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 Pegida

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luna777

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BeitragThema: Re: Pegida   Mi 14 Jan 2015 - 0:06

Danke Remember,[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Mit deiner witzigen Bemerkung hast du mir den Wind aus den Segeln genommen. Meine Wut auf die ganze Situation kann sich nun glätten. Es ist wie Balsam für meine aufgeregte Seele.

Ich halte einen Moment stille und es ist fast so als hätte Michael mich verschmitzt angelächelt. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]



Nur noch ein allerletztes Wort:

Bitte, Bitte ihr Deutschen lasst euch nicht gegeneinander aufhetzen. Spaltet euch nicht in 2 Lager.  Obwohl ich Luxemburgerin bin und nicht zu Deutschland gehöre seid ihr meine Schwestern und Brüder sowie alle anderen Völker dieser Erde auch.[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Und bitte glaubt mir, die Presse und die Politiker lügen wirklich in unheimlich vielen Dingen, schon seit vielen, vielen Jahren. Was man mehr recherchiert, was einem immer mehr Lügen deutlich werden. Probierts doch selbst mal aus.
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BeitragThema: Re: Pegida   Mi 14 Jan 2015 - 10:56

Ja,  darüber mußte ich gestern auch lachen,  remember. Herz Hat gut getan. 

@luna
Danke für  Deinen lieben Beitrag. An dieser Stelle ganz liebe Grüße nach Luxemburg. Umarme dich

Unser Volk ist bereits gespalten,  man muss sich nur mal manche Kommentare unter Artikeln durchlesen. Wehe,  wenn sie losgelassen... 

Lügen,  um damit zu manipulieren,  macht auch das Fernsehen.  Tom Buhrow beklagte sich in einem Interview beim Focus über viele Beschwerden seitens der Zuschauer über die Ukraine Berichterstattung vom ARD.  Der WDR ist auch nicht besser. Der ist auch nur noch zum Abschalten.   Am besten ist,  wie Du es sagst,  sich übers Internet zu informieren.
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Marcel

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BeitragThema: Re: Pegida   Mi 14 Jan 2015 - 13:45

komet, Gysi hat sich (mMn) leider sehr gewandelt. *kopfschüttel*


Eine gesicherte Analyse der Teilnehmerzusammensetzungen bei den Demos gibt es, glaube  ich, noch nicht.

Dennoch:


... Zunehmend kristallisieren sich die lokalen Unterschiede zwischen den Aufmärschen in Ost und West heraus. Während im Westen der Republik in der Mehrheit bekannte Neonazis, Rassisten und rechte Splittergruppen an den Pegida-Aufmärschen teilnehmen, ist in Dresden oder Leipzig durchaus auch »Otto Normalbürger« zugegen. Die inhaltliche Ausrichtung der Aufmärsche unterscheidet sich ebenfalls von Ort zu Ort. So geht die Mehrheit der Menschen im Osten keineswegs nur gegen eine von ihr ausgemachte »Islamisierung« der Bundesrepublik auf die Straße. Vielmehr dominiert dort eine diffuse, aber nicht konkreter artikulierte Wut auf »die da oben«, welche auf eine zunehmende Entfremdung der Bevölkerung von der etablierten Politik und dem vorherrschenden politischen System hindeutet. In den Altbundesländern versuchen hingegen vielerorts die zuvor mit ihrem oftmals martialischen Auftreten gescheiterten Neonazis, die Mobilisierungserfolge von Dresden zu kopieren. Um der Anschlussfähigkeit an rassistische Kreise der sogenannten politischen Mitte willen schieben sie sogar eine Verteidigung des »christlich-jüdischen Abendlandes« als Grund dafür vor, auf die Straße zu gehen. ...
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BeitragThema: Re: Pegida   Mi 14 Jan 2015 - 22:54

hi marcel,

schön, dass du da bist..

ganz ehrlich..auch ein gysi darf sich in meinen augen mal ändern..
oder etwas anderes sagen, was von ihm erwartet wird..

ansonsten sehe ich auch die von dir beschriebenen unterschiede von immer noch ost + west..
(wird auch nicht so schnell überwunden sein...dauert mit sicherheit noch eine generation)

dennoch....
die unglaubliche solidarität, die sich angesichts des attentats in frankreich gezeigt hat, ist doch ein starkes zeichen, um was es geht..

natürlich weiss ich, gerade wenn ich an die berichterstattung über michael nachdenke, wass 'presse' bewirken kann..

auf der anderen seite sehe ich, weil ich mich sehr damit beschäftige, einige seriöse zeitungen, die sich eine wahre berichterstattung auf die fahne geschrieben haben..

nun ja, die lese ich dann..

etwas am theama vorbei..

alles liebe

komet


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BeitragThema: Re: Pegida   Mi 21 Jan 2015 - 23:42

Tova 

eine erfreuliche nachricht:

"Nach heftiger Kritik an Facebook-Fotos in Hitler-Pose und hetzerischen Kommentaren tritt Pegida-Gründer Lutz Bachmann zurück. Die Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung ein."

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erfreulich, weil endlich gegen einen bekannten rechtsextremen wiederum ordentlich ermittelt werden kann...
weiterhin freut mich, dass die grossdemo in leipzig viele differenziert denkende menschen auf die strasse gebracht hat..
und es freut mich auch, dass politiker mit den 'mitläufern' dieser demos gesprochen haben..
denn: nur so können diese menschen wieder eingefangen werden..

meine freude heute überwiegt:
ein nazi hat sich verabschiedet..
dank vieler demokraten..

Fleur


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BeitragThema: Re: Pegida   Do 22 Jan 2015 - 16:13

Natürlich ist Bachmann ein rassistischer Rechtsradikaler. Das wusste man von Anfang an, war alles bekannt. Klar, dass er sich davon jetzt distaziert, muss er ja als öffentliche Person.
Nur: So wie er denken sehr viele bei Pegida. Das ist eine im Kern und in ihrer Führung durch und durch rechtsradikale Organisation mit einer Menge Mitläufern denen oft vllt gar nicht so klar ist, mit wem sie sich da gemein machen. 
Einer weniger - das sehe ich nicht so. Bachmann ist ja noch da, verbreitet weiter seine Hetze. Und etliche andere auch. Darum hilft nur Aufklärung.


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BeitragThema: Re: Pegida   Sa 24 Jan 2015 - 9:33

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
 Pegida. Das ist eine im Kern und in ihrer Führung durch und durch rechtsradikale Organisation 
Hast du stichhaltige Informationen die das belegen?  Es würde mich wirklich interessieren. Vielleicht bin ich dann besser informiert und werde meine Meinung zu Pegida ändern.
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BeitragThema: Re: Pegida   Sa 24 Jan 2015 - 12:00

Ich würde dir die FB Seite Pegida-Watch ans Herz legen.
Außerdem ist es in meinen Augen ziemlich klar ersichtlich, dass Lutz Bachmann, der Gründer von Pegida, aus seinem Rassismus keinen Hehl macht. Er trat letzte Woche zurück, als Facebook Posts von ihm auftauchten, in denen er Ausländer, bzw. Asyl-Suchende als "Viehzeug" und anderes beschimpft hat.
Er trat daraufhin zurück, wohl auf Druck von außen, um der Bewegung kein schlechtes (noch schlechteres) Image zu verpassen.
Zum zweiten ist der Pegida-Ableger LEGIDA, die in Leipzig marschieren, letzten Mittwoch durch Gewalt und Ausschreitungen aufgefallen. Pegida distanziert sich ja seit kurzem von den Leipzigern, weil diese zu Gewalttätigeiten neigen (auch hier wieder: Image-Verlust). Die Ausschreitungen, bei denen einige Journalisten tätlich angegriffen und verletzt wurden, waren ja nicht die ersten...
Bei der Münchner Pegida Demo marschierten nach Polizeiangaben von etwa 1000 Demonstranten 200-300 polizeibekannte und teils vorbestrafte Neo-Nazis mit.
Einer der Initiatoren in München ist ebenfalls ein bekanntes Gesicht und wird vom Verfassungsschutz wegen volksverhetzender und rassistischer Auftritte beobachtet.
Ähnliches beobachtet man in anderen Städten.
Und, wie ich schon vorhin erklärt habe, ist das Vokabular, das auf diesen Demos gebraucht wird, in seinem historischen Kern völkisch-nationalistisch bis nationalsozialistisch geprägt.
Volksverräter, Lügenpresse und vieles mehr, das da gebrüllt wird - das alles stammt aus Nazi-Parolen.
Ist vielleicht nicht jedem Mitläufer bekannt gewesen, aber Politikwissenschaftlern und Historikern rollen sich dabei die Fußnägel auf.
Und spätestens jetzt sollten den Mitläufern der nationalsozialistische Hintergrund dieser Ausdrücke ja bekannt sein. (Obwohl - wahrscheinlich nicht. Zeitung lesen tut man ja nicht, ist Lügenpresse...
Dann vielleicht ein Geschichtsbuch... )

In meinen Augen ist die Sache ziemlich eindeutig:
Die Gründer/Anführer fielen in der Vergangenheit oft durch schwerste rassistische Äußerungen auf. Der harte Kern (laut Polizeiangaben etwa 1/3) der Demonstranten, die jedes Mal wieder zu beobachten sind, sind bekennende Neo-Nazis. Der andere Teil der Demonstranten, der überwiegende Teil, sind einfach Mitläufer, die irgendeinen diffusen Frust zum Ausdruck bringen möchten und, zumindest am Anfang, wahrscheinlich relativ ahnungslos waren, mit wem sie sich da gemein machen.
Spätestens jetzt aber sollte jedem langsam klar werden, dass Pegida weder ein klares Konzept, noch eine klare Linie hat und von bekannten, teils vorbestraften Rassisten geführt wird.

Wenn ich auf eine Demo gehe und ein Drittel dieser Demo besteht aus Neo Nazis mit Glatzen, Springerstiefeln und Runen-Tattoos - da überlege ich mir doch, ob ich mich wirklich mit diesen Leuten gemein machen möchte, oder?
Will man als "ganz normaler besorgter Bürger" tatsächlich neben gewaltbereiten Neonazis marschieren? In Deutschland? Will man das?

Ich kenne zwei Araber die schon seit Jahren in D. leben, die Montagabends nicht mehr in die Innenstadt gehen. Sie gehen extra früher aus der Arbeit, um rechtzeitig vor der Demo zuhause zu sein, aus Angst, dass gewaltbereite Pegida Demonstranten sie angreifen.
Und dabei ist die Pegida Beweung in der Stadt in der sie leben, wirklich ein Witz und besteht aus nur ungefähr 500 Personen. Wie muss es da den wenigen Ausländern (1%) in Dresden gehen?


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BeitragThema: Re: Pegida   Sa 24 Jan 2015 - 23:14

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
 Pegida. Das ist eine im Kern und in ihrer Führung durch und durch rechtsradikale Organisation 
Hast du stichhaltige Informationen die das belegen?  Es würde mich wirklich interessieren. Vielleicht bin ich dann besser informiert und werde meine Meinung zu Pegida ändern.


ich denke, luna, deine fragen sind mit zoeys beitrag beantwortet..

Fleur


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BeitragThema: Re: Pegida   So 25 Jan 2015 - 22:24

@Zoey schrieb:
Zum zweiten ist der Pegida-Ableger LEGIDA, die in Leipzig marschieren, letzten Mittwoch durch Gewalt und Ausschreitungen aufgefallen.

Einspruch! Wie ich in manchen (alle berichten ja nicht darüber) Artikeln gelesen habe, kommt die Gewalt von Gegendemonstranten.

Ein Auszug aus

freie welt
vom 22.01.15


In Leipzig sind 15.000 Bürger zur LEGIDA-Kundgebung gekommen. LEGIDA-Gegner versuchten mit Anschlägen und Blockaden, sie an der Ausübung ihres Rechts auf Meinungsäußerung zu hindern.....

Die Ausübung des Rechts auf Demonstrationsfreiheit wurde durch zahlreiche Aktionen von PEGIDA- und LEGIDA-Gegnern erschwert. Der Zugverkehr zwischen den beiden sächsischen Metropolen musste wegen mehrerer Anschläge vorübergehend eingestellt werden. Außerdem wurden Demonstrationswillige von Blockierern daran gehindert, zum Ort der Kundgebung vorzudringen. Rund 20.000 Menschen demonstrierten gegen die LEGIDA-Demo.

weiter:
ein Artikel vom 20.01.
sz-online
Bei Anti-Pegida-Demonstrationen in der Duisburger Innenstadt sind am Montagabend vier Polizisten verletzt worden. Während Tausende Menschen ein friedliches Zeichen gegen den Aufzug der islamkritischen Pegida setzen, waren etwa 200 Linksautonome für die Gewalt verantwortlich, wie die Polizei mitteilte. Es flogen Böller und Steine. Demonstranten versuchten, die Absperrungen zu durchbrechen. Ein Mann griff eine Polizistin an, die auf ihren verletzten Kollegen wartete. Nach Angaben der Polizei versammelten sich in Duisburg rund 600 Anhänger der Pegida-Bewegung, darunter 250 Hooligans. Von ihrer Seite habe es keine Gewalt gegeben, hieß es. (dpa)

Ein "nettes" Foto:



No-LEGIDA-Demonstration am 12. Januar 2015 in Leipzig. Auf dem Transparent steht: »Wer Deutschland liebt, den können wir nur hassen«.
Quelle: Freie Welt


Jeder der Störer verstößt somit gegen §2 des Versammlungsgesetzes, denn dort heißt es unter Absatz 2: Bei öffentlichen Versammlungen und Aufzügen hat jedermann Störungen zu unterlassen, die bezwecken, die ordnungsgemäße Durchführung zu verhindern.

... und unter Absatz 3: (Satz1) Niemand darf bei öffentlichen Versammlungen oder Aufzügen Waffen oder sonstige Gegenstände, die ihrer Art nach zur Verletzung von Personen oder zur Beschädigung von Sachen geeignet und bestimmt sind, mit sich führen, ohne dazu behördlich ermächtigt zu sein. (Satz2) Ebenso ist es verboten, ohne behördliche Ermächtigung Waffen oder die in Satz 1 genannten Gegenstädne auf dem Weg zu öffentlichen Versammlungen oder Aufzügen mit sich zu führen, zu derartigen Veranstaltungen hinzuzuschaffen oder sie zur Verwendung bei derartigen Veranstaltungen bereitzuhalten oder zu verteilen.

Wer in der Absicht, nichtverbotene Versamlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (§ 21 - Störung von Versammlungen)

Da bin ich doch mal gespannt, ob wir von den Demokratie-Störern noch etwas hören zwecks Bestrafung ....

Auch interessant:

Leipziger Gewerkschaft der Polizei fordert Ende der Eskalation im LEGIDA-Zusammenhang

Leipziger Gewerkschaft der Polizei
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BeitragThema: Re: Pegida   So 25 Jan 2015 - 23:09

Tova 

ich versuchs mal...
deeskalation..

ich lehne gewalt von jedwedem ab...
und
ich möchte hier jetzt nicht wirklich diskutieren, wessen gewalt die 'gerechtfertigtere ist'..

gewalt ist niemals eine lösung, wie wir in hinsicht auf die aktuelle weltlage sehen können...

nebenbei:
die sendung von jauch gerade ....

die welt ist nicht so einfach, wie ich sie mir manchaml auch erwünsche..
andererseits..
ohne menschen aus anderen lebenskulturen sähe mein leben nicht so schön aus..

Fleur


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BeitragThema: Re: Pegida   Mo 26 Jan 2015 - 0:19

Gewalt ist falsch und nicht die Lösung, egal ob sie von links oder von rechts oder von oben oder unten kommt.
Jeder, der Gewalt anwendet, um seinen Standpunkt klar zu machen, schadet damit sich selbst und gehört angemessen bestraft.
Wenn ich mir das politische Spektrum so ansehe, dann stelle ich mir immer ein gebogenes U vor, bei dem die beiden Enden zueinander weisen.
Die beiden Spitzen sind der ganz rechte und ganz linke Rand. Also die Neonazis und die gewalttätigen Linksautonomen. Die beiden sind sich näher als sie der Mitte sind. Im Grunde sind sich alle Radikalen gleich - beide meinen ihren Standpunkt mit Gewalt durchsetzen zu müssen, beide sind gleich fanatisch und verbohrt und beide tendieren zu einer extrem einseitigen Sicht der Dinge.

Jedoch - ich persönlich fürchte mich mehr vor Neonazis als vor dem "linken Block", denn Neonazis sind für Menschen wie mich bedrohlicher als die Linksautonomen. Was nicht bedeuten soll, dass das zu rechtfertigen ist. Ich finde beides gefährlich und bedenklich. Ist nur meine Erfahrung und soll erklären, warum ich für mich persönlich auch die Pegida Bewegung als gefährlich einstufe, eben wegen der mitlaufenden Neonazis in den Demos. Und ich gebe zu - mir macht das echt Sorgen.


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BeitragThema: Re: Pegida   Mo 26 Jan 2015 - 20:28

Gerade auf N-TV: Offen und Bunt - Konzert für Weltoffenheit in Dresden.
U.a. mit Sarah Connor, Herbert Grönemeyer, Wolfgang Niedecken, etc.

Ist sehr schön anzusehen und sicher auch bald auf YouTube.


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BeitragThema: Re: Pegida   Mo 26 Jan 2015 - 23:27

Tova 
eine gute nachricht:

die demo heute in frankfurt..
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zitiert von zoey:
Jedoch - ich persönlich fürchte mich mehr vor Neonazis als vor dem "linken Block", denn Neonazis sind für Menschen wie mich bedrohlicher als die Linksautonomen. Was nicht bedeuten soll, dass das zu rechtfertigen ist. Ich finde beides gefährlich und bedenklich. Ist nur meine Erfahrung und soll erklären, warum ich für mich persönlich auch die Pegida Bewegung als gefährlich einstufe, eben wegen der mitlaufenden Neonazis in den Demos. Und ich gebe zu - mir macht das echt Sorgen.

so gehts mir auch, liebe zoey..
die chaoten (die für mich persönlich jetzt auch nicht links sind...sondern eben chaoten..) gibt es auch schon ziemlich lang hier..
wobei ich mich bei denen auch frage, was wollen die eigentlich...nur randale...ist ja auch kein guter weg..
die ängste vor den 'rechten' teile ich uneingeschränkt mit dir..

ich bin eine von der ersten nachkriegsgeneration..
habe meine eltern damals - als jugendliche- genervt, ob sie nazis waren etc..
dass sie keine stellung beziehen konnten, ist mir dirch 'unsere mütter-unsere väter- klar geworden..
diese unbewusste schuld war i-wie immer vorhanden..
sie haben niemanden im persönlichen umfeld umgebracht...niemandem geholfen...
halt 'mitgelaufen'..

genau darum finde ich es gut, dass gabriel sich in diese pegiga-diskussionsrunde in dresden eingebracht hat..
wegducken hilft nicht..

nur durch argumente können diese 'frustrierten' wieder zum wählen zurückgewonnen werden..

(warum jetzt gerade diese menschen so frustriert sind, entzieht sich meiner kenntnis.
nach meinen infos, sind es jetzt nicht unbedingt hartz-empfänger..eher bürger des mittelstands..
die i-wie frustriert sind..
ich denke, in dieser debatte ist das ost-west verhältnis noch gar nicht zu tage gekommen..
aber..dieser gedanke würde hier + heute zu weit ab vom thema führen)

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ich bin an deiner seite...
Freunde


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BeitragThema: Re: Pegida   Di 27 Jan 2015 - 20:31

Liebe Komet und Zoey,

Ich kann eure Angst vor Nazis gut verstehen. 

Die Luxemburger, wie der Rest der Europäer haben sehr unter Nazideutschland gelitten, unsere jungen Männer mussten für die Deutschen in den Krieg ziehen, sterben oder jahrelang im russischen Gefangenenlager leiden, weil man sie für Deutsche hielt. Die jungen Frauen wurden nach Deutschland in den Arbeitsdienst deportiert, meine Grossmutter musste Waffen und deutsche Fahnen herstellen. An unserer Nachbarin wurden sehr komische Experimente durchgeführt, über die sie nie sprechen wollte. In einem Dorf wurden wurden alle Lehrer erschossen, weil sie sich deutschkritisch äusserten, Jeder musste einen deutschen Namen annehmen. u.sw., u.s.w
Ich selbst wurde noch dazu erzogen Hass gegen die Deutschen zu hegen. Meine Generation hat diesen Hass aber nicht mehr an ihre Kinder weitergegeben.

Es gibt überhaupt keine Beweise dafür, dass die Pegidaorganisatoren alle Nazis sind. Dass der Bachmann sich nun selbst abgeschossen hat finde ich richtig gut. Er war mir auch immer ein Dorn im Auge.
Die 15.000 Menschen die bei Pegida mitgehen sind doch auch nur Ottonormalbürger die besorgt sind. Und wenn dann auch noch 100 Nazis mitlaufen, finde ich nicht dass man diese überhaupt beachten sollte.
Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Kravalle bei den Demos von den Gegendemonstranten kommen.

Die Pegidas sind Islamophob sagt man. Und werden von der Politik und den Medien nur verspottet. Aber sollte man denn Menschen die Angst haben denn nicht zuhören? Die Politik weigert sich.  Frank Richter Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung meint man sollte die Ängste der Bürger durchaus ernstnehmen und sich mit ihnen zu Gesprächen hinsetzen. Nicht alle sind von vorne herein gegen Pegida. Vor allem nicht die, die zuhören können.


Wenn man sich die 19 Punkte des Positionspapiers der Pegida ansieht kann ich da nichts schlechtes finden. Dieses Papier findet man unter [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]



Auch die 6 Punkte, über die die Pegida mit der Regierung spechen will, sind durchaus nicht braun angehaucht. Drei Punkt haben überhaupt nichts mit Einwanderung zu tun.
Bitte stört euch jetzt nicht an dem Namen Bachmann, der ist ja jetzt weg.



  • Ein neues Zuwanderungsgesetz – und damit ein Ende der "unkontrollierten, quantitativen Zuwanderung". Stattdessen sollen Regeln für eine "qualitative" Einwanderung formuliert werden – als Vorbilder nennt Bachmann Kanada und die Schweiz.

  • Die Aufnahme des Rechts, "aber auch der Pflicht" zur Integration im Grundgesetz. Dadurch würden laut Bachmann viele Ängste, wie jene vor dem Verlust der deutschen Kultur, automatisch beseitigt werden.

  • Die konsequente Ausweisung bzw. ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für "religiöse Fanatiker und Islamisten", die in heiligen Kriegen kämpfen würden.

  • Direkte Demokratie auf Bundesebene auf der Basis von Volksentscheiden

  • Ein Ende der "Kriegstreiberei mit Russland und ein friedliches Miteinander der Europäer" – ohne Autoritäts-Verlust der EU-Staaten durch die "irrwitzige Kontrolle aus Brüssel". Dabei müsse der Autoritäts-Verlust der Parlamente einzelner EU-Staaten "durch die irrwitzige Kontrolle aus Brüssel" verhindert werden.

  • Mehr Mittel für die Innere Sicherheit Deutschlands, vor allem für die Polizei und ein Ende des Stellenabbaus bei Selbiger





Ausserdem sollte man sich auch einmal die Frage stellen wieso denn die Pegidas glauben, dass Deutschland oder allgemein Europa(das Abendland) von Islamisierung bedroht ist.

Ich habe hier ein Video gefunden dass genau dieser Frage nachgeht. Für mich bringt das Video sehr plausible Erklärungen. 
Ich weiss, das Video ist sehr lang und deshalb empfehle ich auch es in 2 Teilen anzuschauen, damit die Konzentration nicht nachlässt, denn die letzten 20 Minuten sind ziemlich wichtig.

Die Videomacherin Jasinna ist eine junge Frau mit Migrationshintergrund, die sich über die Dinge, die in unserer Welt vor sich gehen sehr viele Gedanken macht. Es ist nicht ihr erstes Video, ich finde sie hat sehr gut recherchiert. Sie hat das Video in einer lockeren Art aufgebaut und ist auch manchmal satirisch. Bitte stört euch nicht an ihrer Stimme. Sie hat eben so eine Stimme.
Bitte urteilt erst nachdem ihr auch einem Pegida-Versteher zugehört habt.

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BeitragThema: Re: Pegida   Mi 28 Jan 2015 - 16:00

Liebe Luna, ich habe ja hier schon in mehreren Beiträgen lang und breit erklärt, warum ich Pegida für potentiell gefährlich halte. Ich mag mich jetzt nicht noch mal wiederholen, kann man weiter oben ja alles nach lesen.
Mir liegt nicht daran, dass jetzt jeder meine Meinung teilt, ich bin ganz happy damit, wenn Menschen unterschiedlicher Meinung sind.
Aber Beweise für die rechts-außen-Gesinnung der Pegida Spitze und die hohen Teilnehmerzahlen von Rechtsradikalen bei den Demos gibt es massenhaft, es sei denn man definiert "rechts" beziehungsweise "rechtsextrem" anders. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass bei Pegida nur besorgte Bürger mitlaufen, die mehr Mitbestimmungsrecht fordern. Ein großer Teil der Demonstranten macht überhaupt keinen Hehl mehr aus ihrer völlig ausländerfeindlichen Gesinnung. Ich sah das mit eigenen Augen in einer westdeutschen Großstadt. Ein Blick auf viele der dort und in Dresden geschwenkten Transparente lässt mir manchmal regelrecht das Blut in den Adern gefrieren und das sage ich hier als gebürtige Deutsche mit Migrationswurzeln. Vielleicht sieht man es anders, wenn man wie ich, dadurch aufgrund der eigenen Geschichte sensibilisiert ist, mag sein. Aber zu glauben, dass Pegida keine ausländerfeindliche stimmung aufkommen lässt, ist naiv:
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Des Weiteren muss ich anmerken, dass in den letzten Wochen Pegida und die Menschen die dort protestieren, massenhaft an Aufmerksamkeit erhalten haben. Es ist tatsächlich nicht so, dass den Menschen keiner zuhört, im Gegenteil: Keine andere Protestbewegung, und sei sie auch noch so berechtigt gewesen, hat derart viel Aufmerksamkeit erhalten. Sogar unser Herr Gabriel reiste eigens an um mit den Pegidas zu sprechen. Etliche Politiker hörten und hören zu, manche sogar verständnisvoll - so demokratisch sind wir hier.
Frau Oertel wurde bei Jauch eingeladen, durfte da mitplappern und es wurde unwiedersprochen hingenommen, was sie sagte, auch wenn es in ihrer Logik wirklich eklatante Widersprüche gab, die sogar eingefleischten Pegida Anhängern aufgefallen sind. Man ließ sie reden und hörte zu.
Aber: Hat man in all den Wochen jemals Ausländern, Migranten, Flüchtlingen zugehört? Sie zu Talkshows eingeladen, mit ihnen gesprochen, gefragt, wie sie sich bei all dem fühlen?
Denn um sie geht es ja in erster Linie.
Das kam nie vor, in keiner Talkshow, in keiner Pressekonferenz, nirgends.
Und dennoch heißt es von Pegida Anhängern, man wird nicht gehört. Das ist unbestritten falsch.
Doch wer in einer Demokratie Forderungen in den Raum stellt, muss auch aushalten, dass man diese kritisch betrachtet, darüber einen Diskurs hält, vorhandene Widersprüche aufzeigt, debattiert und kritisiert. All das gehört zu einer Demokratie. Aber Pegida hat sich bisher geweigert, in einen offenen Diskurs einzutreten, wohl weil innerhalb der Bewegung viele verschiedene Strömungen und Positionen zusammen kommen. Kurz gesagt: Pegida ist eine sehr diffuse, nicht ganz klare und in sich nicht geschlossene Bewegung, bei der eben leider auch sehr rechtsgesinnte bis klar rechtsradikale Menschen freudig aufspringen.
DESWEGEN halte ich das ganze für potentiell gefährlich.

Tatsache ist aber: Die Mehrheit der Deutschen läuft eben NICHT bei Pegida mit.
Es gibt bundesweit deutlich mehr Gegendemonstranten als Pegida Demonstranten. Das zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen offenbar anderer Meinung ist als die Pegidas. Und auch das muss ein Verein in einer Demokratie aushalten.
Ich bin dafür, den Dialog zwischen den Menschen, der Politik aber auch der Presse offen fortzusetzen, auf demokratischen Grundlagen. Aber zwischen allen Menschen, auch zwischen Deutschen und Migranten, zwischen Christen und Muslimen. Auch Flüchtlinge müssen gehört werden, auch die Presse muss gehört werden und auch die Pegidas müssen und dürfen angehört werden.

Rechtsextreme und Islamisten ausgenommen - denen zuzuhören ist sinnlos, es sei denn man ist ein De-Radikalisierungs Experte und geschult im Umgang mit Extremisten. Für Laien ist das leider kaum zu stemmen.

Wenn die Menschen bei Pegida Angst haben, kenne ich ein Rezept: Einfach mal den Kontakt mit Muslimen suchen. Einfach mal mit Migranten ins Gespräch kommen. Einfach halt mal über den Tellerrand blicken, bei Arabern zu Abend essen, mit Türken einen Kaffee trinken, Flüchtlinge zum Straßenfest einladen... Und schon kann man ihnen deutsche Kultur, deutsche Witze, deutschen Nudelsalat und deutsche Weihnachten nahebringen, sie integrieren und sich selber auch dabei bereichern.
Klingt das nicht irgendwie besser, als sich einzumauern und Panik vor der drohenden Islamisierung zu schüren?

Damit verabschiede ich mich aus dem Thread, denn jetzt - ist wirklich alles von meiner Seite dazu gesagt.
Danke fürs Zuhören.
Zoey

EDIT: Hier noch ein paar Namen und Fakten zu den Anführern der verschiedenen -Gidas:
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BeitragThema: Re: Pegida   Fr 30 Jan 2015 - 16:04

In die Offensive kommen

Der nachfolgende Text ist ein Beitrag zur Diskussion über ein angemessenes Vorgehen im Kampf gegen Pegida im besonderen und den Rechtspopulismus im allgemeinen. Die drei Leipziger Autoren, alle langjährige Mitglieder der Partei Die Linke, sehen im Aufkommen dieser Bewegungen ein »Alarmsignal«, das die Schwäche ihrer Partei und der antikapitalistischen Linken nur allzu deutlich mache. Notwendig sei das Aufzeigen einer klaren und überzeugenden gesellschaftlichen Alternative und eine größere Eigenständigkeit in der politischen Praxis. jW dokumentiert den Beitrag in voller Länge. (jW)
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komet13

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BeitragThema: Re: Pegida   Sa 7 Feb 2015 - 0:24

Tova

"Wenn die Menschen bei Pegida Angst haben, kenne ich ein Rezept: Einfach mal den Kontakt mit Muslimen suchen."

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ich bin ja auch eher links..
aber schablonendenken hilft uns, denke ich, nicht so wirklich weiter..


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luna777

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BeitragThema: Re: Pegida   Do 12 Feb 2015 - 21:04

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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]— 12 Februar 2015
Die AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat hat nach den Kosten der gegen Pegida gerichteten Demonstration gefragt. Die nun vorliegende Antwort der Dresdner Oberbürgermeisterin stellt klar: Der Staat Sachsen hat 105.496,68 Euro ausgegeben, um die Veranstaltung „Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“ am 10. Januar 2015 zu veranstalten. Die Stadt Dresden hat 30.000 Euro von diesen Kosten übernommen – aus dem Budget der Oberbürgermeisterin.
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Selbst bezahlte Plakate gegen staatlich finanzierte Gegen-Veranstaltung (Bild: blu-news.org)
Die Politik war bundesweit durch Pegida aufgeschreckt. In Sachsen unternahm man etwas – mit dem Geld der Steuerzahler. Über 100.000 Euro wurden der Staatskasse entnommen, um gegen den Protest von Pegida zu demonstrieren. Genauer: 105.496,68 Euro ließ es sich der Freistaat Sachsen kosten, um im Rahmen der Veranstaltung „Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“ gegen die eigenen Bürger zu protestieren.
Auf der Veranstaltung sprach nicht nur Orosz selbst, sondern auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Zudem traten Musikgruppen auf.
Eigene verfehlte Politik übertüncht
Neben dem Freistaat ließ sich auch die Landeshauptstadt Dresden nicht lumpen, um dem Auftritt der eigenen Spitzenfrau den richtigen Rahmen zu geben. 30.000 Euro steuerte Dresden Summe bei. Aus dem Budget von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), wie diese in einem Schreiben von Mittwoch an die AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat mitteilte.
Die findet denn auch deutliche Worte für diese Art der gelenkten Demokratie. Gordon Engler, kultur- und jugendpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Stadtrat: „Es ist erstaunlich, wie schnell und wie viel Steuergelder für eine einmalige symbolische Veranstaltung aufgewandt wurden, die nicht nur für eine Vielzahl anderer Projekte hätten sinnvoller eingesetzt werden können, sondern vor allem dazu dienten, die Symptome der eigenen verfehlten Politik zu übertünchen.“
Neutralitätspflicht des Staates verletzt
Doch Engler hat nicht nur mit dem finanziellen Aufwand seine Probleme, sondern kritisiert auch harsch die staatliche Einmischung in den Meinungskampf der Bürger: „Dabei wurde nicht nur die staatliche Neutralitätspflicht verletzt, sondern auch ungeniert in den Steuergeldtopf gegriffen“, findet Engler.
Aber nicht nur aus dem Steuertopf floss der Anti-Pegida-Veranstaltung Unterstützung zu. Auch die Technische Universität beteiligte sich genau wie die staatliche Oper daran, gegen Pegida vorzugehen (blu-News [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]).
In einer Demokratie sind die Freiheitsrechte dem Bürger garantiert. Dazu gehört auch das Demonstrationsrecht. In Sachsen ist man da schon weiter. Da demonstriert der Staat gleich selbst – gegen seine Bürger. Eine Art des „Meinungskampfes“ wie man sie mit dem Untergang der DDR schon hinter sich glaubte. (CJ)
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luna777

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BeitragThema: Re: Pegida   Fr 13 Feb 2015 - 22:06

Diesen Artikel findet man bei taz.de



Proteste gegen Pegida und Co.

[size=40]Demogeld für Antifas[/size]
Interne Dokumente beweisen: Antifas erhalten Geld für ihre Teilnahme an Demonstrationen. Parteien und Regierung agieren als Unterstützer im Hintergrund.
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Polizeiblock auf einer Antifa-Demo. Bild: dpa
BERLIN taz | 25 Euro Stundenlohn für die Teilnahme an einem antifaschistischen Protest: Was sich anhört wie eine wilde, rechte Verschwörungstheorie, ist anscheinend bitterer Ernst. Dies geht aus einem [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] eines Vereins namens „Antifa e.V.“ hervor. Darin wird über die Organisation von nicht weniger als 48 Bussen informiert, die zu den Protesten gegen Pegida und Legida am 9. Februar 2015 fahren – samt Vergütung für alle Mitfahrer. Auch Freibier wird versprochen und Vermummungsmaterial („Hassis“) zum Kauf oder Verleih angeboten.
Das öffentlich gewordene Dokument, [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], könnte eine Frage beantworten, die sich die meisten Medien normalerweise nicht stellen. Wenn wieder einmal ein Pegida-Aufmarsch blockiert, eine AfD-Veranstaltung gestört oder massenhaft Autonome aufmarschiert sind, wird darüber – oft mit unterschwelliger Sympathie – berichtet, aber nicht hinterfragt, wieso die Antifa eigentlich so gut organisiert ist.
Die Antwort ist überraschend: Hinter den scheinbar so losen Organisationszusammenhängen der Antifaschisten versteckt sich demnach eine gut vernetzte Struktur. „Um eine zügige Auszahlung des Demonstrationsentgeltes zu gewährleisten, ist es unbedingt notwendig, beim Ein- und Aussteigen den Mitgliedsausweis an den dafür vorgesehenen Scanner im Bus zu halten“, heißt es in dem Schreiben, das vom „Vorstand“ der Antifa unterzeichnet ist.
Dies ist offensichtlich kein Einzelfall. Schon Ende Januar hat die österreichische FPÖ darauf aufmerksam gemacht, dass die Antifa mit Bussen zu den Protesten gegen den [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] anreisen und auch hier die Teilnehmer dafür bezahlt werden. Einen entsprechenden Twitter-Eintrag von „Antifa e.V.“, der besagt, dass sogar mehr als 48 Busse geplant seien, [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]. Eine [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] eines so genannten Antifaschisten über 498,05 Euro, inklusive Auslands- und Nachtzuschlag, wurde im Nachhinein ebenfalls öffentlich. 
Staatliche Finanzierung
Doch woher kommt das Geld, das die Antifa-Struktur mit vollen Händen verteilt, um andere in ihrer freien Meinungsäußerung zu unterdrücken? Der von deutschen Medien als Propagandasender diffamierte russische TV-Kanal RT hat die Hintergründe recherchiert.
In einem [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] werden die Verbindungen zwischen [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können],[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]und [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] auf der einen, sowie Bundesregierung, Parteien und Verbände auf der anderen Seite aufgezeigt. Demnach profitiere die Antifa von direkten finanziellen Zuwendungen durch die Regierung, aber auch dem Parteienkartell aus SPD, CDU und Grünen.
Die Sytemmedien ignorierten diese Erkenntnisse, womöglich weil sie selbst involviert sind, doch eine Verbreitung über die [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können][Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] konnten sie nicht aufhalten. Auf interne Nachfrage dementierte taz-Chefredakteuer Andreas Rüttenauer jede Verbindung mit „Antifa e.V.“: „Unsere Mitgliedschaft bei Black Block e.V. verbietet eine Doppelmitgliedschaft“, sagte er.
Die Opfer dieser Verschwörung beginnen sich zu wehren. Eine[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], in der das Verbot der „AntiFa“ gefordert wird, hat bereits über 3.600 Unterstützer. Explizit wird dort auch gefordert, dass die „AntiFa keine staatlichen und parteilichen Gelder mehr erhalten darf“.
Viel Hoffnung brauchen sich die Aktivisten dabei aber nicht zu machen. Aus internen Mails, die der taz vorliegen, lässt sich eine Kooperation zwischen dem Antifa-Vorstand und der Polizei belegen. Regelmäßig komme es vor Demonstrationen zu Absprachen über eine Arbeitsteilung, um Aufmärsche nationaler Kräfte zu verhindern.
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Die ganze Wahrheit. Screenshot: facebook.com/dummwiebrot
In Absprache mit der Antifa, deren Aktivisten es zu kalt war, soll die Polizei sogar die [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]und von[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] abgesagt haben. Sobald es wieder wärmer wird, greift man auf die altbekannte Methode zurück: „Wir informieren die Polizei darüber, von wo aus wir unsere Gegner angreifen wollen, dann lässt sie uns freie Hand“, sagt einer, der es wissen muss.
Update 18:40 Uhr: Die Ereignisse überschlagen sich: Soeben[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], dass der Vorstand von „Antifa e.V.“ die volle Verantwortung „für die durch den Verlust des USB-Sticks mit brisanten Dokumenten veröffentlichten Informationen“ übernimmt. Wegen des „unermesslichen Schadens für die Bewegung“ tritt P. Flasterstein von all seinen Ämtern zurück.
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BeitragThema: Re: Pegida   Fr 13 Feb 2015 - 22:12

Luna,  danke für diese sehr interessante Information,  die ich erst noch verdauen muss. Das ist echt unglaublich. Die letzten Monate hatten für mich schon mehr als einen Hauch von DDR. 

Ich hab auch was. In Lübeck wurden 1000 Schüler gezwungen,  an der Gegendemo teilzunehmen. Einen Link kann ich jetzt nicht einstellen, aber Focus und die Lübecker Nachrichten haben u. a. darüber berichtet.

Nachtrag
Den TAZ Artikel lese ich jetzt.  Wir haben uns wohl überschnitten...
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BeitragThema: Re: Pegida   Fr 13 Feb 2015 - 22:39

P.  Flasterstein??
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Zoey
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BeitragThema: Re: Pegida   Sa 14 Feb 2015 - 13:42

Leute, die Geschichte, dass Gegendemonstranten angeblich bezahlt wurden, ist ein alter Hut und längst als Ente widerlegt.
Es gibt keinen eingetragenen Verein namens Antifa e.V. der angeblich Demonstranten bezahlt und auch der Staat bezahlt keine Demonstranten, weder für rechts, noch für links.
Wer's nicht glaubt, googelt einfach das öffentliche Vereinsverzeichnis, in dem alle Vereine in Deutschland aufgelistet sind: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


EDIT:
Auch wenn Pegida jetzt allem Anschein nach am Ende ist - die Probleme sind deswegen noch nicht aus der Welt.
Ich denke, dass Pegida sehr problematisch ist, weil sich dahinter mehrere Themen verbergen.
Vor allem die extreme Unzufriedenheit mit der politischen Elite und auch den Medien.
In meinen Augen ist das sogar teilweise berechtigt, Medien und Politik haben sich von der Lebenswirklichkeit der Menschen und ihren Sorgen und Nöten wirklich oft sehr weit entfernt. Das gilt vor allem für die Politik.
Aber Pegida ist leider mehr als nur eine Protestbewegung gegen politische Willkür.
Pegida hat, schon alleine dem Namen nach, ausländer- und islamfeindliche Tendenzen und wurde von Anfang an von Rechtsradikalen und Neonazis unterwandert, bzw. mitbegründet.
Eine Demonstrationsbewegung, die Missstände im Land aufzeigt, ist wünschenswert und unproblematisch. Schwierig wird es nur dann, wenn daraus extremer Nationalismus, Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung werden. Genau das ist bei Pegida leider passiert.
Ich glaube fest daran, dass es unter den Pegida-Anhängern eine Menge anständiger und nicht-ausländerfeindlicher Leute gibt, die da mit gelaufen sind, weil sie sich mit einigen der Forderungen identifizieren können.
Nur: die Agenda von Pegida ist deswegen noch lange nicht harmlos, wie die Zunahme von Gewalt gegen Ausländer seit Dezember 2014 gezeigt hat. Diese Dinge hängen leider zusammen, und man muss das mit offenen Augen sehen.
Gegen politische Willkür und mediale Gehirnwäsche kann man trotzdem sein - auch ohne Pegida.


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