – Version 1 (Kurzfassung, Deutschland-Premiere RTL, 5 Minuten, 22.09.2001)
2.) You Rock My World – Version 1 (full length – Fassung, 13:47 Minuten, Premiere MTV, 23.09.2001)
3.) You Rock My World – Version 1 (10 Minuten – Edit der langen Fassung, angeblich auf Promo-Video veröffentlicht, unbestätigt)
4.) You Rock My World – Version 2 (Revised Edit Version, 5:44 Min.)
5.) You Rock My World – Version 2 (Revised full length – Fassung, 13:30 Min., sehr selten ausgestrahlt)
6.) You Rock My World – Version 2 (10 Minuten – Edit der langen revised Fassung, 2003 erschienen auf der Number Ones DVD)
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Arnaud

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BeitragThema: Re: EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))   Di 15 Mai 2018 - 22:26

Zusammenfassung der restlichen wichtigen, wesentlichen Informationen aus den restlichen Artikeln, B&W Nr. 32, französische Ausgabe, erschienen Ende 2001, jedoch nicht mehr auf Deutsch / in Deutschland:

- Knapp 2 Jahre lang pausierte das Magazin. Lag teils wohl auch am Materialmangel, wie wir spätestens jedoch seit der numéro ultime wissen, brachen die Verkaufszahlen immer mehr ein, weshalb man pausieren musste. In der letzten Ausgabe 2000 wurde versprochen, man komme zeitgleich mit Michaels Comeback wieder... Jedenfalls versuchte man es, allerdings funktionierte das im Internet-Zeitalter wohl leider nicht mehr.

- Neben Laurent Hopman gesellte sich offenbar ein weiterer Co-Chefredakteur zu der Truppe - ein Herr Arnaud Bringer.


Zusammenfassung „hot news“:


- Die Kooperation mit Lenny Kravitz, deren Ergebnis der Titel „Another Day“ war, sollte (welch Zufall, vor wenigen Wochen geleakt worden, jedenfalls teilweise, Anm. des Übersetzers) ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Dennoch wurde B&W offenbar eingeräumt, darüber zu reden, sonst hätten sie es ja nicht getan. Lenny Kravitz schrieb und produzierte „Another Day“ mit. Auch hat sich Lenny Kravitz 2001 dazu geäußert: „Mit Michael zusammenzuarbeiten ist wahrscheinlich die größte musikalische Erfahrung meines gesamten Lebens. Er war wirklich nett und hat sich sehr professionell verhalten. Außerdem darf man nicht vergessen, dass er ein Genie ist...“ Zitat B&W: „Auch wenn der Song nicht auf dem Album (Invincible, Anm. des Übersetzers) enthalten ist, wird er vielleicht nicht für immer im Schließfach bleiben. Mit etwas Glück, wird der Song vielleicht eines Tages verwendet werden. (Wurde letztlich nichts draus, der Song sollte erst knapp 10 Jahre später leaken, Anm. des Übersetzers)

- Michael hat mit dem Rapper Jay-Z ein Duett aufgenommen, das im Laufe des Monats Dezember 2001 erscheinen dürfte. (wurde bekanntlich nichts draus, bis heute unveröffetlicht, Anm. des Übersetzers). In der Tat wird die Stimme des King Of Pop auf dem Remix des Songs „Girls Girls Girls“ enthalten sein, dessen Original auf dem Album des Rappers mit dem Titel „The Blueprint“ enthalten ist. Jay-Z hat einen Remix von You Rock My World erstellt (soweit ich auswendig weiß, nur auf Promos erhätlich, Anm. des Übersetzers) Michael akzeptierte als Ausgleich, bei diesem Remix von „Girls Girls Girls“ mitzumachen, das als Bonus auf „The Blueprint“ erschienen könnte. Jay-Z äußerte sich bei MTV über seine erste Begegnung mit dem King Of Pop: „Michael rief mich an, und sagte, dass er wünsche, dass ich einen Remix von You Rock My World mache. Ebenso gestand er mir, dass er meinen Song „Hard Knock Life“ liebt. Dann begann er den Rhythmus des Songs nachzuahmen und zu rappen! Ich sah den Telefonhörer an, und glaubte nicht, dass das Michael Jackson war, der dies tat! Schließlich fragte ich ihn, ob er mit mir auf die Bühne kommen würde während des Hot Summer Jam – Festivals, und er sagte sofort zu!“

- Cry soll in den USA nur schwache Ergebnisse erzielt haben, so dass man umdisponierte, und stattdessen Butterflies veröffentlichte. (Scheint insoweit, dass es in den USA 3 Singles von Invincible gab. Wenn auch nur als Airplay. Allerdings komisch die Sache mit Cry, ich meine keine einzige US-Pressung von Cry gesehen zu haben. Von Butterflies ja. Selbst Heaven Can Wait platzierte sich im Laufe des Jahres 2002 in den Hot 100, wenn wohl auch nur durch Airplay. Offenbar spielte man die Album-Version des Songs, denn auch von Heaven Can Wait gibt es keinerlei US-Pressungen, Anm. des Übersetzers).

- Am 7. November 2001 fand Michaels berühmte Autogramm-Stunde im Virgin Megastore statt. Um Michaels Autogramm zu bekommen, musste man das Album „Invincible“ kaufen, woraufhin man das Recht erhielt, einen „Pass“ zu bekommen (also offenbar eine Erlaubnis, den Laden zu betreten, und sich ein Autogramm von Michael abzuholen, Anm. des Übersetzers), der für die ersten 500 Personen reserviert war.

- Laut Black & White fanden offenbar sehr wohl Dreharbeiten zum „Unbreakable“ – Video statt, und zwar seit August 2001. Wörtlich steht im Magazin „Seit dem letzten August dreht Michael heimlich das Video zu „Unbreakable“, das die dritte Single von Invincible sein dürfte.“ Es sollte ein richtig gigantischer Kurzfilm werden und Michael setzte sich massiv dafür ein. Das Budget für den Clip war sehr hoch, und er sollte zahlreiche von ILM, den Studios von George Lukas, dem Regisseur von „Star Wars“,  produzierte Spezialeffekte enthalten. Man rechnete mit dem Erscheinen des Clips Anfang 2002...

- In Ländern wie Spanien, der Schweiz, oder Norwegien hatte Invincible eine Woche nach seinem Erscheinen einen Start, wie kein anderes Album zuvor von Michael. Am stärksten jedoch schlug das Album in Frankreich ein. Mit 160,000 verkauften Exemplaren brach Michael einen weiteren Rekord. Kein Album verkaufte in Frankreich innerhalb einer Woche derart viel wie Invincible. Nach dem riesigen Erfolg von YRMW in Frankreich war es wohl Frankreich, dass Michaels Comeback am herzlichsten aufnahm. In den USA verkaufte Invincible in der ersten Woche 370,000 Stück, beinahe identisch viel wie Dangerous sowie HIStory bei deren jeweiligem Erscheinen. Und das ist erst der Anfang... (na ja, leider war dieser Anfang wohl eher auch das gleichzeitige Ende, Anm. des Übersetzers)

- Im Juni 1999, als Michael in München anlässlich des MJ & friends Konzerts war, arbeitete er mit einem indischen Künstler namens A.R. Rahman an einem Song mit dem Titel „Ekam Satym“ („die einzigartige Wahrheit“). Laut A.R. Rahman wird der Song, der sowohl auf Englisch als auch auf Sanskritisch gesungen wird, hier Ende des Jahres erscheinen, im Rahmen eines noch unbekannten Projekts. (Auch daraus wurde offenbar nichts, auch liegen soweit mir bekannt, selbst 10 Jahre später keine weiteren, konkreteren Infos dazu vor, Anm. des Übersetzers)

- Am 1. Dezember 2001 erschien offenbar in dem ebenfalls von Captain Eo Productions vertriebenen Magazin „One“ ein Interview von Michael, das er dem amerikanischen Magazin „TV Guide“ gab. Unveröffentlichte Photos inklusive. (Dürfte im Internet vorliegen, Anm. des Übersetzers)


Wichtige Infos aus dem Artikel „Retrospektive 2000-2001“:


- Am 21. November 2000 teilte Michael Journalisten mit, dass er soeben sechs Songs den Verantwortlichen seiner Plattenfirma vorgespielt habe, und sie seien im 7. Himmel gewesen. Die Songs hätten ihnen sehr gefallen. (Sehr seltsam diese Information, oder? Erfuhren wir nicht in der numéro ultime der Black & White, dass genau das Gegenteil der Fall gewesen sei? Tommy Mottola habe Michael gedemütigt, und ihn wieder zurück ins Studio geschickt?? Sehr seltsam... Anm. des Übersetzers)

- Am 30. November 2000 richtete Michael auf einer Charity-Gala folgenden Satz an den ebenfalls anwesenden Bill Clinton: „Sie waren ein phantastischer Präsident. Ich liebe Sie.“


Wichtige Infos aus dem Artikel „Michael Jackson – 30th Anniversary Celebration: The Solo Years“


- Die Aufgabe des neu dazugestoßenen Co-Chefredakteurs Arnaud Bringer, der 2001 zur Redaktion der B&W stieß, war, Michaels Clips anzuschauen, unveröffentlichte Photos auszusuchen, unveröffentlichte Songs zu hören sowie bei entsprechender Gelegenheit, an den Konzerten des King Of Pop teilzunehmen.

- Im Artikel macht sich Laurent Hopman darüber lustig, „das Privileg“ zu haben, beim ersten MSG-Konzert neben Aaron Carter zu sitzen... *lach*... Er bezeichnet ihn als einen „derart talentierten Künstler, der bereits derart Showbiz-Geschichte geschrieben hat“... lol... Es ist der Bruder von Nick Carter von den Backstreet Boys, und er wäre weltbekannt.. in seiner Familie... lol ;)

- Das Cover des Konzertprogramms, das Michaels Kopf (übrigens Bad-Ära, Anm. des Übersetzers), Hände sowie eine brennende Kerze zeigt, wurde, wie vielleicht bereits vermutet, von Christophe Boulmé erstellt. Letzterer hat 3 verschiedene Abbildungen gemacht, Michael hat sie bekommen, und dann eben diese eine ausgewählt.

- Michael verfolgte die Show von einem Platz rechts von der Bühne. Direkt vor Michael erschien dann ein Kameramann, Michael wurde dann die ganze Zeit von dieser Position aus gefilmt. Direkt in seiner Nähe wurde ein kleiner Bildschirm aufgestellt, an dem Michael das Gefilmte verfolgen konnte.

- Michael war enttäuscht darüber, dass das Publikum Marlon Brando, der eine Rede über Kinder in der Dritten Welt hielt und die Amerikaner für deren Tod aufgrund von Tretminen mitverantwortlich machte, ausgepfiffen hat. Michael hat versucht, das Publikum zu mäßigen, doch letzteres hat ihn nicht beachtet.

- Michael bemerkt einen Fan, der ein Plakat, auf dem „Burn all tabloids“ geschrieben steht, hochhält, und lässt ihn filmen. Laurent Hopman schreibt, Michael möge keine Tabloids, wirft aber gleichzeitig die Frage ein, warum Michael dann jenen Interviews gebe? Z.B. 1999 dem Daily Mirror, oder 2001 der News Of  The World, die Laurent Hopman als eines der erbärmlichsten Tabloids der Welt bezeichnet. Dann fragt Hopman in seinem Artikel, was Michael zu seiner Verteidigung zu sagen habe? Dann schreibt er, dass Michael nichts sagen würde (lol, wohl auch der Laurent Hopman sollte über einen Wechsel seines Dealers nachdenken lol, Anm. des Übersetzers ;)) und deswegen Hopman für Michael antworten würde... Da Michael eben nie Tabloids lesen würde, kenne er ihre Namen nicht... Insofern habe Michael nicht gewusst, dass News Of The World ein Tabloid sei, als sie ihn um ein Interview baten... (Halte ich für einen Blödsinn ehrlich gesagt... Jedenfalls wenig wahrscheinlich... Wenn tatsächlich ein Interview bevorstand, wird Michael schon nicht so blöd gewesen sein, direkt loszulaufen und sich befragen zu lassen, er wird doch wohl vorher schnell 2-3 Leute angerufen haben, und sich erkundigt haben, was Sache ist... Andererseits... Was war mit Bashir?? Wäre es evtl. möglich gewesen, dessen Absichten im Vorfeld zu durchschauen, und sich nicht auf ihn einzulassen? Bashir hätte doch zu knacken bzw. einzuschätzen gewesen sein müssen, Michael war doch sicherlich nicht sein erstes Opfer, denke ich, wenn auch letztlich sein größtes.... Anm. des Übersetzers)

- Laurent Hopman macht sich über die Namen einiger Jacksons-Brüder lustig, indem er sie bewusst falsch schreibt: Jacqueline, Germaine, Marlonne... ;)

- Laurent Hopman war nicht sehr begeistert davon, dass bei Dancing Machine N’Sync sich den Jacksons angeschlossen haben. (Er schreibt, dass er zwar „Justin und seine Kumpels“ gerne mag, aber ihren Erfolg übertrieben findet) Am Ende schreibt Hopman, dass N’Sync nach Dancing Machine zu ihrer Mutter zurückgehen... ;)

- Bei Shake Your Body charakterisiert Hopman Michael als „in Top-Form“... komisch... schreibt er nicht in numéro ultime, er habe nach dem Konzert gemeint, Michaels Schatten gesehen zu haben...?

- Hinsichtlich des Duetts The Way You Make Me Feel mit Britney Spears behauptet Hopman, es wäre live gesungen... Unsinn. Alles Playback, jedenfalls MJ, Spears aber vermutlich auch. (wenn Michael sich auch dieses Mal etwas einfallen ließ, um die Sache nicht ganz so eindeutig aussehen zu lassen, und zwar tiefer gestellte Vocals wie auch bei Songs wie Beat It bei diesen Konzerten, nicht auszuschließen, dass Michael hier denselben Effekt anwandte, wie beim Song 2000 Watts, vielleicht gefiel ihm die Technik, und er beschloss, sie auch für seine Playbacks zu verwenden... ;), lediglich Michaels langsamer Part à la Grammys ’88 war am 7.09.2001 (am 10.09.2001 entsprechend nur noch teilweise live) komplett live (der komplette Song, von zwischendurch einigen live- „hee hee“s abgesehen, Playback… Nur am Ende der Nummer teilweise live) Die beiden Playback-Künstler MJ sowie Spears waren sich in dem Punkt bestimmt schnell einig und vertraut... Ohne an dieser Stelle in irgendeiner Weise Michael mit ihr vergleichen zu wollen.
Dann schreibt er, dass man meinen könnte, MJ und Spears hätten wochenlang geprobt… (könnte man das? ;) Anm. des Übersetzers) Dann stellt er klar, dass es in Wahrheit lediglich eine Probe gegeben habe, und zwar am Vortag.

- Laurent Hopman ist fasziniert von Michaels neuem Move am Ende von Billie Jean: „Er wirkt, als würde Michael in Stücke zerfallen und in sich einstürzen“. Er schreibt, der Schritt sei erstaunlich und völlig unveröffentlicht.

- Die Darbietung von Black Or White wird etwas kritisiert. Hopman schreibt, der Song eigne sich nicht für solch eine kleine Bühne wie die vom Madison Square Garden.

- Von der Beat It - Darbietung ist die Redaktion wiederum begeistert. Sie sei völlig neu, und vom Film „West Side Story“ inspiriert.

- Von der Darbietung von You Rock My World ist Hopman nicht sehr begeistert, vergleicht diese mit der von Blood On The Dance Floor live HIStory Tour. Er ist klar enttäuscht, und führt zudem an, dass angesichts dieser Nummer die Stimmung in der Menge schlechter werde, und die Amerikaner nicht wirklich auf diesen Song abfahren würden. (Ist eigentlich Blödsinn, YRMW wäre bei kommerzieller Single-Veröffentlichung garantiert eine Nummer 1 in den USA geworden, Anm. des Übersetzers)

- Sehr interessante Info: nach You Rock My World war One Day In Your Life als Duett mit Whitney Houston geplant!! Erst auf der Bühne, als die Nummer im Grunde bereits beginnen sollte, erfuhr Michael davon von Michael Bush! Whitney Houston hat in letzter Minute aus gesundheitlichen Gründen abgesagt, ihr sei es nicht gut gegangen... Bereits am Vortag bei den Proben im Madison Square Garden sei sie nicht sehr in Form gewesen.

- Hopman merkt am Schluss an, dass entgegen dem, was versprochen worden sei, dieses Konzert nicht wirklich Michaels großes Comeback auf der amerikanische Bühne darstellt. Es habe sich um ein Mini-Konzert gehandelt, das fürs Fernsehen realisiert worden sei mit nur wenigen Innovationen. Für die Amerikaner, die seit 6 Jahren (eigentlich seit 1989 oder? Anm. des Übersetzers) nichts mehr von Michael gesehen hätten, sei die Show perfekt gewesen, nicht jedoch für die „großen Fans“. Dennoch wolle man nicht undankbar sein, es sei eine Ausnahmeshow gewesen, und die Rückkehr der Jacksons habe ebenfalls ihren Wert gehabt. Wie auch immer, Michael sei recht unzufrieden mit dem ersten Konzert gewesen. Er habe es sich am selben Abend auf Video angesehen, und vieles mangelhaft gefunden.

- Das zweite Konzert (10.09.01) wird von Arnaud Bringer kommentiert. Mehr ist dazu aber auch nicht zu sagen, er liefert eine reine Konzertbeschreibung ab, ohne den Hauch einer Insiderinformation oder sonstigem. Alles was er schildert, sieht jeder auch, der sich das Konzert selber reinzieht. Ein ziemlicher Flop sein Konzertbericht... Anm. des Übersetzers


Zusammenfassung des Artikels „United We Stand: What More Can I Give?“


- Am Vortag des United We Stand – Konzerts, d.h. am 20.10.2001, probte Michael im RFK Stadion in Washington seinen Auftritt. Die Probe begann um 22 Uhr. (so früh gleich? ;) Anm. des Übersetzers) Michael begann mit Man In The Mirror. Mitten im Song hielt er plötzlich an, verlegen. „Könnte mir jemand den Text des Song bringen?“ bat Michael während er sich Richtung Kulissen wandte. „Es ist derart lange her, dass ich den Song zuletzt sang, ich erinnere mich nicht mehr...“ Man In The Mirror fand bei der Probe u.a. auf einem komischen grünen Kran statt, der normalerweise für Kirschenernte verwendet wird... lol... Die Konzertorganisatoren hatten nur dieses Modell zur Verfügung... lach...
Anschließend probt Michael den Titel Heal The World, Version HIStory Tour, gefolgt von What More Can I Give, Solo-Version. (Genauere Infos zu letzterem wären interessant… sang Michael erstens generell live oder Playback bei den Proben? Zweitens: sang er dann den kompletten WMCIG-Song, wie auch immer live oder Playback? Wäre in dem Fall fast egal. Auf der offiziellen Version hören wir ihn ja nur an einigen Stellen, ähnlich wie beim Titel We Are The World, Anm. des Übersetzers)

- Das Konzert am 21.10.2001 dauerte fast 14 Stunden, 46,000 Zuschauer waren im Stadion anwesend. Es gab viele Verzögerungen, teilweise musste man 20 Minuten auf den Auftritt des nächsten Künstlers warten. Michael selber erschien somit erst um 22 Uhr auf der Bühne, zu einem Zeitpunkt, als das Konzert eigentlich beendet werden sollte. Somit wurde Michael gebeten, seinen Auftritt zu verkürzen. Michael beschloss somit, Heal The World rauszunehmen. (So ein Scheiss aber... hätten sie lieber die verspäteten Künstler gekickt, doch nicht Michaels Auftritt verkürzen sollen... :( Anm. des Übersetzers)

- Sobald er auf den Kran steigt, hängt Michael sich eine amerikanische Fahne um, das Publikum ist elektrisiert.

- Bei Man In The Mirror gab es eine Panne. Einem weiblichen Fan gelang es, die Security auszutricksen und auf die Bühne zu gelangen, während Michael den ersten Refrain des Songs sang... Die Frau stürzte sich auf Michael und umarmte ihn, ging dann jedoch ruhig von der Bühne, in Begleitung einer Sicherheitskraft... (Eigentlich kaum zu glauben, dass derartige Desaster immer wieder und offenbar derart einfach möglich waren... Man denke u.a. insbesondere an Earth Song live in Seoul 1996, also den what about us – Part... Anm. des Übersetzers)
(Übrigens bis heute derart schade, dass dieser einmalige Man In The Mirror - Auftritt bis heute nicht veröffentlicht wurde, lediglich als Audio. Auch war der Einsatz eines Krans bei Man In The Mirror einmalig. Anm. des Übersetzers)

- Beim Titel What More Can I Give (der im Gegensatz zu MITM in Bild und Ton als Mitschnitt vorliegt, Anm. des Übersetzers) gab es diverse technische Pannen, u.a. funktionierten die meisten Mikrophone nicht, außerdem kannten einige der Künstler den Text des Song nicht... (fiel mir so gar nicht auf muss ich sagen, Anm. des Übersetzers) Michael hat mehrfach entsprechend signalisiert, dass er dadurch genervt war. Schließlich gab Michael den Orchesterchef und zeigte jedem der Künstler, an welcher Stelle er singen sollte.

- Vor allem Mariah Carey oder Usher werden kritisiert, die nicht wirklich motiviert gewesen sein sollen, und mehr redeten als dass sie sangen...


Zusammenfassung des Artikels „OTW – Thriller – Bad – Dangerous – Special Editions“


- Im Mai 1999 visierte Sony Music zum ersten Mal an, Special Editions der ersten 4 Solo-Alben Michaels bei Epic herauszubringen. (Die diesbezügliche Ignorierung von HIStory sowie BOTDF, was bekanntlich bis heute der normale Zustand ist, nervt tierisch, Anm. des Übersetzers)

- Sony schlug vor, die Alben zu remastern, und ihnen einige unveröffentlichte Stücke hinzuzufügen.

- Michael war sofort begeistert von dem Projekt. Er suchte die unveröffentlichten Titel aus.

- Hinsichtlich Off The Wall traf er seine Entscheidung schnell. Er verfügte nur über einen einzigen Titel aus dieser Zeit, der qualitativ gut genug war, um veröffentlicht zu werden: Sunset Driver. Außerdem war You Can’t Win ebenfalls vorgesehen.

- Im Gegensatz zu OTW verfügte Michael über mehr unveröffentlichte Thriller-Stücke. Michael entschied, Carousel, Got The Hots sowie Someone In The Dark zu nehmen sowie einen unbekannten Rap-Teil von Vincent Price, der für Thriller aufgenommen wurde.

- Was Bad anging, verfügte Michael über eine noch größere Auswahl an unveröff. Titeln als hinsichtlich OTW oder Thriller. Er hat für dieses Album tatsächlich mehr als 80 Titel aufgenommen. Er wählt Streetwalker aus sowie Someone Put Your Hand Out (komponiert 1988), Fly Away (das seine Schwester Rebbie 1998 für ihr Album „Yours Faithfully“ neu aufgenommen hat) sowie Todo Mi Amor Eres Tu. (spanische Version von IJCSLY)

- Bei Dangerous war klar, dass die Produktion einer zweiten CD nötig gewesen wäre, ist die normale CD ja bereits voll. Hier wiederum kann Michael zwischen 75 Songs wählen, die er für das Album aufnahm. (Damals kursierten Gerüchte, dass es gar 100 waren, in einigen Berichten war sogar von 200 Songs die Rede... 75-100 erscheint wahrscheinlicher, Anm. des Übersetzers) Michael wählte Monkey Business (war das nicht gleichzeitig auch ein Bad-Outtake? Anm. des Übersetzers), Work That Body, If You Don’t Love Me, Serious Effect, Happy Birthday, Lisa sowie She Got It aus. Weiterhin fügte er einen Remix von Black Or White, die Oprah Winfrey Special Intro – Version von Who Is It sowie eine Demo-Version von Dangerous hinzu.

- Nachdem man Michael die Auswahl der Songs treffen ließ, die auf diesen Sondereditionen erscheinen sollten, begann Sony Music mit Überlegungen hinsichtlich des Marketings dieser Alben. Erste Problemstellung lag auf der Hand: Sollte man diese Platten vor oder nach dem neuen MJ-Album herausbringen? Einige Verantwortliche bei Sony Music vertraten die Auffassung, dass es am klügsten sei, diese Alben so schnell wie möglich herauszubringen und sie unabhängig vom neuen Album zu promoten. Andere wiederum waren der Ansicht, dass die Alben nach dem Erscheinen des neuen Albums herauskommen sollten, gegen Ende seiner Promotion. Schließlich wird keine der beiden Strategieoptionen in Angriff genommen. Um von dem medialen Hype beim Erscheinen von Invincible zu profitieren, beschloss man, die vier Special Editions einige Wochen vor Erscheinen des neuen Albums zu veröffentlichen.
Dennoch hatte diese Entscheidung wichtige Konsequenzen bezüglich des Inhalts der Alben. Um zu vermeiden, dass das Publikum womöglich verwirrt würde, angesichts derart vieler neuer Songs aufeinmal, und um eine Konkurrenz von Invincible mit den Special Editons zu vermeiden, wollte man doch (angeblich, Anm. des Übersetzers) in erster Linie Invincible verkaufen, wurden die Tracklists der vier SEs stark modifiziert. Die meisten unveröffentlichten Stücke werden entfernt oder durch Demoversionen (wohl bekannter Songs, siehe z.B. Working Day and Night, Anm. des Übersetzers) ersetzt. Weiterhin werden Auszüge von Interviews mit Quincy Jones sowie Rod Temperton hinzugefügt. (Die bekloppteste aller Entscheidungen überhaupt, was haben Audio-Interviews auf Alben zu suchen?? Völlig sinnlos verschwendeter Platz. Auf CDs gehört Musik verdammt noch mal, keine dämlichen Interviews, die zudem völlig uninteressant waren und inhaltlich kaum Neues boten. In Druckform im Booklet hätte es schon eher Sinn gemacht, Anm. des Übersetzers)
Die zweite Dangerous-CD wurde komplett gecancelt. (Liegt heute Gott sei Dank vollständig als Leak vor, immerhin, außerdem leakten zwischenzeitlich noch viele weitere Demos von Dangerous, u.a. z.B. die tolle, überlange Version von Give In To Me, Anm. des Übersetzers)

- Nach diesen Änderungen bestand das Risiko nicht mehr wirklich, dass die SEs dem neuen Album Konkurrenz machen könnten. Dennoch handele es sich um Stücke, die unumgänglich seien. (gemeint sind wohl die Stücke, die letztlich dennoch auf den SEs erschienen, Anm. des Übersetzers)

- In dem Zusammenhang fällt mir eine Meldung von planetjackson.com ein, die damals, als Streetwalker auf der Bad SE erschien, schrieben, dass es nun klar sei, woher bei der Grammy Awards 88 – Version von The Way You Make Me Feel diese „doo ooo... doo ooo“ – Sequenzen stammen würden. Was ich aber bis heute nicht begriffen habe, vielleicht kann hier jemand abhelfen, wie Michael aus Streetwalker den Song Dangerous entwickelt haben will??? Jedenfalls bestätigte er dies im Dangerous-Plagiat-Verhör in Denver 1994. Erschließt sich mir nicht wirklich. Streetwalker und Dangerous haben meines Erachtens nichts, aber auch gar nichts gemeinsam. Anm. des Übersetzers


Info im Artikel „Remember The Songs“


- Die Version von Fly Away, die auf der Bad SE enthalten ist, ist eine Demo-Version. Michael hat den Text der zweiten Strophe nicht fertiggestellt. Der Text, den er da singt, ergibt keinen Sinn. Somit wurden diese nicht übersetzt.


Zusammenfassung der Rubrik „Herr Ichweißalles“ (M. JeSaisTout)


- Marie Refranju, 17, aus Besançon fragt, ob Michael hinsichtlich des Clips vom Remake von Smooth Criminal von Alien Ant Farm ein Wort mitzureden hatte. Ihr gefalle das Remake sehr.

Antwort von Herrn Ichweißalles: Die Mitglieder der Gruppe sind seit Langem Fans des King Of Pop und legten aus Respekt vor ihm Wert darauf, dass Michael seine Meinung über den Clip ausdrückt. In der Tat hätten sie nicht gewollt, dass Michael sich beleidigt fühlt durch ihren Humor. Nachdem Michael sich den Clip bei sich ansah, teilte er ihnen mit, dass er ihm sehr gefalle, er aber finde, dass er noch besser wäre, wenn man eine kleine Änderung vornähme. So tanze der Junge in der Tat in der ersten Version mit einer chirurgischen Maske im Gesicht. Michael habe freundlich gefragt, ob es möglich wäre, diese Maske zu entfernen. Um Michael zufriedenzustellen, wurden diese Szenen entfernt. Als der Clip über die TV-Sender lief, änderte Michael jedoch seine Meinung, und akzeptierte, dass auch die Version mit der Maske ausgestrahlt werde. Somit gibt es zwei Versionen des Clips, die mit der Maske, und die andere ohne.

- Stéphane Tronet, 23, Grenoble möchte wissen, wer Benjamin Hermansen ist, dem Michael sein Invincible-Album im Besonderen gewidmet habe.

Antwort von Herrn Ichweißalles: Benjamin Hermansen war ein 15-jähriger norwegischer Jugendlicher, der wegen seiner Hautfarbe im letzten Januar von einer Neonazi-Gruppe erstochen und getötet wurde. Michael erfuhr auf Umwegen davon von Omer Bhatti, ein Freund von Benjamin, der ebenso ein Doppelgänger von Michael ist. Im Invincible-Booklet widmete Michael Benjamin folgende Botschaft: „Lasst uns nicht vergessen, dass man einen Menschen nicht anhand seiner Hautfarbe bewerten sollte, sondern anhand des Inhalts seiner Seele. Wir lieben Dich, Benjamin, ruhe in Frieden.“

- Sarah Voisin, 18, Elancourt möchte wissen, ob es stimmt, dass Michael vor ein paar Monaten einer amerikanischen Journalistin vorgeschlagen habe, mit ihm auszugehen?

Antwort von Herrn Ichweißalles: Er bestätigt dies, und schreibt, dass es ausnahmsweise keine Meldung der Skandalpresse sei. Es handle sich um Katie Couric, 44, Journalistin, die für NBC arbeitete. Michael sei ihr in New York begegnet, als er der Presse seine neue Stiftung – Heal the Kids vorstellte. Die Frau sei ihm ins Auge gefallen... Michael habe jedoch nicht gewusst, dass Katie nicht alleinstehend war... Seit mehr als einem Jahr habe sie einen Freund... Somit habe sie freundlich abgelehnt... Wenn das nicht traurig sei...

- Roberto Da Silva, 26, Perpignan möchte wissen, wie viel Michael pro verkaufte Beatles-CD bekommt.

Antwort von Herrn Ichweißalles: Nehmen wir das Beispiel der „1“ – Zusammenstellung, die vor einiger Zeit erschienen ist. Pro verkaufte CD erhält Michael 17 Cents. (etwa 1 Franc). Alles in allem brachte diese Compilation Michael bislang 3,4 Millionen Dollar ein (etwa 25 Millionen Francs).  


Weiterhin gibt es einen Aufruf an die Fans, der Redaktion zu schreiben, da man ab der nächsten Ausgabe wieder die altbekannten Rubriken „Mr. Saloon“, „Hey Fans!“ sowie „Das passiert nicht nur den anderen!“ wieder ins Heft aufnehmen wolle...

Auf der Rückseite des Magazins, wo wir übrigens ein meines Erachtens sehr schönes Exklusiv-Photo von Michaels Autogrammstunde Ende 2001 im Virgin Megastore sehen, wird Black & White Nr. 33 für Anfang März 2002 angekündigt... Diese erschien bekanntlich nicht mehr... Schade. :( Anm. des Übersetzers.



Abschließender Kommentar des Übersetzers:


In der Tat etwas schade, dass es soweit kommen musste, das Magazin ganz und für immer einzustellen. Lediglich die Schuld dem Internet zu geben, ist wohl etwas zu einfach. Es muss schon auch noch andere Gründe gegeben haben. Nur weil es das Internet gibt, sind Zeitschriften oder Bücher generell doch nicht ausgestorben... Man hätte es eben ein wenig anders aufziehen müssen. Eine gewisse Schwachstelle in dieser Ausgabe war wohl in der Tat, sich ellenlang, auf mehreren Seiten über die MSG-Konzerte auszulassen, die zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Ausgabe quasi schon vor über 3 Monaten stattgefunden hatten. Und man in der Tat sofort frische Infos hatte, wenn auch keine besonders detaillierten Konzertberichte, weil dazu schlichtweg nur wenige in der Lage sind. Black & White waren aber auch nicht unbedingt immer die Experten auf dem Gebiet... So was musste in der Tat in die Hose gehen, v.a. der Bericht dieses, wohl noch etwas unerfahrenen Arnaud Bringer, der wirklich nicht einen Scoop liefert, nichts. Vielleicht wussten die zu dem Zeitpunkt nicht genau, ob bzw. welche Teile der Konzerte genau ausgestrahlt werden würden... Aber Rubriken wie etwa Call Hector waren doch im Grunde unsterblich, hätten locker weiterlaufen können. Mit der Website planetjackson.com machte sich die B&W – Gang zudem wohl selber Konkurrenz. Vielleicht hätte man die Seite kleiner halten sollen, und die Exklusiv-News usw. versuchen sollen, mehr im Heft zu integrieren. Ungewöhnlich auch, dass man gleich nach einem ersten Misserfolg aufgab, erfuhren wir nicht in der numéro ultime, dass die Anfänge des Magazins in den 90ern auch nicht gerade rosig verliefen, und man sich nicht klein machen ließ, und trotz allem zuversichtlich weitermachte? Trotz einiger Schwachstellen in der letzten Ausgabe Nr. 32 (die aber jede andere Ausgabe auch hatte!) war es doch letztlich wieder eine wunderbare Nummer, die man nicht missen möchte, schon allein wegen der interessanten Infos über Invincible, und der diversen tollen, seltenen Photos. Vielleicht floppte aber eben diese letzte Ausgabe ungewöhnlich brutal, dann sahen sie sich durch das Internet (wenn auch wie gesagt etwas voreilig) entmutigt, und mit dem sich abzeichnenden Flop von Invincible machten sie sich wohl entsprechend keine großen Zukunftshoffnungen.
Wie auch immer, hat wohl trotz allem nicht sein sollen, und das Magazin wurde eben eingestellt.
Immerhin Ende 2009 dann noch die Sonderausgabe, aber letztlich finde ich, wurden die deutschen Fans unschön verstoßen, da sie ja seit März 2000 nie wieder etwas von dem Magazin hörten oder sahen, ohne jede Erklärung, Entschuldigung oder sonst was. Das war in der Tat nicht ganz nett.
Auffallend war aber auch, dass Annalisa, die immer die aktuellen Collectors betreute, nicht mehr an Bord war.
Nebenbei, sind Laurent Hopman und Julien Derain eigentlich verheiratet oder so was?? ;) Kommt einem so bisschen vor, als passe zwischen die beiden kein Blatt Papier, immer ständig zusammen, zusammen unterwegs, usw. und das offenbar schon seit Jahrzehnten...
Wie auch immer, egal!
Alors, c’est ça, au revoir, bande de gros nazes!
;) :D :)



Credits Black & White Nr. 32 (hätte im Falle eines Erscheinens der deutschen Ausgabe Nr. 29 entsprochen...), deutsche Exklusiv-Version:
Französische Original-Version - ursprünglich erschienen im Dezember 2001.
Deutsche Exklusiv-Übersetzung: Januar/Februar 2010.
Originalgetreue Übertragung aus dem Französischen ins Deutsche:
Arnaud – Recognize HIStory Forum.
Initiation, Konzeption, Organisation, PR & Marketing ;), Projektleitung und -Entwicklung, Materialausstattung, erste Durchsicht und Selektion der 1:1 zu übersetzenden Artikel, Scans, ergänzende Informationen, Recherchen, Rekonstruktion und Erweiterung / Aktualisierung sowie Zuschnitt von Informationen, Redaktion, Updates, Kommentare, Stoffsammlung, Archiv, Lektur, Nachkorrektur:
Exklusiv, ehrenamtlich und unentgeltlich von
Arnaud – Recognize HIStory Forum.
Vom Fan für Fans!
Verbreitung der Übersetzung sowie der darin enthaltenen Informationen, usw. im Internet, auf Foren, usw. ist nur gestattet bei gleichzeitiger Erwähnung des Übersetzers
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Jegliche kommerzielle Vervielfältigung ist nicht gestattet!
Besonderer Dank an Chantal, die zu den größten Fans dieser Übersetzungen gehört! Ja wenn sie nicht DIE größte Fanin davon  ist! :) Das ganze immer supportet und befeuert hat! Und einen immer angespornt hat! Danke Dir!
You're amazing, you're awesome! :)
Last but not least, danke an alle Fans, die das Projekt mit Begeisterung, Freude, und den zahlreichen Danksagungen verfolgt haben! :) Es war eine große Freude und Ehre, die Sache für Euch zu machen! Dass das so einschlagen würde, hätte ich nicht gedacht, ich hatte eigentlich mehr aus Gaudi damit begonnen, hätte nicht gedacht, dass daraus so ein Monster werden würde! ;) :)
Als MJ-Fan ist man invincible, together sind wir even more invincible, indestructible! :)
Beat us, hate us, you can never break us! ;) :)
Thank you all, goodbye!

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BeitragThema: Re: EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))   Mo 21 Mai 2018 - 16:03

Monsieur Arnaud - merci beaucoup     Tova


Glaube denen, die die Wahrheit suchen, zweifle an jenen, die die Wahrheit gefunden - zu haben scheinen. (abgeändertes Zitat von Gide)
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Arnaud

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BeitragThema: Re: EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))   Mo 21 Mai 2018 - 21:09

@cindi schrieb:
Monsieur Arnaud - merci beaucoup     Tova

Wenn Sie bitte so freundlich wären … da dieses ein Forum in Deutschland ist …
Bei allem Verständnis dafür, aber … so, wie es in Frankreich üblich ist, dass man dort selbstverständlich Französisch spricht, so ist es in Deutschland üblich, dass man hier Deutsch spricht …
Und damit es nur ganz klar ist: Wir können uns gerne fabelhaft auf einen Kaffee treffen und dort sprechen wir nur Französisch … aber … es ist Deutschland hier! …

:D ;) …

Hihi, ja, unfassbar, Weltsensation, im RH gibt es Leben, Leben! Das will wohl was heißen für die Forschung … :D ;) …

Eigentlich kommt man sich hier mittlerweile eher vor wie in einem Bestattungsinstitut o. Ä. … Ständig stolpert man über irgendwelche Leichen und muss diese auf- bzw. umräumen, hihi … :D ;) …

Aber im Ernst: Diese alte Übersetzung gesondert zu posten, war mir wichtig, insbesondere "aus einem Guss" ohne die vielen Zwischen-Postings, sondern alles soll sich schön flüssig und ohne Unterbrechung am Stück lesen, und ohne dass man kompliziert nach den einzelnen Teilen suchen muss, insbesondere nicht, äh, andernorts … ;)

Hier stecken ja doch diverse wichtige Infos drin, die möglichst nicht in Vergessenheit geraten dürfen … :)
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BeitragThema: Re: EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))   

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EXKLUSIV: Übersetzung der allerletzten (in D. nie erschienenen) frz. Black & White (Nr. 32) von Ende 2001! (Contains previously released material! ;))
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